Amsterdam - Das grosse Fensterputzen

Text: Barbara Klingbacher

Foto: Roberto Ceccarelli

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Karlijn Bozon hat eine Vision: Irgendwann, sagt sie, werden wir vielleicht sogar zusammenarbeiten, die Frauen hier interessieren sich doch auch für schöne Kleider, Schuhe und Wäsche, ein Interior Designer könnte die tristen Hinterräume der Schaufenster mit den Pritschen ästhetisch gestalten, und wenn unser Modefotograf die Bilder für die Schaukästen der Stripshow schiessen würde, wären sie wirklich erotisch statt einfach nur billig. Ein Upgrade, sagt Karlijn Bozon, ein Upgrade für das ganze Quartier, das wäre doch ein Gewinn, ein Happy End für alle.

Jede Geschichte hat zwei Seiten, so auch diese, aber hier, in Amsterdams ältestem Quartier, sind die Gegenspieler sogar beschriftet. Ein verschlungenes Band in Rot und Hellgrau am Schaufenster bedeutet, dass im Innern von Aufbruch und Zukunft erzählt wird, eine Tafel mit schwarz umrandeter Schrift steht für ein Drama über die Verdrängung des Vergangenen. «Handen af van de Wallen» steht auf diesen Tafeln, «Hände weg vom De Wallen», darunter ein mehrfach gezeichneter Pfeiler – ein Leuchtturm? eine Strassensperre? –, der immer weiter gegen unten sinkt: dass dies auf den ersten Blick aussieht wie ein erschlaffender Penis, ist natürlich kein Zufall.

Karlijn Bozon ist eine der Schöpferinnen des grau-roten Bands. Es ist das Logo von Redlight Fashion, einem Projekt, das junge Modedesigner mitten im Rotlichtviertel De Wallen ansiedelt. Die Idee entstand in den gestylten Büroräumen der Modeagentur HTNK, ebenfalls im De Wallen gelegen, und die 16 Labels, welche bei Redlight Fashion mitmachen, sind die vielversprechendsten aus einem HTNK-Workshop mit dem Titel «Turning Talent into Business» – Talent in Business verwandeln. Man müsse gross denken, sagt Karlijn Bozon, die Visionen nicht schon vorsorglich bescheiden formulieren. «Wir wollen dem Quartier nichts wegnehmen», sagt sie, «im Gegenteil, wir wollen etwas hinzufügen.»

Noch ist die Mehrzahl der Schaufenster im Herzen von Amsterdam rot beleuchtet. Darin sitzen Frauen in Unterwäsche auf Barhockern, junge und alte, manche sehen niederländisch aus, aber die meisten haben dunkle Haut oder die hohen Wangenknochen des Ostens; sie lächeln und locken, pressen ihre Brüste ans Glas. Mehrere Hundert solche Fenster gibt es hier auf nur einem Quadratkilometer, eine Shoppingmeile der käuflichen Liebe. Das De Wallen war ein Quartier wie aus dem Traum eines männlichen Teenagers: ungezählte Bars, beinahe hundert Coffeeshops, in denen gekifft werden darf, dazu Striplokale mit Live-Sex und Shows für jeden erdenklichen Geschmack. Eine Art Dauerpolterabend mit allabendlich 10 000 Teilnehmern. Doch zwischen all diesem Rotlicht leuchten nun manche Fenster kühl und weiss, und statt Prostituierten stehen darin Schaufensterpuppen in Designerkleidern mit ausgefallenen Schuhen oder mit einem gestrickten Pferd als Schal um den Hals.

