Top-Rezept

Pizza mit Cherrytomaten, Speck und Sauerrahm

Redaktion: Anna Pearson; Fotos: Daniel Valance

Zugegeben: Nichts kommt an eine echte italienische Pizza aus dem Holzofen heran. Mit diesem Rezept sind Sie jedoch schon sehr nahe dran an der perfekten Pizza.

Diese Pizza wird Ihnen schmecken! Nur die typischen dunklen Teigblasen und den Feuer- geschmack kriegt man im normalen Ofen nicht hin, dafür braucht es einfach deutlich über 300 Grad und richtiges Holz. Übrigens: Es gibt wohl kaum einen Teig, bei dem es sich mehr lohnt, ihn selber zu machen, als Pizzateig.

Teig für 4 Pizzas
15 g frische Hefe; 640 g Mehl (Tipo 00, italienisches extrafeines Weizenmehl, oder normales Weissmehl); ca. 5 dl Wasser; 11⁄2 TL Salz

Belag pro Pizza
1 Zwiebel; Olivenöl; 80 g Mozzarella; 3 EL Cherrytomatensugo, 2 EL Tomatensugo oder 2 EL passierte Pelati; 2 EL Sauerrahm; Salz; 5 dünne Scheiben Rohessspeck; Basilikum; Pfeffer

Für den Teig die Hefe in der Schüssel der Küchenmaschine zerkrümeln und in 1⁄2 dl lauwarmem Wasser auflösen. 3 EL Mehl dazugeben, vermischen, die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und an einem warmen Ort 2 Stunden stehen lassen. Mehl und vorerst 4 dl Wasser dazugeben, zu einem Teig verkneten. Wahrscheinlich braucht es noch 1⁄2 dl Wasser zusätzlich, der Teig soll etwas klebrig sein, aber beim Kneten nicht an den Schüsselseiten kleben bleiben. Salz dazugeben und den Teig 5 Minuten kneten. Auf eine bemehlte Fläche geben und in 4 gleich grosse Stücke teilen. Jedes Stück mit bemehlten Händen zu einer schönen Kugel rollen und einzeln in mit etwas Olivenöl ausgepinselte kleine Schalen legen, mit Frischhaltefolie abdecken – dabei bedenken, dass der Teig auf mindestens das Doppelte aufgehen wird. Die Schalen in den Kühlschrank stellen und 24 Stunden gehen lassen. 1 Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen. (Der Teig hält sich mehrere Tage – der Geschmack wird dabei sogar besser.)

Die Zwiebel halbieren, schälen und in die einzelnen Schichten zerteilen. Die äusseren, grossen Schichten dritteln, mittlere halbieren, kleine ganz lassen. In einer Bratpfanne in etwas Olivenöl einige Minuten dünsten, bis die Zwiebeln etwas weich geworden sind, aber noch Biss haben. Beiseitestellen. Mozzarella in kleine Würfel schneiden.

Die erste Portion Pizzateig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben, zu einer schönen Kugel formen und dann zu einem gleichmässigen Fladen drücken. Mit dem Wallholz langsam auswallen, den Teig dabei immer wieder drehen und wenden und gut bemehlen, damit er nicht festklebt. Der Rand soll etwas dicker sein. Den Teig auf ein Stück Backpapier legen, mit einem Küchentuch bedecken und die weiteren Teigportionen ebenso vorbereiten. Die vorbereiteten Teige nochmals ca. 30 Minuten aufgehen lassen. Den Backofen mindestens eine halbe Stunde vor dem Backen auf maximale Ober- und Unterhitze vorheizen, dabei ein umgekehrtes Blech in die unterste Rille schieben und miterhitzen (noch besser wäre ein Pizzastein). Die erste Pizza belegen: Cherrytomaten oder Sugo auf dem Teig verteilen, Mozzarella und ein paar Kleckse Sauer- rahm daraufgeben und salzen. Die Speckscheiben und Zwiebeln auf (!) dem Mozzarella verteilen. Die Pizza mitsamt dem Backpapier schnell auf das heisse Blech in den Ofen geben und je nach Hitze 10 bis 15 Minuten backen. Der Teig muss durchgebacken und leicht gebräunt, aber nicht zu hart sein. Inzwischen die nächste Pizza vorbereiten. Einige Blättchen Basilikum auf die frisch gebackene Pizza geben, mit etwas frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer bestreuen und sofort servieren.

Aber bitte mit Sugo!

Pizza, Pasta, Risotto, Lasagne: Unsere Gourmetautorin Anna Pearson schwört auf italienischen Soul Food und bereitet die vier Klassiker zum Ende der Tomatensaison mit selbst gemachtem Sugo zu.

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Anna Pearson

Unsere Gourmet-Autorin liebt authentische Produkte aus der Region und kocht ohne Schnickschnack. Dabei scheut sie keinen Aufwand, denn für sie gibt es nichts Schöneres, als stundenlang in der Küche zu stehen. Und selber gut zu essen.

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