Sonnengeküsst dank Selbstbräuner

Künstlich, aber dafür gesünder

Text: Olivia Goricanec; Bild: Pexels

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Sonnengeküsst aussehen kann man dank Selbstbräuner auch ohne gefährliche UV-Strahlen.

Hempitan Body Tan Water von Eco by Sonya
ca. 40 Fr. bei Greenlane

Alpha Beta Gradual Glow Pad for Face von Dr. Dennis Gross
ca. 55 Fr. bei Jelmoli

Tan-Selbstbräuner-Lotion für den Körper (abwaschbar) von Aussie Bronze
ca. 41 Fr. bei Biomazing

Natural Bronzer Selbstbräunungsmousse (Gesicht & Körper) 
von Garnier ca. 15 Fr. bei Manor

Super Soin Autobronzant Hydratant Visage von Sisley
ca. 135 Fr. bei Globus

Self Tanning Face Cream The Ritual of Karma
ca. 25 Fr. von Rituals

Addition Concentré Éclat von Clarins
ca. 35 Fr. bei Globus

Alternative zu einem Selbstbräunungsprodukt

Huile de Carotte von Melvita ca. 21 Fr. bei Manor 

Regelmässige Sonnenbäder begünstigen die Entstehung von Hautkrebs, UV-Strahlung lässt die Haut vorzeitig altern. Obwohl das keine schöne Aussichten sind, gehen viele Menschen trotzdem dieses Risiko ein, weil sie sich nach gebräunter Haut sehnen. Dabei gäbe es eine viel gesündere Alternative: Selbstbräuner.

Es gibt keine gesunde Bräune, das bestätigen alle Dermatologen. Daher sind Selbstbräuner die hautfreundlichste Variante, um braun zu werden. Inzwischen sind sie als Lotion, Schaum, Spray, Gel, Tücher oder auch als Wasser erhältlich. Selbstbräuner enthalten meistens die Bräunungsstoffe Dihydroxyaceton (DHA) oder Erythrulose respektive eine Mischung aus beiden Stoffen. Das sind einfache Zuckermoleküle, die in Verbindung mit Aminosäuren in der Hornschicht der Haut reagieren und zu einer Bräunung führen.

Während die Wirkung von DHA nach sechs bis acht Stunden einsetzt, braucht Erythrulose etwa zwei Tage. Dafür ist die Bräune durch Letzteres etwas langanhaltender. Im Vergleich zu sonnengebräunter Haut bleibt diese künstliche Färbung etwa fünf Tage bestehen, da die Selbstbräuner lediglich oberflächlich wirken. Grund ist die natürliche Ablösung der oberen Hautschicht, der Hautschüppchen. Für eine dauerhafte Bräune sollte man daher die Selbstbräuner regelmässig verwenden. Bei gewissen Menschen wirken Selbstbräuner jedoch nicht, weil ihnen die benötigten Eiweisse und Aminosäuren in der Haut fehlen.
Beim Zuckermolekül DHA ist die richtige Lagerung wichtig, da es sich unter starker Wärme-Einwirkung zersetzen und dadurch die Haut reizen kann. Selbstbräuner sollten nie der Hitze oder Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Dunkle oder kühle Plätze in der Wohnung sind ideal. Zu erkennen ist eine Zersetzung an einem säuerlich-stechenden Geruch. Sollte das Produkt unangenehm riechen, soll man es nicht weiter benutzen.

Wer lieber einen Selbstbräuner ohne DHA verwenden möchte, soll sich im Sortiment der Naturkosmetik umschauen. Gewisse sind DHA-frei, etwa das Produkt von Eco by Sonya oder Aussie Bronze. Und wer gar kein Selbstbräunungsprodukt verwenden will, kann für einen leicht gebräunten Teint auch Karottenöl verwenden. Mit seinem Carotin und Beta-Carotin hat das Öl auch noch einen zellschützenden, also antioxidativen Effekt. Es braucht eine Anwendung über mehrere Tage. Ob die Färbung der Haut natürlich wirkt, ist jedoch vom Hauttyp abhängig. Zum Testen am besten eine Stelle am Körper wählen. Ein zu empfehlendes Produkt wäre das Huile de Carotte von Melvita.

