Gleichberechtigung

Diese Frauen kämpfen für Lohngleichheit

Text: Miriam Suter; Fotos: Getty Images

Diese Frauen kämpfen für Lohngleichheit
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Emmy Rossum

Die  «Shameless»-Hauptdarstellerin wehrte sich, weil sie pro Folge jahrelang weniger verdiente als ihr Drehpartner William H. Macy. Kurz vor Drehbeginn der achten Staffel im Mai 2017 hat die 30-Jährige Erfolg: Ihr Lohn wurde vom Sender Showtime angepasst. Übrigens erhielt Rossum mit ihrem Anliegen Unterstützung von Macy. Der sagte in einem Interview mit Vulture: «Sie arbeitet genau so hart wie ich. Sie verdient alles». 

Jennifer Lawrence

2014 wurde durch einen Email-Hack bekannt, dass die Darstellerinnen des Films «American Hustle» weniger verdienten als ihre Drehpartner: Die Darsteller erhielten neun Prozent Gewinnbeteiligung am Film, die Darstellerinnen nur sieben. In einem Essay für Lena Dunhams Newsletter «Lenny Letter» schrieb sich die 26-jährige Emmy-Gewinnerin im Oktober 2014 ihren Frust von der Seele: «Sobald Frauen mehr Gehalt verlangen, gelten sie als undankbare Gören». Der Text wurde über 8'000 Mal in den Social Media geteilt und brachte die Diskussion über Lohngleichheit unter den Geschlechtern einmal mehr ins Rollen.

Amy Adams

Die «Arrival»-Schauspielerin machte während eines Roundtable-Interviews der Filmzeitschrift Hollywood Reporter im letzten November  klar, dass die Verantwortung für Lohngleichheit unter Schauspielerinnen und Schauspielern bei den Filmproduzenten liegt: «Fragt doch einmal die Produzenten, was die darüber denken. Und druckt dann diese Zitate als Headline.»

Emma Watson

Die 26-Jährige setzt sich seit Jahren für Gleichstellung ein, ist seit 2014 UN-Sonderbotschafterin für Frauen- und Mädchenrechte und entwickelte mit UN Women die Kampagne «HeForShe». Im März dieses Jahres sagte sie in einem Interview mit dem Magazin Esquire: «Egal ob du eine Frau auf einer Teeplantage in Kenya bist oder eine Börsenmaklerin an der Wall Street oder eine Hollywood-Schauspielerin: Niemand wird gleichberechtigt bezahlt.»

Viola Davis

Die 51-jährige Schauspielerin machte in einem Interview mit der Plattform Mashable im Februar dieses Jahres darauf aufmerksam, dass dunkelhäutige Frauen noch schwerer mit der Lohndifferenz zu Männern zu kämpfen haben. Die Lohndifferenz sei nicht etwas, worüber sie täglich nachdenke, erzählt die Emmy-Gewinnerin. Denn da gäbe es noch etwas, was zuerst erreicht werden müsse: «Der Kampf für uns dunkelhäutige Frauen besteht momentan noch darin, gleichwertig wie unsere weissen Kolleginnen wahrgenommen zu werden.». Aber auch für Davis steht fest: «Wenn eine Frau den gleichen Job wie ein Mann erledigt, soll sie auch den gleichen Lohn erhalten.»

 

 

Carli Lloyd

Im April 2016 äusserte sich die US-amerikanische Fussballspielerin in einem offenen Brief in der New York Times über die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen im Fussball: «Wir haben es satt wie Menschen zweiter Klasse behandelt zu werden, das wird mit der Zeit echt langweilig.» Konkret verdienten Fussballerinnen 40 Prozent weniger als ihre Kollegen. Einen Monat zuvor hat Lloyds Team, die US-amerikanische Fussballnationalmannschaft der Frauen, eine Klage gegen den Fussballverband der Vereinigten Staaten von Amerika eingereicht. Ob Lloyd und ihre Kolleginnen Erfolg haben werden mit ihrer Klage, ist noch offen.

Jessica Chastain

Die Oscar-nominierte Schauspielerin bezeichnet sich selber als Feministin und äussert sich immer wieder kritisch über das sexistische Frauenbild der Filmindustrie. Im April 2016 erzählte in einem Interview mit dem Guardian, sie habe in der Vergangenheit auch schon Filmrollen abgelehnt, weil sie weniger verdienen sollte als ihre Kollegen. Sie höre immer wieder, der Grund dafür, dass Frauen weniger verdienen, sei, dass sie nicht danach verlangen würden: «Ich teste gerade, ob das funktioniert.»

Gleiche Löhne für Männer und Frauen sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Dass dem noch immer nicht so ist, lassen diese Frauen nicht auf sich sitzen: Ob in der Filmindustrie oder im Sport – wir sagen Ihnen, wer sich gegen diesen Missstand wehrt.

Seit Jahren wird in Hollywood immer wieder der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen diskutiert. Auch Emmy Rossum gehört zu den Frauen, die sich für gleiche Löhne einsetzen. Als die 30-jährige «Shameless»-Darstellerin erfuhr, dass ihr Drehpartner William H. Macy eine Gehaltserhöhung erhielt und damit mehr als alle seine Co-Stars verdiente, hatte die Schauspielerin genug und drohte angeblich damit, aus der Serie auszusteigen. Schliesslich gab der US-Sender Showtime, auf dem die Serie «Shameless» ausgestrahlt wird, nach und passte Rossums Lohn an.

Auf Twitter liess Rossum ihrer Freude freien Lauf:

Die 30-Jährige befindet sich damit in bester Gesellschaft. Immer mehr Frauen setzen sich gegen diskriminierende Lohnunterschiede ein – nicht nur in der Filmbranche. In unserer Bildstrecke stellen wir Ihnen inspirierende Powerfrauen vor. 

Miriam Suter

Die Junior Online Editor schreibt am liebsten über Musik und andere kulturelle und gesellschaftliche Themen. Dabei interessiert sie vor allem das Rollenbild der Frau in unserer Gesellschaft.

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