Reportage

Tokio - Hier regiert der regulierte Wahnsinn

In der japanischen Hauptstadt regiert der regulierte Wahnsinn. Eine Verschnaufpause gibts im Trendquartier Shimokita. Oder beim Büsi-Streicheln.

e
f

Tokio ist aufs Hündchen gekommen: Im Edelquartier Ginza flaniert eine vierbeinige Biene Maja mit Frauchen durch die Einkaufsstrasse

Das Geschäftsviertel Shinjuku

Drei Blondinen – zumindest für japanische Verhältnisse

Die Hölle zu Gast: Diabolisches Gebrüll von der Band Who the Bitch im Club Shelter

Hier findet man Zeit für eine Pause: Bear Pond Espresso in Shimokitazawa

Showtime im Pub: Die Makrele wird am Tisch mit dem Bunsenbrenner grilliert

So gemütlich wie das New Yorker East Village: Trendviertel Shimokitazawa

Genormtes Leben – ob für Obdachlose...

...oder für Salarymen: Hauptsache, man befolgt die Regeln

Streetstyle in Shimokitazawa

Katzencafé – Kuscheln mit Büsi für zehn Franken in der Stunde

Immer sonntags: Autofreie Einkaufsstrasse in Ginza

Schauspieler Tommy Lee Jones, total unretuschiert, ist der absolute Werbeheld der Stadt. Warum? Niemand weiss es

Tokio ist eine hässliche Stadt. Ein hingeschmissener Haufen Zement, ohne Struktur und Verstand. Ein architektonischer Hexenschuss, dessen brennender Stich nur noch mehr schmerzt, sobald beim Eindunkeln die Leuchtreklamen zu blinken beginnen. «Shelter» flackert in unbarmherzigem Orange über dem Club in Shimokitazawa, dem neuen Szenequartier. Eine Traube Mädchen wartet vor dem Eingang, kichernd, frierend, obwohl sie unter den superkurzen Röckchen flauschige Frottee-Unterhosen tragen. Das Konzert der Band mit dem Namen Who the Bitch beginnt bereits um 19 Uhr. Es ist ein normaler Dienstagabend. «Morgen müssen die Leute wieder arbeiten», erklärt die Frau an der Kasse.

Der Club ist rammelvoll. Und dick verraucht. Ein Mysterium. In einer Stadt, in der Sicherheit oberste Maxime ist, auf der Autobahn Tempo 80 gilt, niemand bei Dunkelgrün die Strasse überquert und jeder, wie vorgeschrieben, die linke Hand auf das Laufband der Rolltreppe legt, in solch einer Stadt wird in jedem Lokal geschlotet. Sogar im «McDonald’s» gibt es ein Raucherabteil!

Diabolisches Gebrüll. Who the Bitch sind zwei kleine Girls mit pinkfarbenen Gitarrengurten, gebleichten Haaren und Brillen aus Fensterglas. Sie produzieren Death Metal, schwarz wie die Hölle, während die Zuschauer (auch jene mit den Frottee-Unterhosen) die Hand in die Luft strecken, die Faust ballen und zum Lied «Alle totschlagen» mitschimpfen.

Kulturschock ist ein grosses Wort. In Tokio erlebt man ihn. Es sind nicht die Betonmassen, die einen erdrücken. Es sind die Menschen, die Angst machen. 35 Millionen, so viele Einwohner zählt die Metropolregion, mehr als jede andere Stadt der Welt. Dabei ist es weniger die Zahl, die einen überwältigt, als das Verhalten all dieser Menschen. Man wähnt sich in einem Sciencefiction-Film, wenn morgens Tausende von Salarymen – so heissen die männlichen Angestellten – in identischen schwarzen Anzügen, mit stumpfem Blick und mechanischen Bewegungen, von der Metro-Station in die Hochhäuser marschieren. Ein Wahnsinn, doch wie alles in Tokio ist auch dieser in penibel geordnete Bahnen gepresst.

