Postkarte aus St. Gallen
Der ganz nahe Osten: Warum nicht die weltberühmte Bratwurst für einmal in ihrem natürlichen Umfeld geniessen? Zumal St. Gallen viel mehr zu bieten hat!
Willkommen in der Stadt, die der Künstler Roman Signer auf seinem Weg zum Weltruhm sicher gern öfter – wie viele seiner Kunstwerke – in die Luft gesprengt hätte, weil sein roter Fassbrunnen seit über zwanzig Jahren die Gemüter erregt. Willkommen in der Stadt, die der Schriftsteller Andreas Niedermann wegen ihrer geografischen Lage zwischen zwei Hügeln schon mal als «Arschfalte» verunglimpfte. Und willkommen in einer Stadt, deren konservative Behäbigkeit von Niklaus Meienberg oft und heftigst beklagt wurde.
Willkommen aber auch in einer Stadt, die voller kleiner und grosser Wunder steckt. Stiftsbibliothek und Klosterkathedrale sind so weltberühmt wie die Olma-Bratwurst (die hier übrigens ohne Senf verspeist wird). Und im Textilmuseum wirft man einen nostalgischen Blick auf die Hochblüte sagenhafter St. Galler Spitze wie Spitzenstoffe.
Doch daneben stösst die Besucherin auch auf viele kleine lokale Wunder. Etwa das Kunst- und Handwerkskonglomerat Sitterwerk (www.sitterwerk.ch), das preisgekrönte Kulturmagazin «Saiten» oder das ehemalige Kino und heutige Konzertlokal Palace.
Ein unverkrampfter Trip in die Gallusstadt eröffnet überraschende Einblicke und winterlicheAusblicke. Bei gutem Wetter sogar bis hinab an den Bodensee.
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