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Andrea Rist: Fotografin und Schwester von Pipilotti Rist - /liebe/familie/meine-schwester-der-star-9752
Thomas Mörgeli: Sportlehrer und Bruder von Christoph Mörgeli - /liebe/familie/meine-schwester-der-star-9752
Erika Wright: Blumenverkäuferin und Schwester von Ursula Andress
Meine Schwester, der Star
Wie lebt es sich im Schatten einer berühmten Schwester oder eines prominenten Bruders? Das haben wir die Geschwister von Ursula Andress, Pipilotti Rist und Christoph Mörgeli gefragt.
Christopher Ciccone hat seiner Schwester eine steile Karriere zu verdanken: Er war ihr persönlicher Assistent, Tänzer, Dekorateur und schliesslich ihr Art und Tour Director. Trotzdem hat er es nie geschafft, aus ihrem Schatten herauszutreten. Mehr noch: Sie bedankte sich für seine loyalen Dienste, indem sie ihn als schwul outete und trotz Millionen verkaufter Alben ausgesprochen knauserig entlöhnte. Christopher Ciccone hat sich den Frust im Buch «Meine Schwester Madonna und ich» vom Leib geschrieben. Doch an seinem Lebensdrama hat das kaum etwas geändert. Wer das Buch kauft, will in erster Linie etwas über die Pop-Ikone Madonna erfahren, nicht über ihren Bruder. Und natürlich hat die Publikation die Beziehung der beiden Geschwister nicht wirklich verbessert. Immerhin zeigt sich Christopher Ciccone zuversichtlich, dass er sich eines Tages mit seiner Schwester versöhnen wird. Er stellt nur eine Bedingung: «Sie muss das Buch lesen, wenn wir wieder Freunde sein sollen. Damit sie auch meine Perspektive kennt.»
Werden Geschwister zwangsläufig arrogant, wenn sie berühmt sind? Wie entwickelt man neben einem Superstar seine eigene künstlerische Arbeit? Schämt man sich für seinen Bruder, wenn er in der Talkshow seine Kontrahenten zur Schnecke macht?
Manchmal suchen Geschwister von Prominenten selbst die Öffentlichkeit, so wie Christopher Ciccone. Oft wollen sie aber ihr eigenes Leben leben, ohne über das berühmte Familienmitglied definiert zu werden, ohne Medienauftritte. Es ist deshalb nicht ganz einfach, Menschen zu finden, die bereit sind, über ihr Leben knapp ausserhalb des Scheinwerferlichts zu reden.
Der Bruder des Starbankers Joe Ackermann ist in einer Hirslandenklinik als Urologe tätig und möchte nicht darüber reden, wie man sich fühlt, wenn der eigene Bruder zuerst jahrelang auf den Titelseiten der wichtigsten Zeitungen gefeiert und dann mit Häme übergossen wird. Und die telefonische Anfrage bei Erika Wright, der Schwester der Film-Ikone Ursula Andress, war zuerst ebenfalls nicht besonders erfolgreich: «Hören Sie», unterbrach die ältere Dame resolut. «Wenn Sie mir eine Zeitschrift verkaufen wollen, kann ich Ihnen gleich sagen: Ich bin versorgt.» Und schon war da nur noch der Summton in der Leitung.
