Diese Riesenstadt funktioniert nur, weil sie überzogen ist mit einem engmaschigen Netz an Regeln. Dagegen versinkt die Schweiz im Chaos! Telefonieren in der U-Bahn? Absolut tabu. Ein Schild weist die Pendler an, das Handy auf «manner code» zu stellen. Das ist die verklausulierte Formulierung für lautlos. Aber das wäre viel zu direkt, schliesslich sagt ein japanischer Bankangestellter zu seinem Kunden auch nicht: «Bitte unterschreiben Sie hier.» Sondern: «Dürfte ich mir erlauben, Sie zu bitten, mich fragen zu lassen, ob es vielleicht möglich wäre, dass Sie dieses Dokument, wenn es Ihnen nichts ausmacht, unterschreiben?»
 

Sogar die Obdachlosen halten sich an die Regeln.

Auch für nasse Regenschirme gelten Vorschriften: Vor dem Luxushotel Okura stellt man sie in ein spezielles Schirmschliessfach ein. Ja sogar die Obdachlosen halten sich an Regeln. In der Passage unter dem Regierungsgebäude schlafen sie in Reih und Glied, auf normierten Kartonmatten. Einige lösen ein Kreuzworträtsel, andere lesen. Es ist so still wie in einer Bibliothek. Schwirrt Ihnen schon der Kopf? Das ist Tokio!

Frau Yamanouchi ist nervös. Sie habe wegen unseres Treffens fast nicht geschlafen, sagt sie lächelnd. Die zierliche Frau hat zwei erwachsene Töchter, spricht perfekt Deutsch und arbeitet als Dolmetscherin. Wir wollen mit ihr das Quartier Shimokitazawa – kurz Shimokita – erkunden, das zwar nur zehn Metrominuten westlich vom Geschäftsviertel Shinjuku liegt, doch selbst für viele Tokioter Neuland ist. Erst in den letzten Jahren hat es sich vom Wohn- zum Ausgehquartier entwickelt.

Man sollte doch meinen, eine Journalistin könne sich allein durch eine unbekannte Gegend schlagen. Theoretisch ja. Doch Englisch sprechende Menschen sind in Shimokita so selten wie Blauflossen-Tunfische im Japanischen Meer. Die Leuchtschrift «Exit» über dem Ausgang der Bahnstation ist das einzige englische Wort, dem wir im Quartier begegnen.

Wir spazieren durch die Gassen und wähnen uns im New Yorker East Village: grüne Ecken, Boutiquen, Musikstudios, Bio-Cafés, Vintage-Läden. In einer alternativen Shoppingmall porträtieren uns Studenten im Manga-Sil. Wir landen im winzigen Teeladen von Herrn Oyama. Er ist 79 Jahre alt und ein rüstiger Erzähler, der seine Zuhörer sogleich auf ein Tässchen Hoji-cha, gerösteten Grüntee, einlädt. Herr Oyama lebt seit 1945 hier, der Wandel Shimokitas hat sich vor seinem Laden abgespielt. Früher, sagt er, seien die Geschäfte noch kleiner gewesen als heute. «Aber Shimokita ist immer noch ein Dorf.» Über dem Laden liegt das Café, das seine Söhne, beide japanische Teemeister, führen. Natürlich ärgere er sich über das Starbucks um die Ecke, das soeben eröffnet wurde, sagt Herr Oyama. Er offeriert ein Grüntee-Softeis, das mit Matcha-Pulver, einer Delikatesse, bestreut ist, sodass unsere Übersetzerin, Frau Yamanouchi, völlig aus dem Häuschen gerät: «Oichi – fein!», flüstert sie ergriffen.
 

