Reisfest

Redaktion: Karin Messerli
Fotos: Daniel Valance

07. September 2010

Kommen Sie auf den Geschmack des nussigen Roten, des intensiven Schwarzen, des japanischen Süssen oder einer der vielen braunen Vollreissorten. Und schon wird aus der langweiligen weissen Beilage ein Festschmaus!

Gourmets bevorzugen längst den Vollreis und lassen seinen weissen Bruder links liegen. Denn Vollreis-Sorten haben mehr Charakter, mehr Geschmack, mehr Textur – sie schmecken nussiger, und man wird richtig satt. Parboiled-Reis oder Reis aus dem Kochbeutel sind leere Kalorien, ohne Biss. Die wieder entdeckten Reissorten sind eine Freude für Produzenten und Köchinnen (seit den Sixties und Seventies ist brauner Reis nämlich fast verschwunden – alle stürzten sich auf den weissen Reis). Nun kann er wieder Farbe bekennen und ist damit definitiv keine langweilige Beilage mehr. Die tägliche Ration an Ballaststoffen sowie reichlich Eiweiss, Mineralsalze und Spurenelemente werden nämlich gleich mitgeliefert. Zudem ist Reis glutenfrei. Übrigens: Die wenigsten wissen, dass Vollreis ein fast rein europäisches Produkt geworden ist. Die Anbaugebiete befinden sich hauptsächlich in Norditalien, Südfrankreich, Spanien und im Tessin, wo der Reis in Bio-Qualität angebaut wird.

Reis gehört zur Familie der Gräser, Gattung der Oryza, die fast überall wächst: vom 50. nördlichen bis zum 40. südlichen Breitengrad – von unter dem Meeresspiegel bis in 2500 Meter Höhe. Aus Oryza sativa entwickelten sich mit der Zeit drei Unterarten, die unter der Bezeichnung Indica, Japonica und Javanica bekannt sind. Jede Reisvarietät, egal ob Langkorn Typus indica oder japonica, Mittelkorn Typus javanica oder Klebreis Typus glutinosa kann als Vollreis hergestellt/geschliffen werden.


Vollreis: Die Sorten

Süssreis
Der Reis ist geschmacksneutral und kommt ursprünglich aus Japan. Man kennt ihn auch unter dem Namen Mochi-Reis, ideal für Risotto, Porridge oder Milchreis. Kochzeit ca. 45 Minuten.











Langkornreis indica
Indica-Sorten haben schmale längliche Körner. Sie bleiben beim Kochen körnig und kleben nicht zusammen. Sie sind ideal für Eintöpfe, Fried Rice und zum Überbacken.







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