Das Pferd ist Teil der Kollektion von «… and Beyond», dem Label von Jolanda van den Broek und Brigitte Hendrix. Im schmalen, hohen Giebelhaus direkt an der Gracht stehen drei   Schaufensterpuppen, dahinter sind Tapeten gespannt. Sie verdecken die Pritschen, auf denen früher Geld verdient wurde, 75 Franken für ein paar Minuten. «Es fühlte sich an wie ein grosses Abenteuer», sagt Jolanda van den Broek, diese Tage im Dezember 2007, als sie nach langer Abwesenheit gleich mehrmals ins De Wallen fuhren, ein Quartier, das sie und ihre Kollegen längst abgeschrieben hatten. Sie bogen ein in mittelalterliche Gassen, umrundeten die älteste Kirche der Stadt und suchten verstohlen wie Agenten nach den Nummern an den Häusern. Sie konnten angeben, welches von 18 möglichen Häusern sie am liebsten hätten, nicht aber die Räume besichtigen, die ein Jahr lang ihr Lebensmittelpunkt sein würden, Atelier, Zuschneidezimmer und Ausstellungsfläche in einem. Es war ein gutes Dutzend auffallend modisch gekleideter Menschen, die an diesen Wintertagen versuchten, an den Prostituierten vorbei ins Innere zu spähen. Kaum drei Wochen später, an einem Montag im Januar 2008, bekamen Jolanda van den Broek und Brigitte Hendrix den Schlüssel zur Adresse Oudezijds Achterburgwal 40, sie räumten ihre Nähmaschinen, Computer und Schneiderpuppen in die oberen Geschosse und tapezierten das Schaufenster, in dem am Freitag zuvor noch Geld verdient worden war. «Wir wussten überhaupt nicht, was auf uns zukommt», sagt Jolanda van den Broek, «und wie wir von der Nachbarschaft aufgenommen würden.»

Bespuckt wurden die Fenster mit dem Redlight-Fashion-Logo in den ersten Wochen, mit Schmähworten bekritzelt, niemand grüsste, alle blickten bös, die Sexarbeiterinnen, Barbesitzer, Türsteher, und überall hingen plötzlich diese Schilder «Handen af van de Wallen», nicht nur an den Schaufenstern der Prostituierten, sondern auch an den Türen von Läden, Dessousshops, Restaurants. Rund fünfzig Geschäftsleute hatten sich zur «Platform 1012» zusammengeschlossen – 1012 ist die Postleitzahl des Bezirks –, um gegen diese Lifestylisierung ihres Quartiers zu kämpfen. Die Prostituiertengewerkschaft befürchtete, die Frauen würden in anonyme Häuser verdrängt oder auf den Strassenstrich. Die Coffeeshop-Inhaber warnten, Amsterdam zerstöre gerade seine grösste Sehenswürdigkeit, und die Fensterbetreiber sagten, man schneide den Diamanten aus dem Herzen der Stadt. Schliesslich habe es im De Wallen schon immer Prostitution gegeben, die Gegend war einst das Hafenquartier gewesen, und schon vor 400 Jahren suchten einsame Matrosen ein bisschen Trost gegen ein bisschen Geld. Der Protest gipfelte in einer Demonstration mit ein paar Hundert Menschen und dem etwas pathetischen Motto: Amsterdam weint!

«Wir haben versucht, das Ganze nicht persönlich zu nehmen», sagt Jolanda van den Broek. Schliesslich seien nicht sie der Grund für die Veränderung im De Wallen. «Wir sind nur das sichtbare
Zeichen davon.»

Nun ist es nicht aussergewöhnlich, dass Künstler und Kreative ein Quartier neu entdecken, sich in unrenovierte Altbauwohnungen einmieten und Ateliers in ehemaligen Gewerbegebäuden gründen. Für diesen Prozess, den jede Grossstadt kennt, gibt es sogar ein Fachwort: Gentrifizierung. Auf die Kreativen folgt jeweils die Gastronomie, erste In-Lokale entstehen, die Hausbesitzer beginnen zu investieren, bis schliesslich die Mieten so hoch sind, dass Alteingesessene abwandern. So wurde Soho in New York zu einer der teuersten Gegenden, der Berliner Prenzlauer Berg zum Trendviertel, und auch Amsterdam hat bereits viel Erfahrung mit Gentrifizierung. Das ehemalige Arme-Leute-Quartier Jordaan etwa hat sich in den letzten Jahren zum Hotspot entwickelt, die jungen Kreativen sind längst weitergezogen ins multikulturelle De Pijp oder hinaus in den Westen der Stadt.

Aber im De Wallen, einem der schönsten und zentralsten Quartiere der Stadt, findet keine natürliche Gentrifizierung statt. Voraussetzung dafür wären nämlich tiefe Mieten und Immobilienpreise. Hier aber bringt ein einziges Schaufenster dem Hausbesitzer 110 000 Franken im Jahr, er vermietet es in zwei Schichten an die Prostituierten, tagsüber für 120 Franken, nachts für 180 – und die meisten Häuser haben gleich mehrere Fenster. Da könnte kein mittelloser Künstler, keine Jungdesignerin mithalten.

