Träume vom Glück

Unsere Utopien einer perfekten Welt sind das Material, aus dem Davide Cascio seine Kunst macht.

Eigentlich könnten wir zufrieden sein mit dem, was wir haben: ein Leben in relativer Sicherheit, genug zum Essen, ein Dach über dem Kopf. Aber nein, unsere Sehnsucht ist nicht totzukriegen. Alles könnte immer noch besser sein, noch schöner, bunter, glücklicher. Klingt irgendwie undankbar. Andererseits: Gäbe es ohne Utopien überhaupt eine Zukunft? Für Davide Cascio sind diese Visionen einer perfekten Welt das Material, aus dem er seine Kunst macht. In raumgreifenden Installationen und retro- futuristischen Papier-Collagen lässt der junge Tessiner und Swiss-Art- Award-Träger die Architekturfantasien Le Corbusiers auf den prallen Optimismus der Sechzigerjahre-Werbeästhetik treffen. Er spürt in historischen Kunst-, Mode- und Design-Entwürfen den Obsessionen des gesellschaftlichen Fortschritts nach und verknüpft sie zu neuen Erzählungen über unsere Träume vom Glück. In seiner Basler Soloschau zeigt der 33-Jährige nun seine jüngsten Arbeiten.

Galerie Nicolas Krupp, Basel, 9. 1. bis 27. 2. 201

16. Dezember 2009

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