annabelle testet

Wow-Wimpern dank Extensions

Redaktion: Viviane Stadelmann, Julia Heim

Einen perfekten Augenaufschlag gleich nach dem Aufstehen und nie wieder verschmierte Wimperntusche? Das verspricht die semi-permanente Wimpernverlängerung. Wir haben die Behandlung getestet. 

Lange, dichte Wimpern – was die Kosmetikhersteller rund um den Globus durch schwarze Tusche versprechen, erhält Konkurrenz von etwas, das weit länger als einen Tag halten soll: semi-permanente Wimpernverlängerungen. Diese Extensions bleiben im Vergleich zu Kunstwimpern, die man nur einen Tag trägt, ungefähr drei bis vier Wochen haften. Das Einsetzen der Härchen wird dabei von geschultem Personal vorgenommen. Die Wimpern werden einzeln und präzis, knapp über dem Wimpernrand auf die eigenen Wimpern aufgesetzt und mit Kleber fixiert. Die semi-permanenten Wimpernverlängerungen wachsen mit den eigenen Wimpern heraus und fallen nach zwei bis vier Wochen einzeln ab. Wie lang die Wimpern haften bleiben, hängt von der eigenen Wimpernbeschaffenheit und der Pflege beim Auftragen und Entfernen von Make-up ab. Wird die Behandlung korrekt ausgeführt, werden die natürlichen Wimpern nicht beschädigt. Werden die Wimpern jedoch zu nah am Wimpernrand aufgesetzt, verkleben Sie mit der Haut und die eigenen Wimpern leiden darunter. 

Allergikerinnen sollten sich vor der Behandlung informieren, mit welchem Klebstoff das Studio arbeitet. Einige Produkte enthalten Formaldehyd, auf die viele Kundinnen allergisch reagieren können. Die meisten sind aber mit dem chemischen Inhaltsstoff Cyanacrylat angereichert und sehr gut verträglich. Formaldehyd kann dort in minimalen Mengen als Nebenprodukt im Lauf der Zeit entstehen, wird dem Produkt aber nicht zugefügt. Ausserdem gibt es speziell antiallergene Kleber. Bei professioneller Applikation sollte der Kleber die Lidhaut generell nicht berühren und deshalb auch keine Hautreizung verursachen. 

Tipps der Wimpern-Expertin

Demee Koch, Studio Unique Demee

  • Wimpern gibt es aus synthetisch hergestellten und aus natürlichen Materialien. Informieren Sie sich vorher, welche Wimpern das Studio verwendet. Ich verwende nur Härchen aus Fake-Nerz, manchmal Seide. Diese haben eine überzeugende Qualität und beschweren die Wimpern nicht. Es gibt aber auch Echthaare von Nerz und Zobel – diese würde ich aus Prinzip nie verwenden. 
  • Damit die Wimpern halten, sollten Sie 24 Stunden nach der Verlängerung kein Wasser, keine Kosmetikprodukte oder Schweiss an die Wimpern kommen lassen.
  • Das richtige Kosmetikstudio zu finden, ist wichtig. Nur eine geübte Hand kann die Wimpern präzis aufsetzen, so dass die Behandlung den eigenen Wimpern nicht schadet.
  • Sollte man einige Stunden oder Tage nach der Verlängerung ein Ziehen verspüren, unbedingt im Studio vorbeigehen und eine Korrektur verlangen. Dann wurden die Kunstwimpern zu nah am Wimpernkranz aufgesetzt und verkleben das Lid.
  • Ein gutes Studio will Ihnen nicht die längsten Wimpern andrehen, sondern achtet beim Auswählen der Wimpernlänge auf Augenform und Typ. Die natürlichsten Ergebnisse erzielt man, wenn man unterschiedliche Längen mixt. Auch die natürlichen Wimpern im inneren Auge sind nicht gleich lang wie in der Mitte des Wimpernkranzes.
  • Verzichten Sie am Morgen des Termins unbedingt auf jegliches Augen-Make-up. So haften die Kunstwimpern deutlich länger.
  • Verzichten Sie während des Tragens der Kunstwimpern auf Mascara. Sie ist absolut nicht nötig, und beim Abschminken werden Sie hängen bleiben und sich möglicherweise die Wimpern auszupfen.
Viviane Stadelmann

Die stellvertretende Online-Leiterin liebt die grenzenlosen Möglichkeiten der digitalen Welt. Sie schreibt besonders gern über die kleinen und grossen Absurditäten des Alltags, genauso wie über Mode, Literatur und Kunst.

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