Die Gentrifizierung im De Wallen ist eine erzwungene, von der Stadt geplant und subventioniert. Die Designer müssen keine Miete für ihre Räume bezahlen, nur die Nebenkosten. Sie werden gezielt angesiedelt, um den Prozess anzustossen, die Macht der Halbwelt zu unterlaufen, das Quartier von innen her zu wandeln. Und weil hier niemand freiwillig ein Haus verkauft, hat die Stadt ein neues Gesetz erlassen: Wenn nur der geringste Verdacht auf Geldwäsche besteht, kann man einem Fensterbetreiber die Lizenz entziehen. Und so ein Verdacht besteht rasch in diesem Quartier, in dem sich Häuserbesitzer, Drogenhändler und Sexshowbetreiber die Millionen teilen.

Das erste und prominenteste Opfer war der Dicke Charlie, ein Bordellkönig, dem einst halb De Wallen gehörte. 38 Millionen Franken erhielt er für seine 18 Häuser mit 51 Fenstern, genug, um sich auf einer Insel zur Ruhe zu setzen. Das neue Gesetz sei ein gutes Instrument, um gegen illegale Drogen und Frauenhandel vorzugehen, sagen die Befürworter. Nichts anderes als schlecht getarnte Erpressung, nennt es die «Hände weg»-Fraktion.

In einem ehemaligen Haus des Dicken Charlie arbeiten Jolanda van den Broek, Brigitte Hendrix und all die anderen Designer. Dass ausgerechnet die Mode mehr Moral ins Quartier bringen soll, ist Zufall. «Wir sind einfach zur richtigen Zeit mit der Stadt ins Gespräch gekommen», sagt Karlijn Bozon von HTNK. «Man hatte die Häuser schon gekauft, wusste aber noch nicht, was damit geschehen soll.» HTNK war damals auf der Suche nach neuen Plattformen für Jungdesigner und nach Möglichkeiten, das hiesige Modeschaffen finanziell zu unterstützen. Redlight Fashion verbindet beides, Ausstellungsflächen an bester Lage, Publizität und kostenlose Ateliers mitten im teuren Amsterdam. Obwohl das Quartier als No-Go-Gegend galt, als das glatte Gegenteil von trendy, obwohl man die Häuser nicht von innen besichtigen konnte und nur wenige Tage Bedenkzeit hatte: Kein Einziger der angefragten Designer sagte ab.

Anderthalb Jahre nach dem Start sind sie immer noch da, Jolanda van den Broek und Brigitte Hendrix, die Schuhdesignerin Roswitha van Rijn, der Shootingstar Jan Taminiau, das Taschenlabel Ignoor und alle anderen, sie würden gern weiterhin bleiben, weiterhin im Rotlicht arbeiten. Die Stadt hat nach wie vor nicht entschieden, was mit den Häusern passieren soll, über vierzig sind es inzwischen, und es geht weiter. Die Politiker haben angekündigt, die Zahl der rot beleuchteten Schaufenster und der Coffeeshops in den nächsten Jahren zu halbieren. Das rot-graue Band prangt nun auch an anderen Fenstern, denen von Redlight Design etwa, einem Nachfolgeprogramm mit sechs Schmuckdesignern, und bei Redlight Art, das im vergangenen Mai acht Kunstschaffende im De Wallen angesiedelt hat. Es gibt eine Warteliste für interessierte Jungdesigner, und manche suchen sich nun auf eigene Faust Ateliers in der Gegend.

Die Gentrifizierung hat begonnen, das junge Amsterdam beginnt sich für das älteste Quartier der Stadt zu interessieren, es eröffnen gestyltere Lokale, und man kann sich abends im De Wallen verabreden, ohne schräg angeschaut zu werden. Die ausländischen Besucher sind noch immer da, aber es sind nicht mehr nur die jungen Billigtouristen, die sich ein Wochenende lang verrucht fühlen wollen, sondern auch Kulturreisende, die das Rotlichtviertel bisher grossräumig umgangen haben. Sogar die Réceptionisten der Luxushotels schicken ihre Gäste nicht mehr nur auf Grachtenfahrten, in Museen oder zur imposanten Architektur der neuen Stadtteile am Hafen, sondern auch ins De Wallen auf den Designparcours. «Früher kam ich nur hierher, wenn auswärtige Freunde unbedingt das berühmte Rotlichtviertel sehen wollten», sagt Karlijn Bozon. Heute hingegen führe sie Investoren aus dem Modebereich durch diese Gassen und die Grachten entlang.