Es ist, als ob wir nach einem langen Tauchgang endlich wieder Luft zum Atmen hätten. Shimokita ist eines der wenigen Quartiere im Zentrum Tokios, wo zweistöckige Gebäude dominieren, wo die Gassen klein und gekrümmt sind, wo Katzen auf der Strasse dösen und Libellen fliegen. Das Quartier blieb 1945 von den US-Bomben verschont. Während Shibuya brannte, kauften die Leute hier auf dem Markt frisches Gemüse. Erstaunlicherweise ist die Gegend bis heute nicht vom Bauboom erfasst worden. Kein Stadtplaner hat je Hand an die kleinen Häuser gelegt. Ob die Idylle anhalten wird, ist allerdings ungewiss: Seit Längerem ist eine Autobahn geplant, welche das Quartier durchschneiden würde.

Die Quartiere Tokios sind klar definiert: In Harajuku sieht man nur verkleidete Teenager (auch die Phase der jugendlichen Aufmüpfigkeit unterliegt klaren Normen), im Edelquartier Ginza begegnet man gut betuchten Damen, in Shinjuku dominieren die Salarymen, in Akihabara treffen sich die Elektroniknerds, und in Shibuya, well, dort ist die Masse so kompakt, dass der Einzelne sowieso keine Rolle mehr spielt. In Shimokita dagegen hat jeder Platz, ob 8 oder 88 Jahre alt. Man sieht endlich Kinder (die im Rest Tokios völlig inexistent zu sein scheinen) und auch ältere Menschen. Wir laufen zwei japanischen Rentnern über den Weg, Touristen wie wir. Sie tragen eine grosse Kamera vor sich her. «Wir wollen das Quartier porträtieren», sagt der eine. Ihnen gefalle dieser Mix aus Alt und Neu. Der andere trägt eine Jeansmütze mit «Switzerland»-Aufschrift. Er ergänzt: Hier würden sie niemandem im Weg stehen. «Die Leute hetzen nicht, sie schlendern.»

Tokio ist eine hässliche Stadt. Habe ich das schon gesagt? Es sind die Menschen (wenn auch nicht die Salarymen), welche Farbe und Schönheit in die Strasse tragen. Nicht nur die bekannte Einkaufsmeile Omote-Sando, auch die Gassen von Shimokita sind ein Laufsteg. Noch so gern lässt man sich fotografieren – es gilt als ein Kompliment, für das man sich mit einer tiefen Verbeugung bedankt. Hinter jedem Look steckt ein Konzept, und dieses wird bis ins letzte Detail zelebriert, seien es die Zwanzigerjahre mit pomadigem Seitenscheitel und Hosenträgern oder der Wanderlook mit derben Schuhen und einem alten Karo-Rucksack. Die Mode ist einer der wenigen Bereiche im genormten Tokio, wo Individualität gesucht und gelebt wird. Eine Haltung steckt jedoch selten dahinter: Auch wenn einer eine Jamaikamütze trägt, hört er nicht zwingend Bob Marley. Er mag einfach die Jamaikamütze.

Das Erdbeben vom 11. März 2011 war ein traumatisches Erlebnis. Noch nie wackelte der Boden so fest. Wenn sich die Tokioter daran erinnern, legen sie ihre übliche Zurückhaltung ab und sagen: «Es war schlimm.» Obwohl die erdbebensichere Stadt praktisch keinen Kratzer davongetragen hat, verpasste ihr die Atomkatastrophe von Fukushima einen Dämpfer. Der Tourismus ist eingebrochen und erholt sich nur langsam, die westlichen Gesichter im Swiss-Flug nach Narita konnten wir an zwei Händen abzählen. Christoph Neumann, gebürtiger Deutscher und Autor des Buchs «Darum nerven Japaner», sagt: «Die Leichtigkeit ist gestorben.» Eine Fortsetzung seines Bestsellers findet er unangebracht. «Material hätte ich genug», sagt er, «doch es wäre stillos, über Kleinigkeiten wie Velofahrer auf dem Trottoir zu lästern.» Wie haben sich die Tokioter verändert seit Fukushima? «Die Illusion, dass die japanische Politik irgendetwas im Griff hat, ist definitiv gestorben», sagt Neumann. Ansonsten sei Tokio «back to normal». Na ja, fast: «Stromsparen ist ein Thema geblieben.» Darauf angesprochen, erzählt uns Frau Yamanouchi, dass sie im Sommer – «als es draussen so warm war» – die Heizung der WC-Brille abgeschaltet hat.