Wichtig: Selbstbräuner bräunen zwar die Haut, haben aber selbst keine Lichtschutzfunktion. Wer sich vor der Sonne schützen möchte, muss deshalb unbedingt zusätzlich ein Sonnenschutzprodukt auftragen.
 

Vorbereitung

  • Drei bis vier Tage vor dem Auftragen des Selbstbräuners sollte man die Haut gründlich peelen und gut eincrèmen. Ein besonderes Augenmerk gilt den trockenen Körperstellen (Ellbogen, Knie, Hände, Füsse). Je glatter die Haut, desto ebenmässiger wird die Bräune. An den darauffolgenden Tagen die Haut täglich eincrèmen.
  • 24 Stunden vor dem Auftragen allenfalls behaarte Körperteile wachsen oder rasieren. 
  • An einer Körperstelle das Selbstbräunungsprodukt ausprobieren und beobachten, wie die Haut darauf reagiert. Entspricht der Farbton dem Hautton?
  • Wenige Minuten vor dem Auftragen: einige Sekunden lang die Haut unter kaltes Wasser halten, damit sich die Poren schliessen und um Fältchen zu vermeiden.
  • Tipp: vor dem Aufträgen des Selbstbräuners grosszügig eine Feuchtigkeitslotion verwenden und abwarten, bis diese vollständig eingezogen ist.
     

Anwendung

  • Je nachdem eignet sich ein speziell dafür geeigneter Handschuh fürs Auftragen des Selbstbräuners.
  • Kleine Mengen auftragen, beginnend mit dem Gesicht. Sich Schritt für Schritt nach unten arbeiten und mit einer einzigen Schicht über die Hände und Füssen fahren.
  • Die Hände nach dem Auftragen gründlich mit Wasser und Seife waschen, um bräunlich verfärbten Handflächen vorzubeugen.
  • Je nach Produkt kann man für ein leichtes Ergebnis die Bräunungsformel unter die persönliche Feuchtigkeitspflege mischen. Eine graduelle Bräune ist vor allem für Menschen mit einem hellen Hautton geeignet.
  • Helle Kleidung sollte man sicherheitshalber nach der Anwendung vermeiden.
  • Falls ein kleines Missgeschick passiert, nicht in Panik geraten: Mit etwas Zitronensaft lassen sich die Fauxpas einfach korrigieren (Augenbrauen verfärben sich gern). Die Hautstellen sollten nach der Anwendung des Zitronensaftes gut befeuchtet werden.
     

Bräune erhalten

  • Die tägliche Feuchtigkeitspflege ist ein Muss.
  • Nach drei bis vier Tagen lohnt es sich, den gesamten Körper zu peelen, damit die Bräune gleichmässig verblasst.
  • Wer ins Schwimmbad oder Meer geht, sollte einen wasserdichten Sonnenschutz verwenden.

 

Prävention

Um unsere Haut vor den schädlichen Einflüssen der Sonnenstrahlung zu bewahren, ist es nötig, sie zu schützen. Der optimale Sonnenschutz hängt von der Intensität der UV-Strahlung, von der Art der Aktivität, von der Dauer des Aufenthalts an der Sonne sowie von der Sonnenempfindlichkeit der Haut ab.

Die Krebsliga Schweiz empfiehlt: 

  • Zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten bleiben
  • Sich mit Hut, Sonnenbrille und Kleidung schützen
  • Sonnenschutzmittel auftragen
  • Auch die künstliche UV-Strahlung erhöht das Risiko einer Hautkrebserkrankung. Von Besuchen im Solarium wird deshalb abgeraten.


Ausserdem: Wenn sich ein Muttermal deutlich von den anderen in Form und Farbe unterscheidet oder sich verändert, sollte es unbedingt medizinisch abgeklärt werden. Die Früherkennung des Hautkrebses oder von dessen Vorstufen ist entscheidend für eine erfolgreiche Therapie. 

Auf der Website der Krebsliga Schweiz kann man in deren Shop die Broschüre zum Thema Sonnenschutz (samt Tipps zur Beobachtung bei verdächtigen Hautveränderungen) kostenfrei durchblättern oder als Pdf herunterladen.

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