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Narbenpflege nach der Operation

Text: Niklaus Müller; Foto: Getty Images

Vor etwas mehr als einem Jahr war es so weit: Mein von Arthrose betroffenes Hüftgelenk musste raus und wurde durch ein künstliches ersetzt. Meine allererste Operation im Leben verlief gut, und schon am zweiten Tag konnte ich selbstständig duschen. Die etwa 15 Zentimeter lange Narbe war unter einem genialen Wabenpflaster wasserdicht verpackt und konnte so einige Tage zusammenwachsen. Erst in der Reha, fast eine Woche später, bekam ich ein neues Pflaster. Zwölf Tage nach der Operation war ich wieder zuhause und musste mich erstmals selber um die Narbe kümmern. Und da fing die Unsicherheit an … Sollte, müsste ich die Narbe irgendwie pflegen? Vom Chirurgen, der mich operiert hatte, wusste ich nur, dass die Narbe gut heile, und in der Reha hiess es, zuerst müsse die oberflächliche Wundheilung abgeschlossen sein, bevor man mit der Pflege beginnen könne.

Okay. Also liess ich die Narbe in Ruhe und klebte zum Schutz immer wieder ein Pflaster drauf. Dann, gut 14 Tage nach der Operation, wurden vom Hausarzt die Narbenklammern entfernt. Aber ausser einem Desinfektionsspray bekam ich keine weiteren Anweisungen zur Pflege. Ich fühlte mich ein wenig alleingelassen. Dabei ging es mir nicht darum, dass die Narbe möglichst schön und unsichtbar wird, sondern ich wollte einfach wissen, wie man sie am besten beim Heilen unterstützen kann. Natürlich habe ich darüber recherchiert, denn das ist ja mein Beruf. Nach einigen Wochen habe ich die Narbe dann so gepflegt, wie ich meine Haut auch sonst pflege: sanft reinigen, danach ein hyaluronsäurehaltiges Serum auftragen sowie etwas Narbensalbe. Sollte ich irgendwann wieder unters Messer müssen, werde ich mich ganz bestimmt vorher erkundigen, was ich für die Narbe tun kann, denn bei den meisten Ärzten scheint dies leider kein Thema zu sein.

Nach einer Operation kann man seine Narbe pflegen, sofern ...
– die Fäden oder Klammern bereits gezogen wurden
– die Narbe geschlossen ist
– die Narbe nicht mehr nässt
– die umliegende Haut gesund ist
– keine Störung in der Narbenbildung vorliegt

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