Saubere Kosmetik

App der Woche: Think Dirty

Text: Anoushé Dastmaltschi

App der Woche: Think Dirty
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Beim Aufmachen schlägt die App eine manuelle Suche oder das Einscannen des Strichcodes vor.

Bei Nichterkennung des Codes kann ich je ein Bild von der Vorder- und Rückseite des Produktes anhängen, um es in die Datenbank aufzunehmen.

Anhand der «Dirty-Skala» wird mir gesagt, wie schädlich oder sauber das Produkt ist. 

Unter «Ingredients» sehe ich, wie viele Inhaltsstoffe in meinem Produkt vorhanden sind. Die einzelnen Stoffe werden hier aufgelistet und bewertet.

Klicke ich auf den obersten, grün-markierten Inhaltsstoff «Tocopherol Acetate» mit der Bewertung 3, erklärt mir die App alles, was sie über diesen Stoff weiss.

Unter der dritten Spalte «Our Picks» schlägt mir die App ähnliche Produkte vor – mit einer grünen Bewertung.

Auf meinem Profil sehe ich, welche Produkte ich meinem «Badezimmer» zugeordnet habe. Bisher habe ich acht meiner Produkte bewertet. Ihre Gesamtbewertung liegt duchschnittlich bei einer 7. Als nächstes Ziel setze ich mir eine Gesamtbewertung von einer 5. Um diese zu erreichen wähle ich ab jetzt vor allem duftstofffreie Produkte.

Sauber schminken mit Think Dirty: Die App bewertet die Inhaltsstoffe Ihrer Lieblingsprodukte. Online-Praktikantin Anoushé Dastmaltschi hat sie getestet. 

Ob ein Produkt Haare zum Glänzen bringt, die ersten Fältchen minimiert oder Wimpern voluminöser erscheinen lässt – darüber wissen wir durch gezielte Werbung Bescheid. Die Inhaltsstoffe, die tatsächlich auf das Gesicht, in die Haare oder auf den Körper gelangen, stehen dabei selten im Fokus. So gehen auch vorhandene Schad- und Giftstoffen vergessen, die sich ihren Weg in den Organismus bahnen. 

Die App Think Dirty betreibt Aufklärung in Sachen Kosmetik. Anhand einer Skala von 0 (Clean, Grün) bis 10 (Dirty, Rot) bewertet sie, wie «giftig» unsere Lieblingsprodukte möglicherweise sein können. Dazu bezieht sich die App auf wissenschaftliche Studien über die Inhaltsstoffe und bewertet anhand von drei Kategorien:

1. Mögliche krebserregende Substanzen (Carcinogenicity)
2. Potenzielle Entwicklungs- & fruchtbarkeitsstörende Inhaltsstoffen (Developmental & Reproductive Toxicity)
3. Allergenität & Immuntoxikologie (Allergenicity & Immunotoxicity)

Dabei merkt die App-Gründerin Lily Tse an, dass sich die Bewertung vom Inhaltsstoff «Fragrance» (Duftstoff) oft in einer Grauzone bewegt. Bei vielen Brands wird die Zusammensetzung nicht preisgegeben. In solchen Fällen wird das Produkt automatisch als eine 9 oder mehr (Dirty, Rot) eingestuft, da viele Hauttypen gereizt auf gewisse Duftstoffe reagieren. 

Gern möchte ich ein paar Brands testen, die ich täglich verwende. Das Ergebnis ist ernüchternd – nur eines von acht getesteten Produkten wurde als unbedenklich bewertet. Bei meinem Selbstversuch fällt auf, dass auch Produkte mit vermeintlich grünem Image nicht ganz so gut wegkommen, wie vermutet.

Die App ist sehr einfach zu bedienen: Einmal draufklicken und schon kann nach einem Produkt gesucht oder ein Strichcode gescannt werden. 

Die App ist graits via iTunes zu finden. Für Android-Handys gibt es erst eine Beta-Testversion

Anoushé Dastmaltschi

Die Halb-Iranerin ist Junior Online Editor bei annabelle und interessiert sich für den Einfluss von Social Media auf die Gesellschaft, vor allem in Ländern mit beschränkter Meinungsfreiheit.

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