Facelifting - Ich habs getan!

Text: Helene Aecherli
Fotos: Karin Heer

24. August 2010

Sabine L.* wollte endlich nicht mehr müder aussehen, als sie sich fühlte. Sie entschied sich für eine Mittelgesicht-Hals-Straffung. annabelle war bei der Operation dabei.

Mittwochmorgen, 8 Uhr: Sie fühle sich so ruhig, sagt sie, als hätte sie nicht eine dreistündige Operation vor sich, sondern bloss eine Behandlung beim Zahnarzt. Warum sollte sie auch aufgeregt sein? Sie würde nach dem Eingriff noch ganz sie selbst sein, aber endlich nicht mehr so müde aussehen, sondern nur viel frischer, als wäre sie ausgeschlafen und ein bisschen verliebt, das sei ihr Ziel. Sie habe einen jugendlichen Körper, da passe dieses Gesicht einfach nicht mehr dazu, in das die vergangenen Jahre Spuren gezeichnet und ihr eine Schwermut unterstellt haben, die ihr fremd sei.

Sabine L. (47) sitzt im weissen Morgenrock in ihrem Zimmer in der Clinic Utoquai in Zürich, vor sich auf dem Tisch ein Becher mit einem Ponstan, das sie zur Entzündungshemmung einnehmen muss. Sie ist ungeschminkt, ihre Haare sind zu einem Pferdeschwanz zurückgebunden, seit dem letzten Abend hat sie nichts mehr gegessen, nur Tee und Wasser getrunken, vor der Operation muss sie vollkommen nüchtern sein. Ihre Gelassenheit überrascht sogar die Operationsschwester, die zur Tür hereinschaut, um ihr zu sagen, dass der Anästhesist sie gleich für die Narkose abholen wird. Sabine nickt. Es sei ja nicht ihre erste Operation, erklärt sie. Vor neun Jahren hatte sie sich die obere und untere Augenpartie straffen lassen. Damals lag eine schwere Zeit hinter ihr, sie war allein erziehende Mutter von Zwillingen, hatte viel Gewicht verloren und konnte ihren «Cockerspaniel-Blick» nicht mehr ertragen. Der Eingriff straffte nicht nur ihre Augen, sondern auch ihr Selbstbewusstsein. Seither geht sie zweimal jährlich in den «Service», lässt sich zur Aufrechterhaltung des optischen Status quo stoisch Botox in die Stirn und um die Augen spritzen. Jetzt aber ist die Zeit reif für etwas Grösseres, für die Mittelgesicht-Hals-Straffung, die auch ihre Nasolabial- und Halsfalten glätten wird. Das beste Alter für diese Korrektur, so die Meinung der Schönheitschirurgen, ist zwischen vierzig und fünfzig, die Haut hat dann noch eine gute Spannung, die Wunden verheilen besser, das Resultat sieht natürlicher aus. Sabines Timing ist perfekt. Vor ihr liegen zudem zwei Wochen Ferien. Danach würde sie ihre Arbeit als Geschäftsführerin eines Innendekorationsladens wieder aufnehmen können.