Es wird hier nicht mehr sein wie zuvor. Man kann diese Veränderung bedauern oder beklatschen – der Konflikt aber wird noch lange weitergehen. Im Grossen jedenfalls. Im Kleinen gibt es bereits so etwas wie ein Happy End. Kein visionäres, grosses wie jenes von Karlijn Bozon, kein Upgrade der Prostitution, eher eine Art Waffenstillstand. Die Designer nämlich haben in den letzten 18 Monaten ihren Platz im bunten, toleranten Leben von De Wallen gefunden. Es sind kleine Schritte, aber: Jolanda van den Broeks Mischlingshündin spielt jeweils mit dem Hund eines benachbarten Hells Angel. Oder: Kürzlich sei der Türsteher eines Sexladens in ihr Atelier gekommen, um zum gestrickten Pferd im Schaufenster zu gratulieren. Und: In der Bar, in der Jolanda van den Broek und Brigitte Hendrix jeweils Kaffee trinken, habe die Wirtin sie den tätowierten Gästen bisher immer mit «Das sind jetzt diese Fashiondesignerinnen» vorgestellt. Seit ein paar Wochen aber sage sie «unsere Fashiondesignerinnen». Obschon ein «Handen af van de Wallen»Schild an ihrer Tür hängt.

Das junge Amsterdam

Schlafen

Lloyd Hotel
Oostelijke Handelskade 34
Tel. 0031 20 561 36 36

www.lloydhotel.com
DZ ca. 120 bis 750 Franken

Das Künstlerhotel im Trendgebiet der alten Docks hat eine interessante Geschichte: 1921 eröffnet als Transithotel für Emigranten, diente es ab den Vierzigerjahren als Gefängnis. Seit 2004 ist das «Lloyd» ein Hotel mit Shop und einem originellen Konzept. Im Haus finden sich ganz unterschiedlich designte Zimmer von Ein- bis Fünfsternestandard.

’t Hotel
Leliegracht 18
Tel. 0031 20 42 22 741

www.thotel.nl
DZ ab ca. 220 Franken

Ein äusserst hübsch im Quartier Jordaan gelegenes Grachtenhaus mit nur acht Zimmern. Rechtzeitig reservieren!

NH Hotels
www.nh-hoteles.com
DZ ab ca. 140 Franken

Die spanische Hotelkette war in Amsterdam im Shoppingfieber: 13 Häuser gehören inzwischen zum Imperium, darunter so geschichtsträchtige wie das «Krasnapolsky» oder das «Doelen». Viele davon sind sehr schön gestaltet worden und ideal gelegen. Für Exkursionen ins Quartier De Negen Straatjes zum Beispiel eignet sich das «NH City Centre», ein praktisches Dreisternehaus.

Essen

Balthazar’s Keuken
Elandsgracht 108
Tel. 0031 20 420 21 14

www.balthazarskeuken.nl

Restaurants, in denen man das Gefühl hat, bei Freunden eingeladen zu sein, sind gerade sehr now. Es gibt meist keine Karte, sondern ein wechselndes Menü mit Fisch oder Fleisch zum Fixpreis. In «Balthazars Küche» kostet das gut 40 Franken, angesichts der Preise in Amsterdam ein Schnäppchen. Nur Mi/Do/Fr geöffnet, unbedingt reservieren!

Restaurant Open
Westerdoksplein 20
Tel. 0031 20 620 10 10

www.open.nl

Auch im neuen «Open» kommen Fisch- und Fleischliebhaberinnen auf ihre Kosten. Das Lokal ist etwas versteckt gelegen, aber spektakulär auf eine ausrangierte Eisenbahndrehbrücke gebaut.

Restaurant Fifteen
Pakhuis Amsterdam, Jollemanhof 9
Tel. 0031 0900 343 83 36

www.fifteen.nl

Das «Fifteen» ist ein Ableger von Jamie Olivers «Fifteen» in London mit demselben sozialen Konzept:
15 bis 20 Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen erhalten die Chance auf eine hochkarätige Ausbildung. Untergebracht ist das Restaurant in einem sehr schönen alten Hafengebäude,
das Essen ist mediterran, die Preise sind moderat.

