Kunst wohnt mit
Nach einer langen Schaffenszeit in New York lebt die Videokünstlerin Ursula Hodel wieder in Zürich. Mit ihrem Sinn für Ästhetik hat sie ihrer Stadtwohnung eine ganz eigene künstlerische Eleganz verliehen.
Im Oktober 2005 verliess Ursula Hodel das so kreative und inspirierende New York, um sich im beschaulichen Zürich einem neuen Lebensabschnitt zuzuwenden. «Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, in New York alt zu werden», sagt sie. Mit derselben exotischen Imagination, die ihre internationale Karriere als Videokünstlerin begründet hatte, widmete sich Ursula Hodel der Ausgestaltung ihrer Stadtzürcher Jugendstilwohnung. Schillernde Farben, dramatisch geschwungene Kurven und fliessende Linien geben Ton und Form an im Zuhause der Schweizer Künstlerin, das Exklusivität und lyrische Schönheit, aber auch Funktionalität und hohen Wohnkomfort vereint. Ein Meisterwerk, das in seiner bizarren Grandezza selbst schon wieder wirkt wie ein Produkt aus vergangenen Zeiten.
Der herrschaftliche Wohnsitz soll im Jahr 1870 am heutigen Standort des prominenten Griederhauses errichtet worden sein und wurde 1912 an die östliche Uferpromenade des Zürichsees nicht unweit des geschäftigen Seefeldquartiers verlegt. Malerisch anmutend, mit eisernen Toren versehen, erfolgt der Zugang zum Grundstück über eine symmetrisch angelegte Zufahrt. Ein architektonisches Glanzstück, das von prachtvollen Säulen gesäumt wird.
Mit unermüdlicher Eigeninitiative und viel Sorgfalt hat Ursula Hodel die etwas verblassten Räumlichkeiten renoviert und daraus ihr eigenes Kunstwerk geschaffen, auf das sie entsprechend stolz ist: «Der Aufwand hat sich gelohnt. Es ist die schönste Wohnung der ganzen Stadt.» Dabei wurde die ursprüngliche Gliederung der vier Meter hohen Räume beibehalten, das alte Fischgratparkett saniert und die aufwändig gearbeiteten Stuckdecken wurden originalgetreu restauriert, um ein Stück Vergangenheit des geschichtsträchtigen Hauses zu neuem Leben zu erwecken.
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