Ein Babyladen in Shimokita. An den Kleiderständern weiss gerüschte Röckchen und Mickey-Mouse-Bodys. Nur: Der Laden heisst Dog und richtet sich an Hundebesitzer. «Völlig normal», konstatiert Frau Yamanouchi, und wir erinnern uns an das Hündchen im Biene-Maja-Kostüm, das wir am Sonntag auf der Einkaufsstrasse in Ginza gesehen haben. Shimokita mag klein und fein sein, weniger schräg als der Rest Tokios ist es nicht. Auch im Stickerladen B-Sides fühlen wir uns wie auf einem anderen Planeten. Erstens hat sich die Angestellte den beliebtesten Sticker auf den Arm tätowiert – die totale Hingabe, typisch für Japan, erfahren wir. Und zweitens gibt das Geschäft sogar auf das billigste der 2500 Abziehbilder, das drei Franken kostet, ein Jahr Garantie.
 

Büsi-Knuddeln für 10 Franken die Stunde

Höhepunkt des Skurrilitätenkabinetts ist das Katzencafé Cateriam. Zwölf Büsi in allen Farben, vom weissen flauschigen Kater bis zum schwarzen Minipanther, warten auf Besucher. Für zehn Franken kann man die Katzen eine Stunde lang knuddeln, während man auf einem Kissen am Boden sitzt und einen kalten Tee schlürft. Auswüchse einer Stadt, in der Körperkontakt verteufelt und Anonymität gelobt wird. Wir erinnern uns an die seltsame Szene am Bahnhof Shinjuku: Eine Mutter verabschiedet sich von ihrer Tochter, die mit zwei Koffern verreist. Die Mutter weint, die Tochter weint. Sie umarmen sich nicht, stattdessen verbeugen sie sich mit einem Meter Abstand. Dann steigt die Tochter ein und weint im Zug weiter. Verbeugungen an jeder Ecke. Aber nie ein Kuss.

Man sucht ein Lokal und findet es nicht. So ziemlich das typischste Erlebnis in Tokio. Das passiert auch in Shimokita mit seinem Wirrwarr namenloser Gassen. In Tokio haben die Strassen (mit Ausnahme der grossen Tangenten) keine Namen. Eine Adresse lautet zum Beispiel: Shimokitazawa 2-6-10. Ein Quartier ist in mehrere Unterquartiere eingeteilt. Dafür steht die erste Zahl, die zweite für den Block, die dritte für das Haus. Dieses System kapieren noch nicht einmal die Tokioter. Ohne Plan sind auch sie komplett orientierungslos (bald wird klar, warum die Visitenkarte der Restaurants immer einen Stadtplan auf der Rückseite besitzt). Und so irren wir eine halbe Stunde herum, Frau Yamanouchi fragt unzählige Passanten, bis wir schliesslich vor dem gesuchten Izakaya stehen, die japanische Version eines Pubs.

Unkompliziert, günstig, Alkohol. Junge Typen in weissen Schürzen begrüssen uns lauthals. Wir ziehen die Schuhe aus, setzen uns auf den Boden und stecken die Beine in ein Loch unterm Tisch. Der Kellner spritzt uns Desinfektionsmittel in die Hände, bevor er die Speisekarte reicht (nur auf Japanisch). Frau Yamanouchi bestellt die Spezialität: ein Makrelen-Sashimi, das am Tisch mit einem Bunsenbrenner grilliert wird. Es folgen unzählige Tellerchen: etwa in Soja geschmorter Rettich, butterzartes Schweinefleisch und zum Dessert Annin-dofu, eine Art Pudding mit Amaretto-Geschmack. Vor lauter Glückseligkeit wären wir nach dem Gang auf die Toilette beinahe mit den WC-Finken ins Lokal getreten. Puh, gerade noch mal am gesellschaftlichen Selbstmord vorbeigeschrammt!