Kommentar lesen (16)
Hier der besprochene Artikel Grüsse Agi
Ich frage mich wirklich was an diesem Gesicht gemacht wurde. Habe geschaut und geschaut, verglichen, sorry ich sehe keinen Unterschied. Der ist vermutlich nur auf dem Bankkonto festzustellen, dort sieht es eindeutig nachher schlechter aus.
Man sieht wirklich fast keinen Unterschied. Aber ehrlich gesagt ist das auch besser so. Es gibt genug die man fast nicht mehr wiedererkennt nach einer Schönheitsoperation. Letztes prominentes Beispiel ist Denise Biellmann. Ich war geschockt als ich sie gestern im Fernsehen sah. Das hat überhaupt nichts mehr mit auffrischen zu tun. Darum kann ich nur sagen, wenn schon OP dann aber bitte mit Bedacht......
Eine Stellungnahme von annabelle-Redaktorin Helene Aecherli, die diesen Artikel verfasst hat: "Liebe Leserinnen und Leser herzlichen Dank für Ihre engagierten Kommentare. Zugegeben, die Differenz zwischen dem Vorher-Nacher-Bild ist in der Tat nicht einfach zu erkennen. Wenn man aber genau hinsieht, wird ersichtlich, dass die Gesichtskonturen klarer, die Hamsterbäckchen weg sind. Das Gesicht ist schlanker. Haut und Gewebe wurden durch die Operation frisch "befestigt", so dass das Gesicht in den nächsten 10 bis 12 Jahren vorausschtlich so aussehen wird, dem Alterungsprozess dadurch entgegengewirkt wurde. Die moderne ästhetische Chirurgie arbeitet gerade bei Liftings nicht mehr mit eben diesen frappanten vorher-nachher-Effekten, sondern zielt darauf ab, die Gesichtsvolumen wieder herzustellen. Und das ist zwar ein aufwändiges, aber kein auffälliges Unterfangen. Unser Ziel war, genau dies zu zeigen. Der Ablauf einer ästhetischen Operation wurde meines Wissens auch kaum je in solcher Deutlichkeit in einem Magazin dargestellt. Sabine L., die Dame, die sich für diese Reportage zur Verfügung gestellt hat, ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Ich freue mich über weitere Kommentare und vielleicht sogar eigene Erfahungen und grüsse Sie herzlichst Helene Aecherli"
Sind die beiden Bilder nicht identisch - ich habe verglichen und verglichen, sehe aber wirklich gar kein Unterschied zwischen vorher und nachher...
Blogüberwachung- Wird dieser Blog nicht durch eine Redaktorin überwacht? Mehrere Leserinnen würden sich gerne für eine Stellungsnahme interessieren, ob die Bilder vertauscht worden sind oder ob es tatsächlich einen marginalen optischen Effekt nach dem Eingriff gibt. Oder werden wir in der nächsten Printausgabe eine Richtigstellung in der Rubrik "Korrigendum" lesen?
Ich kann beim besten Willen keinen Unterschied zwischen vorher und nachher erkennen. Ganz anders geht es mir und meinen Klientinnen und Klienten (ja auch Männer wollen sich entfalten) da nach meinen Gesichtsbehandlungen. Die Leute kriegen jeweils richtige Lachkrämpfe, weil sie es einfach nicht fassen können, dass das funktioniert. Innerhalb einer einzigen Stunde und mit ganz einfachen Methoden kriege ich ein besseres Resultat hin! Man muss nur wissen wie. Dennoch sage ich: wer so etwas machen will und sich danach besser fühlt, soll sich operieren lassen. Jedem das seine.
Noch nie hab ich so was bescheuertes in der Annabelle gelesen. Ich bin mehr als empört. Habt ihr es wirklich nötig, einen solchen PR Artikel für Schönheits-OPs zu schalten? Gar nicht zu reden von der absolut perversen Doppelbödigkeit, die ihr hiermit an den Tag legt: einmal ein Heft mit "Models wie Du&ich" auf dem Cover. Und "alle sind schön-Mentalität". Und im nächsten Heft den "den grossen Service" in der Klinik. Schlicht abartig! PFUI!
Beim Bilder anschauen, wollte ich den Tipp geben, dass diese Frau besser die Augenlieder hätte straffen lassen sollen. Nun lese ich mit Entsetzen, dass sie dies bereits vor 9 Jahren gemacht hat. Nun ist mir klar, warum dass das Gesicht auch vorher schon "entstellt" war. Liebe Frau L. - schade. Das schwermütige Aussehen haben Sie der Augenliederoperation zu verdanken.
Ich sehe leider keinen Unterschied zwischen dem Bild links und rechts. Deshalb meine Vermutung: Wahrscheinlich hat das Portemonnaie "abgenommen" und nicht die Falten.....
Tia, ich weiss nicht recht -schon als ich den "Liftingartikel" im Heft sah, war mir die vorher-nachher Veränderung so gar nicht "auffallend". Fragte mich sogar, ob die Redaktion vergass, die Bilder richtig reinzustellen...?! Also: fast 30'000mille für das - ich weiss nicht!
danke annabelle nun weiss ich also, dass es sich absolut nicht lohnt sich unters messer zu legen und ich 20000 franken viel geiler verpulvern kann...
Wurden da 2 gleiche Bilder als vorher und nachher publiziert? Man sieht echt keinen Unterschied.
Man sieht also rein gar keinen Unterschied in diesem Gesicht. Ist ja verrückt sowas zu publizieren und das für 20'000 Fr. Kaum zu glauben
Ich habe gerade obigen Bericht in der anabelle Ausgabe gelesen und wie "tata" minutenlang das Gesicht der Frau studiert und die Pointe des Artikels gesucht. Wenn das wirklich das Ergebnis der Operation war, dann hätte sie sich das wirklich sparen können: Schmerzen, Anästhesie, Narben, Taubheitsgefühle für Monate und sie sieht genauso aus wie vorher?????
20'000 Franken und man sieht nichts?! Mit ganz grosser Spannung habe ich den Bericht über die Schönheits-OP erwartet und habe wohl minutenlange die vorher-nacher-Bilder angestarrt. Und absolut keinen Unterschied festgestellt! Sabine L. ist eine wunderschöne Frau und vor allem eine mutige, hat sie ihr Gesicht für einen solchen Bericht hergegeben. Kann es sein, dass zwei Mal die Bilder vom Vorher-Shooting abgebildet wurden? Weil auf dem einen Bild; 20 Stunden nach der OP sieht sie bereits mindestens zwölf Jahre jünger aus. Ich bin verwirrt, wem geht es auch so?
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