Was wurde aus den Plänen unserer 100 Cover-Models?

Text: Isolde Burtscher
Foto: Karin Heer

07. September 2010

Auslegeordnung der besonderen Art: Drei der hundert Frauen, die bei der Cover-Aktion von annabelle und Nivea mitmachten, über ihr Leben seit dem grossen Auftritt.

Sicher erinnern Sie sich noch an die 100-Cover-Aktion von annabelle und Nivea. 100 Leserinnen erhielten zur Unterstützung ihrer grossen oder kleineren Vorsätze eine neue Frisur und posierten dann – vom annabelle-Team professionell in Szene gesetzt – für die 100 verschiedenen Titelblätter dieser besonderen Mai-Ausgabe. Die Covers, von zehn verschiedenen Fotografen realisiert, waren allesamt eine Wucht und das Echo darauf von allen Seiten begeistert. Doch wie war die Aktion für unsere Covermodels selbst? Und was wurde aus ihren Plänen?

100 Tage später haben wir drei der Frauen wieder vor die Kamera gebeten. Und sie dabei zu ihren ganz persönlichen Eindrücken und Erfahrungen als Model für einen Tag und zu ihrem Leben nach dem Erscheinen ihres jeweiligen annabelle-Covers befragt. Ursula Miszkiewicz, Shirley Amberg und Tess Zürcher, unsere Models mit den Cover-Nummern 63, 99 und 19, haben nun mit Shirleys kleinem Sohn Max posiert und erzählen, wie ihre Titelbilder ihre Männer und Mütter stolz gemacht haben und lang verstummte Bekannte dazu brachten, sich wieder zu melden.

annabelle: Mit der Teilnahme an der grossen annabelle-Cover-Aktion haben Sie viel Mut bewiesen. Hatten Sie Angst vor der optischen Veränderung?
Shirley Amberg: Ich hatte zuerst Angst, dass mir ein Millimeterschnitt verpasst wird. Da hätte ich nicht mitgemacht. Aber zum Glück hat der Hairstylist Niall Wykes nichts dergleichen vorgeschlagen. Er kürzte meine Haare ein Stück, was frischer aussieht und sowieso nötig war, weil mein Sohn Max immer daran zieht. Niall hat mir ausserdem wunderschöne Locken gemacht. Seitdem gefalle ich mir mit Locken viel besser und versuche immer wieder, sie zu Hause nachzumachen. Leider vergeblich! Selbst der alte Trick meiner Mutter, die Haare vor dem Schlafen auf Socken aufzurollen, funktioniert bei mir nicht.
Tess Zürcher: Bei mir wurden die Spitzen geschnitten, sodass ich die noch zusammennehmen konnte. Gerade im Sommer finde ich das viel angenehmer.
Ursula Miszkiewicz: Ich war zuerst ein bisschen kritisch, aber mit der Zeit merkte ich, wie gut der neue Schnitt ist. Meine dünnen Haare haben jetzt viel mehr Volumen. Niall schnitt mir einen Bob mit gestuftem Nacken und färbte Mèches in drei verschiedenen Tönen. Die Stimmung im Salon war übrigens sensationell. Niall wirbelte hin und her und hat sich dennoch Zeit für jede Einzelne von uns genommen.

Kommentar lesen (3)
Es war eine Wucht. Die Beratung mit Niall, welcher wirklich ein Auge für Veränderungen hat und trotzdem den Grundtyp beibehält, war schon ein Erlebniss. Beim Shooting geschminkt von einem coolen Maskendesigner und einfach Modemässig toll beraten von einer aufgestellten Cati. Und dann der Fotograf Anoush, es war wunderschön mit ihm zusammen zu arbeiten. Ja und dann die Reaktionen auf das Cover, noch schöner. Meine Kleidung, vorallem die Jacke, gefiel mir sogut, dass ich auf die Suche danach ging. Wie ich feststellte habe, taten dies andere auch, sie war ausverkauft und ich fand für mich kein Stück mehr! :-)
Das Shooting selber war ein tolles Erlebnis, ebenfalls der vorgängige Coiffeurbesuch... Das Make-up war genial schön, die Haare toll frisiert, naja, das Outfit gefiel mir nicht, aber über Geschmäcker lässt sich ja bekanntlich streiten... allerdings war ich sehr enttäuscht von dem Ergebnis und ich war froh, hat mich kaum jemand erkannt auf dem Titelbild (oder hat sich einfach nicht getraut, etwas zu sagen). Allerdings hat mir ein guter Freund, den ich gleich anschliessend ans Shooting getroffen habe, eine Mail geschrieben und gemeint, ich sehe ja schrecklich aus auf dem Cover, so alt, so bieder und gar nicht wie ich. Er hätte mich ja live gesehen nach dem Shooting und wäre total begeistert gewesen von der Schminke und der Frisur... Ich fand mich so ziemlich hässlich und normalerweise bin ich eigentlich zufrieden mit mir....
Das Shooting war einfach ein einmaliges Erlebnis! Besonders erstaunt war ich, als ich ein Musikvideo einer Band angesehen habe, in welchem mein Coverbild plötzlich auftaucht :-) Der Sänger geht da an ein Kiosk und siehe da, die Annabelle mit meinem Coverbild liegt dort wo er hingreift! Da staunt man schon nicht schlecht! Noch einmal vielen Dank an das ganze Team! Es war wirklich ein grossartiger Tag!
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