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«Man gilt schnell als eingebildet»: Diese Mitglieder der Organisation Mensa möchten lieber unerkannt bleiben
Superhirne unter sich
Die Klügsten des Landes treffen sich hier zum Grillplausch oder Spielabend: Die Organisation Mensa, eine Mischung aus Gehirnturnverein und Selbsthilfegruppe, nimmt ausschliesslich Menschen mit extrem hohem IQ auf.
Bitte vervollständigen Sie folgende Reihe: 3968, 63, 8, 3, … – Falls Sie diese Aufgabe nicht lösen können, haben Sie vermutlich keinen Zutritt zum Verein Mensa. Mittels eines IQ-Tests ermittelt Mensa die vermeintlich intelligentesten zwei Prozent der Bevölkerung – die oben gestellte Aufgabe ist vergleichsweise einfach. Die richtige Antwort lautet übrigens 2. Aber egal. Für diese profane annabelle-Reportage müssen Sie keinen Test bestehen. Lesen Sie ruhig weiter, Sie werden schon verstehen.
Kommen wir zur nächsten Frage: Was wurde zuerst erfunden: Coca-Cola, Käse oder Verhütungsmittel? Sie dürfen sich für die Antwort zwei Absätze Zeit lassen.
Sechs Mensaner sitzen an einem schwach beleuchteten Holztisch im Restaurant Ali Baba in Bern. In der Hand halten sie je einen Stapel Kärtchen des Wissensspiels «Anno Domini». Sie trinken Hagebuttentee und essen Erdnussflips. Einer will gerade seine Karte mit dem ersten Geschäftsergebnis der Firma Coca-Cola ins Spiel bringen, als unverhofft die Tür des Lokals aufgeht und zwei junge Männer hereinspazieren. «Gehört ihr zu uns?», fragt Ute Blasche, die Präsidentin von Mensa Schweiz, und ihre Stimme hallt durch das beinahe leere Restaurant. Die Eindringlinge sind verdutzt. Blasche belehrt sie, heute Abend sei geschlossene Gesellschaft. Die Mensaner wollen unter sich sein.



























