Fiat 500 C

Text: Peter Ackermann
Fotos: Fotostudio annabelle

01. Juni 2010

Innert Sekunden hat annabelle-Testerin Nicole Ackermann ihr Herz an den Fiat 500 C verloren. Wissenschafter wissen weshalb.

Die Schlagzeilen vollführten Kapriolen: Liebe auf den ersten Blick! König der Herzen! Grosser Sieg für Italo-Zwerg! Schweiz fährt auf Fiat 500 ab! – Kaum ein Kleinwagen wurde je so hochgejubelt wie das Remake des Cinquecento bei seiner Markteinführung vor drei Jahren. Auch meinen Freundinnen und mir entweicht ein schwärmerisches Seufzen, als wir ihn zum ersten Mal sehen. «Das ist ein Herzensbrecher», sagt eine, und eine andere: «Das ist der bestaussehende Begleiter jeder Single-Frau.» Mir selbst erscheint er wie ein Glücksversprechen. Wo er gesehen wird, erntet er Zuspruch. Es ist schier unmöglich, ihn nicht sympathisch zu finden. Woran liegt das?

«An seiner Innenausstattung», sagt die SingleFreundin. «An einem biopsychischen Effekt», sagt Unternehmensberater Truls Thorstensen. Und der ehemalige Markenchef von Fiat, Luca De Meo, sagt: «An Mamma.»

Seine Mutter war es, die ihm vor Jahren das Versprechen abnahm, den Cinquecento wieder bauen zu lassen, falls er irgendwann Capo von Fiat werde. Als guter Junge gehorchte er seiner Mamma und lancierte am 4. Juli 2007 den Klassiker neu. Luca De Meo präsentierte das Remake genau fünfzig Jahre nachdem der erste Fiat 500 Nuova von der Rolle lief. Hatte der Zweisitzer in den Jahren des Wirtschaftswunders zusammen mit der Vespa Italien motorisiert, erobert der Viersitzer im Retro-Stil jetzt die Herzen nördlich der Alpen.

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