Warum das so ist mit den WC-Finken? Das kann niemand erklären. Selbst Frau Yamanouchi antwortet auf unsere Fragen oft nur mit einem hilflosen Lächeln. Warum, zum Beispiel, tragen viele Frauen die Schuhe eine Nummer zu gross, sodass sie hinten immer rausrutschen? Wa-rum gibt es nirgends Abfallkübel? (Die Tokioter tragen ihren Abfall mit sich herum und entsorgen ihn zuhause.) Wieso sind die Menschen so chronisch übermüdet, dass sie selbst im Café ein Nickerchen halten? Warum ist Tommy Lee Jones – völlig unretouchiert, mit tiefen Augensäcken und Runzeln – der absolute Werbeheld der Stadt? Und warum nur läuft in allen Restaurants in Shimokita Salsa-Musik? Nicht einmal die Geschäftsführer können uns erklären, wieso sie diese Musik aufgelegt haben.

Tokio ist brutal. Und nie entspannt. Nach einem Spaziergang ist man in Schweiss gebadet wie nach einem Krimi von Jo Nesbø. Mit jedem Schritt bricht man eine der zahllosen formellen oder ungeschriebenen Regeln (Augenkontakt mit Fremden gilt als taktlos). Trotzdem zaubert einem die Stadt dauernd ein Lächeln der Verzückung auf die Lippen. Die grossen Freuden liegen in den kleinen Dingen, die nur der Drang nach Perfektion hervorbringen kann. Die Taxifahrer, die weisse Handschuhe tragen. Oder der junge Typ, den wir in Shimokita kennen gelernt haben, der nach den himmlischen Spaghetti al ragù im Restaurant Pavarotti das Brot in sich hineinstopft, obwohl er längst keinen Hunger mehr hat. «Ich will es nicht stehen lassen. Das wäre unhöflich», sagt er. Auch reizend: das Körbchen neben dem Tisch im Lokal – für die Handtasche. Stellt man sie nicht hinein, lässt dies dem Kellner keine Ruhe, sodass er die Tasche selber, unter vielen Erklärungen, in den Korb legt. Und natürlich der Knopf für Plätschergeräusche auf der Toilette. I ❤ Tokyo!

Auf den ersten Blick – wir erinnern uns an die Salarymen – wirkt Tokio uniform. Doch wenige Städte bieten mehr Vielfalt. Tokio erfüllt jeden Wunsch. Hier kommt die letzte Salve an Impressionen – halten Sie durch! Wer abgefahrene Rollenspiele sucht, setzt sich in ein Maid Café und lässt sich mit Master anreden. Gourmets finden mehr Michelin-Sterne als in Paris und Whiskykenner die besseren Single Malts als in Schottland. Wem nach Essen, aber nicht nach Sprechen zumute ist, der geht in eines der Lokale, wo man am Automaten das gewünschte Menü eintippt, bezahlt und sich dann an einen Tisch setzt. Und diejenigen, die ihre Kindheit vermissen, lassen sich – der letzte Schrei – in einem speziellen Salon die Ohren reinigen, wie es früher Mama gemacht hat: mit dem Kopf im Schoss. Tokio macht glücklich. Jeden auf seine Art.

