Zurich Film Festival

«Es ist das Jahr der Frau»

Text: Kerstin Hasse 

  • Starke Frauen auf der Leinwand:

    Emma Stone spielt in «Battle of the Sexes». 

Frauen im Filmfokus: Das Zurich Film Festival hat sein Programm bekannt gegeben – und das ist erfreulich weiblich. Unsere Top Five. 

Als Jahr der Frau bezeichnete Nadja Schildknecht an der Medienkonferenz vom Donnerstag die 13. Ausgabe des Zurich Film Festival. Ihr Direktionskollege Karl Spoerri untermauerte diese Aussage mit Zahlen: «40 Prozent aller Filme, die wir in diesem Jahr zeigen, sind von Frauen gemacht.» Und das ist nicht alles: Glenn Close reist nach Zürich, um den Golden Icon Award entgegenzunehmen, die Schauspielerinnen Alicia Vikander und Clarie Foy werden ebenfalls am ZFF zu Gast sein, und an der Veranstaltungsreihe «Meet the Filmmakers» werden unter anderem die Regisseurinnen Camille Magid («Land of the Free»), Indiko Enyedi («On Body and Soul») und Lisa Brühlmann («Blue my Mind») teilnehmen. Laut Schildknecht hat sich dieser Fokus auf Frauen in der Filmbranche einfach so ergeben. «Wir haben uns das nicht vorgenommen als Thema, aber ich freue mich auf all die tollen Frauen. Noch immer werden nämlich Filmemacherinnen zu wenig gefördert.»  

Das Programm, das an der Medienkonferenz vorgestellt wurde, ist ab jetzt online verfügbar. Der Tickets sind ab sofort online erhältlich, das Festival wird am 28. September eröffnet. Als Vorgeschmack auf das diesjährige Festival haben wir schon mal fünf Filme aus dem Programm ausgewählt, die von starken Frauen handeln oder von solchen umgesetzt wurden. 

Battle of the Sexes
Das Biopic erzählt die Geschichte von Billie Jean King (Emma Stone), die in den Siebzigern als Tennisspielerin Erfolge feierte. Die Sportlerin setzt sich neben dem Spitzensport für mehr Akzeptanz für Frauen im Tennis ein – ein Engagement, das nicht von allen goutiert wird. Der ehemalige Tennisprofi Bobby Riggs fordert King zu einer «Battle of the Sexes» heraus – um ein für alle Mal klarzustellen, dass Männer auf dem Tennisplatz den Ton angeben.

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Blue my Mind
Die Schweizer Regisseurin Lisa Brühlmann setzt in ihrem Film «Blue my Mind» die Teenagerin Mia ins Zentrum. Ein Mädchen, das dazugehören und gleichzeitig ausbrechen will. Ein Film übers Erwachsenwerden.

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Numéro Une 
Emmanuelle Blanchey ist emanzipiert, stark und erfolgreich. Doch ein neuer Job fordert von ihr weiter zu gehen, als sie es bis anhin wagte. Ein Drama von Regisseurin Toni Marshall («Er liebt mich, er liebt mich nicht – Toujours l’amour»).

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Un Beau Soleil Intérieur
Die Hauptrolle in dieser romantischen Komödie von Regisseurin Claire Denis spielt die wunderbare Juliette Binoche. Sie verkörpert die Mittfünfzigerin Isabelle, die sich, frisch geschieden, in Paris auf die Suche nach der Liebe macht – oder zumindest auf die Suche nach einem guten Liebhaber.

Mehr Informationen zu den Vorstellungen gibt es hier. 

On Body and Soul
Die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi hat sich für ihre kleine skurrile Liebesgeschichte ausgerechnet ein Schlachthaus in Budapest als Schauplatz ausgesucht. Der Film wird im Rahmen der Reihe «Neue Welt Sicht» am ZFF gezeigt, die sich dieses Jahr dem Filmland Ungarn widmet.

 

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Kerstin Hasse

Die Online-Reporterin findet Menschen und ihre Geschichten spannend. Egal ob die Geschichte traurig oder schön, klein oder gross ist – sie erzählt sie gern.

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