Mode Suisse

Mode Suisse: Laufsteg-Bilder und Interview mit Steinrohner

Text: Julia Heim; Fotos: Simon Habegger

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Steinrohner

Huber Egloff

Niria Frey

Adrian Reber

Sandro Marzo

Lyn Lingerie

Stf

Head Genève

Claudia Bertini

Vivian Graf

Sara Vidas

Blank Etiquette by Tosca Wyss

Julian Zigerli

Saro

La Cri

En Soie

Junges Schweizer Design im Zürcher Kongresshaus – die siebte Mode Suisse ist erfolgreich über die Bühne gegangen. Wir haben Caroline Rohner vom Label Steinrohner nach der Show zu einem kurzen Plausch getroffen.

Zum siebten Mal lud die Mode Suisse Persönlichkeiten aus der Mode- und Kulturbranche ein, um sich die Herbst/Winter-Kollektion junger Schweizer Designerinnen und Designer anzusehen. Neben Labels wie Julian Zigerli, En Soie, Huber Egloff und Steinrohner stellten auch die Modeschulen Head Genève und Stf ihre Kreationen vor. Im Anschluss an die Shows durften die Besucher die Kollektionen im Showroom ausgiebig begutachten und mit den Designerinnen und Designern ein Schwätzchen halten. Wir haben die Gelegenheit genutzt und uns mit Caroline Rohner, einer der beiden Kreativen des Labels Steinrohner, auf einen kurzen Plausch getroffen.

Caroline Rohner (l.) und Inna Stein

ANNABELLE: Die Prints der aktuellen Kollektion erinnern stark an Gestein. Woher stammt die Idee?
CAROLINE ROHNER: Oft bringt man Inspiration aus den Ferien mit. In dieser Kollektion spielt beispielsweise Sizilien eine grosse Rolle, zum einen das Vulkangestein und die Lava, und zum anderen, gerade bei der Farbwahl, der Schwefel.

Wie entsteht eine Kollektion?
Die Fotomotive auf den Kleidern sind selbst geschossen und mit Photoshop verfremdet. Im Anschluss lassen wir die Bilder auf den Stoff drucken. Das heisst, die Stoffe sind alle selbst designt. Wir nähen die Kleider eigenhändig und experimentieren bei der Verarbeitung mit Lasercut und Tiefdruck mit Vakuumpressen. Mir gefällt die Mischung aus traditionellem Handwerk und moderner Technologie beim Fertigungsprozess.

Wo lasst ihr für den Verkauf produzieren?
Wir konzentrieren uns auf in Berlin ansässige Firmen. Es ist uns wichtig kleine Handwerksbetriebe in unserer Umgebung zu unterstützen.

Wie findet man einen gemeinsamen Stil, wenn man zusammen ein Label gründet?
Wir mussten bereits an der Kunsthochschule Weissensee ein Projekt zusammen bearbeiten und haben dort gemerkt, dass wir beide gern mit Strukturen arbeiten. Unsere Dozenten haben uns damals empfohlen, weiterhin zusammenzuarbeiten.

Wie kommt man als junges Label zur Mode Suisse?
Wir haben den Young Designer Award von Premium gewonnen. Vermutlich ist die Branchenplattform Mode Suisse deshalb auf uns aufmerksam geworden und hat uns eingeladen.

Welches sind die Must-Haves für die kommende Saison?
Ich persönlich mag für den Sommer leichte, multifunktionale Stücke, die sowohl für den Tag als auch für den Abend tauglich sind.

Die beiden Designerinnen Caroline Rohner und Inna Stein arbeiten seit 2013 unter dem Namen Steinrohner an gemeinsamen Kollektionen in Berlin. Mit der aktuellen von der sizilianischen Natur inspirierten Kollektion ist das Schweizer Label an der kommenden Paris Fashion Week unter anderem im Berlin Showroom zu sehen.

Weitere (musikalische) Impressionen von der 7. Mode Suisse lesen Sie in unserem Mode-Blog.

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