Konichiwa Tokio! - Reisetipps

Anreise
Swiss fliegt täglich von Zürich nach Tokio, ab 1000 Franken.
www.swiss.com

Arrangement
Tourasia bietet ein umfassendes Angebot an Japan-Reisen mit geführten Rundreisen durch Deutsch sprechende Japanologen und verkauft auch den beliebten Japan-Railpass. Das Citypackage Tokio kostet ab 1770 Franken/Person im DZ inkl. Swiss-Flug ab Zürich, Transfers und drei Nächte im Hotel Keio Plaza.
Tel. 043 233 30 90
www.tourasia.ch

Unterkunft
Keio Plaza
Shinjuku, DZ ab 200 Franken, Grosses Businesshotel beim Shinjuku-Bahnhof, mit Sicht auf die beiden Türme des Tokyo Government Building, die an Batmans Gotham City erinnern.
www.keioplaza.com


Okura

DZ ab 250 Franken, Luxuriöse Zeitreise in die Siebziger. Köstliches Sashimi und Tempura im hoteleigenen Restaurant Yamazoto.
www.okura.com/de

Citadines Shinjuku
Günstiges Appartementhotel.
www.citadines.com

Essen &Trinken
Sora-Noniwa
4-17 Sakura-gaoko-cho, Shibuya: Das Paradies für Tofu-Freunde.

Canal Café
Kagurazaka (Iidibashi-Station, gleich beim U-Bahn-Ausgang B2A): Wer hätte gedacht, dass Tokio ein entspanntes Fluss-Café besitzt!
www.canalcafe.jp


Shot Bar Zoetrope

3. Stock, Gaia Building #4, 7-10-14 Nishi Shinjuku: Japanischer Whisky und Stummfilme.

Einkaufen
Die Look-Strasse im Szenequartier Koenji (übrigens der Wohnort von «1Q84»-Romanfigur Tengo) ist voller Secondhandläden.
www.koenjiloo.com

Delikatessenabteilung im Luxuswarenhaus Isetan, Shinjuku 3-14-1 (Stock B1): Die Esswaren werden wie Juwelen in Vitrinen ausgestellt.
www.isetan.co.jp

Erleben
Koomon, Nihonbashi
Hier lernt man die Grundlagen des japanischen Lebens. Wie bricht man die Einwegholzstäbchen, wie bastelt man ein Stäbchenbänkchen, wie betritt man einen Tatami-Raum. Crashkurs ab ca. 25 Franken.
www.koomon.com

Ohrenreinigung
Spezieller Service bei einer Komachi, Nishi-Shinjuki 1-15-10 (Kamera District). Ca. 32 Franken/30 Minuten.
www.yamamotomimikaki.com


Ghibli Museum

Im Kichijoji-Viertel. «My Neighbor Totoro» ist der beliebteste Film der Japaner, vom selben Studio stammt auch «Prinzessin Mononoke». Das Museum des berühmten japanischen Trickfilmstudios ist eine Art Märchenschloss, man besucht die Büros der Zeichner, sitzt im Katzen-Bus und trinkt in der Cafeteria einen kunstvoll dekorierten Cappuccino.
www.ghibli-museum.jp/en

Shimokitazawa
B-Side
2-36-2
www.bside-label.com

Cateriam Cat Café
2-26-6
www.cateriam.com


Oyama Teeladen

2-39-2 Dog, 2-35-11
www.d-o-gweb.com

Bear Pond Espresso
2-36-12
www.bear-pond.com

Darwin Room
5-31-8-101
www.darwinroom.com

Shelter
Senda Bldg B1F, 2-6-10
www.loft-prj.co.jp/shelter

Shirube Izakaya
2-18-2

Buchtipps

  • Chris Bunting: Drinking Japan. A Guide to Japan’s Best Drinks and Drinking Establishments. Verlag Tuttle, ca. 30 Franken
  • Christoph Neumann: Darum nerven Japaner. Der ungeschminkte Wahnsinn des japanischen Alltags. Verlag Piper, ca. 15 Franken

Text: Stefanie Rigutto; Fotos: Elisabeth Real