Nachhaltigkeit

Umweltfreundlich putzen und waschen

Redaktion: Silvia Princigalli; Fotos: Freeimages / Dave Kennard (1), Avalon_Studio (1), Marta Rostek (1), Julia Eisenberg (1), Ana Labate (1)

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Sie müssen Ihre Kleidung nicht bei 60 Grad waschen, um sie zu reinigen. Viele Waschmittel lösen Fett und Schmutz bereits bei 20 Grad.

Passen Sie die Dosierung des Waschmittels immer dem Verschmutzungsgrad sowie der Wasserhärte an und tun Sie dem Wasserorganismus etwas Gutes!

Nur weil ein Kleidungsstück einmal getragen wurde, muss es nicht immer automatisch in der Wäschezeine landen. Es gibt viele Alternativen, um üble Gerüche aus Ihrer Wäsche zu bekommen.

Verbannen Sie Ihren Besen nicht in die Ecke! Oft kann Schmutz auch weggewischt, statt mit dem Staubsauger entfernt werden.

Mit Zitronensaft und anderen natürlichen Produkten können Sie sich Ihr Super-Putzmittel selber brauen. So sparen Sie nicht nur Geld, sondern schonen auch die Umwelt. 

Investieren Sie in gute Putztücher und -bürsten, so können Sie den Einsatz von Chemikalien verringern.

Unser Verständnis von Sauberkeit verbraucht viel Energie und wirkt sich meist stark auf die Umwelt aus. Deshalb haben wir einige Tipps zusammengetragen, mit denen Sie nachhaltiger putzen und waschen können.

Mit einem Blick auf die persönliche Ökobilanz finden sich oft Schwachpunkte, die es zu verbessern gilt. Dabei können mit kleinen, alltäglichen Handgriffen langfristig Kosten sowie Energie gespart und die Umwelt geschont werden. Hier einige Tipps, mit denen Sie in Sachen Sauberkeit eine reine Weste behalten.

Nachhaltig Waschen

Temperatur regulieren

Etwa 90 Prozent der Energie, die Sie fürs Wäschewaschen verbrauchen, verpufft allein mit der Erhitzung der Wassertemperatur. Weil viele Waschmittelhersteller in den letzten Jahren ihre Rezepturen geändert haben, gibt es in der Zwischenzeit Produkte, die Fett und anderen Schmutz bereits bei Temperaturen ab 20 Grad lösen. Zwar sagt man, dass Bakterien erst ab 60 Grad zuverlässig abgetötet werden – doch was viele nicht wissen: die meisten Erreger werden allein durch die Seifenlauge vernichtet.

Das richtige Waschmittel

Experten zufolge gibt es kein komplett umweltfreundliches Waschmittel. Jedes Waschmittel kann biologisch schwer oder nicht vollständig abbaubare Stoffe enthalten, die dem Wasserorganismen schaden. Um die Umwelt durch das eigene Waschverhalten weniger zu belasten, lohnt es sich bereits die Waschmaschine voll zu beladen und die Dosierung dem Verschmutzungsgrad sowie der Wasserhärte entsprechend anzuspassen. Versuchen Sie dausserdem den Einsatz von Weichspüler zu vermeiden.

Richtig Planen

Einmal getragen, heisst nicht automatisch dreckig. Versuchen Sie der Natur zu Liebe auf eine angemessene Waschhäufigkeit zu achten. Hat ein Kleidungsstück beispielsweise nach dem Besuch eines Restaurants oder einer Bar einen leichten Küche- oder Rauchgeruch angenommen, nützt es, dieses über Nacht auf den Heizkörper zu legen. Die warme Luft verdrängt die üblen Gerüche. Zudem ist die Vorwäsche bei den heutigen Waschmittelstandards entbehrlich.

Nachhaltig Putzen

Muskelkraft statt Strom

Klar, einen schmutzigen Boden, übersäht mit Krümeln, Haaren und Staub, mag niemand – dagegen hilft aber nicht nur der Griff zum Staubsauger. Den Schmutz mit Muskelkraft wegzufegen, ist umweltschonender. Mit dem Gebrauch des Staubsaugers wird nämlich nicht nur Energie verbraucht, sondern auch viel Staub in die Raumluft gewirbelt, die sich auf anderen Flächen absetzen kann. Wenn bei feinem Schmutz der Griff zum Staubsauger unumgänglich ist, dann staubsaugen Sie am besten mit einem stromsparenden Gerät.

Putzmittel selbstgemacht

  • Essig ist immer noch das effektivste Wundermittel gegen Kalk. Beim Wasserkocher ganz einfach den Krugboden mit Essig füllen. Kalkablagerungen an Amaturen im Bad oder in der Küche können mit essiggetränkten Wattestreifen eingewickelt und nach ein paar Stunden abgewaschen sowie poliert werden.
  • Backpulver enthält spuren von Bleichstoffen und eignet sich somit ideal zum Saubermachen von weissen Fugen. Die Backzutat kann auch zur Entfernung von frischen Fettflecken auf der Kleidung dienen. Dafür einfach etwas Backpulver über den Fleck streuen und einen halben Tag einwirken lassen. 
    Mischt man Backpulver mit Wasser zu einer Crème, kann man diese zur Reinigung der Küchenschränke oder von Wänden verwenden. Nach dem Auftragen, die Masse trocknen lassen und später abschaben oder abwischen.
  • Zitronen schmecken nicht nur in Gerichten gut, sie eignen sich ebenfalls als Allzweckreiniger im Alltag. Sparen Sie sich zudem teuren Weichspüler und legen Sie Ihrer Wäsche eine ausgepresste Zitronenhälfte bei. Die andere Zitronenhälfte können Sie in den Kühlschrank legen, um unangenehme Gerüche zu beseitigen.
    Um verschmierte Spiegel sauber zu bekommen, sollten Sie Zitronensaft benutzen und die gereinigte Fläche anschliessend nachpolieren.
  • Ein Glas Coca-Cola hilft über Nacht verstopfte Abflüsse zu reinigen.
  • Salz kann zum Saubermachen von verschmutzten Ofenblechen benutzt werden: Einfach die Fläche mit einer Schicht Salz bestreuen, im Backofen erhitzen bis sich das Salz braun färbt. Herausnehmen und das Salz wieder entfernen.
     

Das richtige Werkzeug

Grundsätzlich ist beim Putzen wichtig gute Bürsten, Mikrofasertücher und Fensterabzieher zu benutzen, um den Einsatz von Chemikalien zu verringern. Putztücher sollten dabei immer stets gut ausgespült und getrocknet werden. Spätestens (!) wenn sie übel riechen gehören sie in die Waschmaschine. Schwämme und Spülbürsten können problemlos im Geschirrspüler mitgewaschen werden.

Raffinierte Putztipps liefern auch Videos auf Youtube.

Silvia Princigalli

Die Online-Redaktorin sucht gern nach Trends auf Instagram und schwärmt für Woody-Allen-Filme. Auf annabelle.ch schreibt sie bevorzugt über Mode, Wohnen und Kultur.

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