Restaurant Zwaantje
Berenstraat 12
Tel. 0031 20 623 23 73

www.zwaantje.demon.nl

Die niederländische Küche selbst hat es ja nicht bis in die weite Welt hinaus geschafft. Aber so schlecht ist sie gar nicht. Auf jeden Fall nicht in diesem traditionellen Restaurant im Quartier De Negen Straatjes, wo man zum Beispiel Leber mit Speck bekommt.

Trinken

Noorderlicht
NDSM-terrein TT Neveritaweg 33

www.noorderlichtcafe.nl

Erreicht man gratis und in wenigen Minuten mit der Fähre, die hinter dem Hauptbahnhof ablegt. Das «Noorderlicht» sieht aus wie ein gewaltiges Gewächshaus und ist einer der Hotspots in Amsterdam.

Envy/Vyne
Prinsengracht 381 und 411
Tel. 0031 20 344 67 07

www.envy.nl

Die beiden gestylten Lokale, die von den gleichen Leuten betrieben werden, reichen für einen gelungenen Abend: Apéro in der Weinbar Vyne, dann hinüber ins «Envy» ein paar von den kleinen Tellerchen leeren, zum Ausklingen wieder zurück ins «Vyne».

Paradiso
Weterinschans 6/8
Tel. 0031 20 626 45 21

www.paradiso.nl

Das wunderbare Konzerthaus mit den schönsten Räumen und den interessantesten Bands ist zu Recht eine Legende im Amsterdamer Nachtleben.

Shoppen

Code Gallery Store
Oudezijds Achterburgwal 121

www.code-mag.nl

«Code» ist eigentlich ein Modemagazin, das viermal im Jahr erscheint und auf niederländische Mode fokussiert. Im Gallery Store kann man nun manche der im Heft gezeigten Stücke ergattern. Ausserdem ist hier Mode von den Designern des Redlight-Fashion-Projekts erhältlich.

Droog
Staalstraat 7b

www.droog.com

Droog (das niederländische Wort für trocken, im Sinn von trockener Humor) ist mehr als ein Designladen. Die Objekte bewegen sich in der Schnittmenge von Design und Kunst. Das 1993 gegründete Projekt ist eine Plattform für niederländisches Design, und Ableger von Droog gibt es inzwischen auch in New York und Tokio.

Wella Warenhaus
Keizersgracht 300

www.wellawarenhaus.nl

Früher waren hier die Büros der Haarpflegefirma Wella, heute ist das «Warenhaus» ein Hotspot für junge Talente. Vor allem Mode und Accessoires, aber auch Möbel und Schmuck von einheimischen Designern finden den Weg in den Verkaufsraum, es gibt auch regelmässig Modeschauen und Veranstaltungen.

De Negen Straatjes

Das Quartier wird begrenzt durch die Singel- und die Prinsengracht, die neun Längsstrassen rund um die Wolvenstraat haben der Gegend den Namen gegeben. Hier findet man die interessantesten kleinen Läden, Bars und Restaurants.

Erkunden

Neue Architektur

Vorsicht, manche Stadtpläne enden mit dem Hauptbahnhof. Dabei prägen gigantische Neubauten das Hafengebiet der Stadt, die in den letzten Jahren entstanden sind. Also unbedingt eine ausgedehnte Architekturwanderung Richtung Java- und Borneo-Eiland und entlang von IJhaven einplanen.

Grachtenfahrt

Ja, das ist supertouristisch. Aber die einzige Möglichkeit, diese Stadt aus der Wasserperspektive zu sehen. Und das sollte man nicht versäumen.

Versteckte Schätze

Das Tourismusbüro gibt einen Führer namens «Verborgen Schatten» heraus, der voll ist mit Tipps für Leute, die tiefer in die Stadt eintauchen möchten. So findet man etwa die beinahe vergessene Hollandsche Manege (www.dehollandschemanege.nl), eine Reitschule von 1744 mit Sandplatz und dem untouristischsten Café der ganzen Stadt.

Anreise

KLM und Swiss fliegen Amsterdam direkt an, Infos auf www.klm.com und www.swiss.com. Ausserdem erreicht man Amsterdam mit dem Nachtzug. Pauschalreisen gibts zum Beispiel bei Hotelplan: 2 Nächte im Doppelzimmer im Hotel NH City Centre inklusive Frühstück und Bahnfahrt ab 445 Fr. pro Person (mit Flug ab 521 Fr.). Infos auf www.hotelplan.ch.

Die Redlight-Projekte

www.redlightfashion.nl
www.redlightdesign.nl
www.redlightart.nl
www.htnk.nl