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Traumhochzeit: Alles schon geplant

Text: Alexandra Kruse; Illustration: Sara Not
Erstellt: 3. Mai 2010

annabelle-Moderedaktorin Alexandra Kruse weiss schon ganz genau, wie ihr schönster Tag aussehen soll. Jetzt fehlt nur noch eins.

Hochzeiten machen mich grundsätzlich sentimental – bis latent aggressiv. Ich bin Mitglied in der Facebook-Gruppe «All My Friends Are Getting Married – I’m Just Getting Drunk». An Hochzeiten fange ich in der Kirche meist noch vor dem «Ave Maria» an zu weinen, später am Fest spüle ich den Kuchen mit Champagner runter und ende schliesslich mit dem Brautvater auf der Tanzfläche. In ganz schlimmen Fällen mit dem Coiffeur der Braut im Bett. Alles schon passiert. Das Ganze lässt sich küchentischpsychologisch ziemlich einfach erklären: simpler Brautneid. Mein Wunsch, zu heiraten beziehungsweise geheiratet zu werden, ist überproportional gross. Aber nicht nur das. In mir lebt eine romantisch-kitschig-verklärte Vorstellung davon, wie alles zu sein hat. Mögen Schmetterlinge in den Himmel steigen, ein kleiner Regenbogen spontan auftauchen und Glück bringen, eine Heerschar von Kindern Rosenblüten werfen, der mehrkarätige Solitär von Tiffany am Finger vor Freude funkeln, das Fest drei Tage dauern … ach, ich wüsste genau, was es für die perfekte Hochzeit braucht:

  • Die Idee von Ivanka Trump, Tochter der viermal verheirateten Hochzeitsex­pertin Ivana Trump, allen Gästen mit zertanzten Füssen Flipflops mit dem Namen des Brautpaars zu schenken.
  • Den Verzicht auf nagelneue Schuhe, weil man sonst auf allen Erinnerungsfotos vom grossen Tag ein schmerzverzerrtes Gesicht trägt.
  • Eine der ultimativen Traumroben von Vera Wang (zu kaufen bei Zoro in Zürich).
  • Kein meringueartiges Kleid für den Gang zum Standesamt, sondern ein perfekt auf den Körper geschnittenes Costume, gern von Dior, schliesslich will man nicht verkleidet aussehen, wenn man fürs Leben Ja sagt.
  • Ein auf dem Laufsteg entdecktes Hochzeitskleid (von zu Hause aus bei www.style.com) und nicht eines aus einem Brautmodemagazin (es sei denn, man sucht nach der perfekten Vorlage für «so nicht»).
  • Statt der Verkäuferin eine ehrliche, geschmackssichere und verheiratete Freundin, sie ist der einzige Mensch, der einen wirklich beraten kann.
  • Sich das Kleid ganz einfach bei www.net-a-porter.com inklusive Schleier nach Hause zu bestellen, wenn einem die Suche danach irgendwann zu viel wird.

Dummerweise habe ich bei der ganzen Planung das Wichtigste vergessen: den Mann!!! Für diese Wahl sollte man sich natürlich von allen Dingen am allermeisten Zeit nehmen. Da man ihn später, anders als das Kleid, weder auf Minijupelänge kürzen noch umtauschen oder an die beste Freundin vermachen kann (in letzterem Fall geschieht das ja eher unfreiwillig,
in der Regel). Ich jedenfalls habe mich schon als Sechsjährige gefragt, wen ich mal heiraten werde. Möge die wahre Liebe mich endlich finden! Und mal ehrlich: Dann wird es mir auch egal sein, wer mein Kleid kreiert hat. Ich würde mich dann auch in einen Vorhang wickeln. Und mit einem Ring aus dem Kaugummiautomaten glücklich sein.

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