Fab Five

Reisen: 5 Dinge, die man in Tokio getan haben muss

Redaktion: Dinah Leuenberger

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Shibuya:

Das Herz der Tokioter Craziness ist unbestritten Shibuya. Von der berühmtesten Kreuzung der Welt, dem Hachiko Crossing, weiter zu den schrägen Game-Centers, wo man Purikura – die lustigsten Passfotos – machen kann, und schliesslich in die lautesten Clubs der Stadt wie das Womb, Atom und Harlem: Shibuya bietet all dies und noch viel mehr. Für alle «Lost in Translation»-Fans: Karaoke in Shibuya fühlt sich an wie im Film und ist imfall soooo toll!

Bunt, ausgefallen und lustig sind die Passfotos, wie die Japaner sie kennen. So geht Purikura.

In der Dunkelheit erwacht Shibuya zum Leben, und die Leuchtreklamen werden zu Wegweisern.

Harajuku:

Schlicht das Beste, was es für Shoppingbegeisterte gibt. Neben internationalen Labels und Luxusboutiquen gibt es hier unzählige japanische Brands, die sich dem tollen lokalen Streetstyle verschrieben haben. Die Catstreet, die Harajuku durchquert, bietet alles für den individuellen Style der Fashionliebhaberinnen und Laforet, im Herzen Harajukus, ist das wohl schrägste Warenhaus der Welt – hier erlebt man Japan mit voller Wucht. Wer die typisch japanische, funktionale Architektur bestaunen will, macht am besten einen Abstecher ins nahe Aoyama, wo zwischen Wohnhäusern auch Luxustempel stehen, wie zum Beispiel der Prada-Tower von Herzog & de Meuron.

Angrenzend an Harajuku liegt Aoyama, wo architektonische Meisterwerke wie der Prada-Tower von Herzog & de Meuron bestaunt werden können. Nicht nur für Modeliebhaberinnen und Architekturinteressierte sehenswert.

Yoyogi-Park:

Der grösste Park der Stadt, in dem auch der berühmte Meiji-Schrein steht. Besonders schön im Frühling, wenn die Kirschbäume blühen. Am Samstag sollte man den Park über den Haupteingang betreten, dann bekommt man die unterhaltsamen japanischen Rockabillys zu sehen. Ihr Tanzstil ist wahrlich einzigartig.

Der Meiji-Schrein im Yoyogi-Park zieht nicht nur Touristen, sondern auch viele Einheimische an. Die Stimmung ist magisch an diesem historischen Ort.

Den Rockabillys gehört am Samstag der Eingang des Yoyogi-Parks.

Crèmige Ramen-Nudeln gehören in Japan zum Alltag.

Ramen-World:

Die Stadt wimmelt natürlich nur so von Imbissbuden, denn die Japaner essen sehr oft auswärts (aber nie draussen!). Die besten sind die mit der längsten Warteschlange, wie zum Beispiel Ramen-World in Harajuku. Man bestellt sich sein Essen via Automat vor der Tür, zahlt auch dort und übergibt der Bedienung das Ticket mit der Bestellung. Trinkgeld kennen die Japaner übrigens nicht – sie reagieren peinlich berührt und werden es nicht annehmen!

Roppongi Hills Mori Tower:

Um den besten Blick über die schier endlose Stadt zu erhalten (und bei etwas Glück auch auf den fernen Mount Fuji), besucht man das Skydeck auf dem Mori Tower in Roppongi. Zwar ist der neuere Skytree etwas höher, beim Mori Tower hat man aber den Tokyo Tower direkt vor der Nase und schiesst so garantiert ein tolles Ferienfoto. Ebenfalls sehenswert ist das Mori-Art-Museum, wohl das höchstgelegene Museum der Welt im 53. Stock des Gebäudes.

Im Mori Art Museum können bekannte Kunstwerke bestaunt werden, wie hier ein Teil des 100 m langen «500 Arhats» von Takashi Murakami. Typisch für Japan: Im Museum darf fotografiert werden.

Die Millionenstadt fasziniert die Besucher und bietet Überraschendes, Aufregendes an jeder Strassenecke. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Orte.

Seit ich als junge Studentin von Freunden in die Japan-Ferien mitgenommen wurde, lässt mich dieses Land nicht mehr los. Vor allem Tokio, die verrückteste Stadt der Welt, bei deren Betreten man sich fühlt, als hätte man einen Starkstromstecker ins Füdli bekommen: Lauter, schriller, schräger, ungewohnter – alles ist möglich in Tokio. Das beginnt bereits im Zug, der einen vom Flughafen ins Zentrum befördert – die Sitze kann man drehen und so beliebige Sitzgruppen zusammenstellen. Für die Reise einen kleinen Snack kaufen wird schnell zur Odyssee: Wie soll man aus all den fantasievollen, verniedlichten Verpackungen auswählen – verstehen, was drin ist, könnte man sowieso nicht? Und schliesslich in der Stadt angekommen: Bestaunt man zuerst die Leuchtschilder oder den Streetstyle der Menschen? Hört man sich die Geräuschkulisse an oder die nervösen Lautsprecherdurchsagen? Der Kulturschock ist unumgänglich, aber wunderbar erheiternd. Voller Energie stürzt man sich also ins Getöse. Dieses wird durch die Bewohner der Stadt noch verstärkt: zurückhaltende, äusserst höfliche Japaner, die aber so ungewöhnliche Hobbys pflegen wie Eulen streicheln, sich als Cosplay verkleiden oder im Café von einem Roboter bedienen lassen.

Das Tolle an der 13-Millionen-Stadt: Weil es so viele ungewöhnliche Dinge gibt, kommen einem die Ferien länger vor. Normalerweise gehen die ersten Ferientage langsam vorbei, man erlebt viel Neues. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber an den Ort, und die zweite Hälfte ist meist im Nu vorbei. Dies passiert in Tokio nicht: Man steigt einfach an einer anderen U-Bahn-Station aus und findet sich in einer völlig neuen Welt wieder. Diese Fülle an Eindrücken verzaubert und verändert, und so kehrt schliesslich niemand so in sein Herkunftsland zurück, wie er nach Tokio gekommen ist.

Sie werden in Tokio mehr als genug unternehmen können. In unserer Bildstrecke zeigen wir Ihnen trotzdem die fünf Orte, die Sie in Tokio nicht verpassen sollten.

Dinah Leuenberger

Die Reportagen-Praktikantin liebt Reisen nach Japan und ist auch sonst viel unterwegs. Sie hat ein Auge für Schönes und ist fasziniert von der Mode. An scheinbar langweiligen Dingen findet sie gern die interessanten Aspekte.

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