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Film-Tipp: Französisches Filmmusical «Geronimo»

Leben

Film-Tipp: Französisches Filmmusical «Geronimo»

  • Redaktion: Frank Heer, Text: Mathias Heybrock; Fotos: Pathé Films

Caramba, Karacho: Das Filmmusical «Geronimo».

Das Mädchen kommt atemlos von links, der junge Mann mit Karacho von rechts: Eine rasante, gewaltige Liebe ist es, die gleich in der Anfangsszene dieses Films aus dem südfranzösischen Migrantenmilieu gefeiert wird. Grosser Knall inklusive. Das Mädchen ist Türkin und hat ihren türkischen Bräutigam vor dem Altar stehen lassen, um sich stattdessen einem Zigeuner an den Hals zu werfen. Ihr Clan ist darüber nicht gerade erfreut. Was folgt, ist vom Klassiker «West Side Story» inspiriert: eine Fehde zwischen rivalisierenden ethnischen Jugendbanden, glasklar realistisch in einer trostlosen Sozialsiedlung gefilmt – und von mitreissenden, witzigen Musical- und Tanzeinlagen strukturiert. Flamenco und Battle-Rap transzendieren hier die Wut und Gewalt. Na ja, jedenfalls in den meisten Szenen. Klasse gemacht, mit jeder Menge Street-Credibility!

— Ab 4. 6.: «Geronimo» von Tony Gatlif («Exil»). Mit Céline Sallette als einer charismatischen Sozialarbeiterin, die zwischen den rivalisierenden Gruppen zu vermitteln versucht

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