Heft 10/15

Sonnenschutz: Tipps und Produkte für die Haut

Redaktion: Niklaus Müller; Styling: Cati Soldani; Fotos: Karin Heer

Sonnenschutz: Tipps und Produkte für die Haut

Von Kopf bis Fuss auf Relaxen eingestellt: Beautytipps, neue Sonnenpflegeprodukte und coole Accessoires für einen ganzen Tag am Pool.

Morgen

Damit die Haut von Anfang an gut geschützt ist, wird der Körper gleich nach der Morgendusche mit einer Sonnenmilch oder einem Öl mit hohem Sonnenschutzfaktor eingerieben. Dabei nicht sparen: Zwei gute Esslöffel sollten es für den Körper sein. Praktischer ist ein Spray, damit kommt man auch an schwer zugängliche Stellen wie den Rücken. Auf das Gesicht wird nach der Reinigung zuerst ein Serum, dann ebenfalls ausreichend Sonnenschutz aufgetragen – Ohren und Nacken nicht vergessen! Die Haare kann man mit einem Sonnenhut bedecken oder mit einem UV-Schutz-Spray behandeln. Für einen frischen Teint empfiehlt sich zum Schluss eine getönte Tagescrème, eine BB- oder CC-Crème mit hohem Sonnenschutzfaktor. Wasserfeste Mascara und ein wenig Bronzingpuder vervollständigen den Beachlook.

Vormittag

Eintauchen, schwimmen und sich ein wenig auf dem Wasser treiben lassen – was gibt es Schöneres! Danach muss der Sonnenschutz erneuert werden, Hand- und Fussrücken sowie die Nase sind besonders exponiert und werden dick eingecrèmt. Bei besonders sonnenempfindlicher Haut helfen T-Shirt und ein Pareo, die UV-Bestrahlung zu vermindern. Sonnenbrille und -hut sind empfehlenswert – auch im Schatten (der beste Sonnenschutz sind immer noch Kleidung und Schatten). Wer einen fettigen Teint hat, verwendet mit Vorteil einen Sonnenschutz, der mattiert und keine Hautunreinheiten verursacht. Kinderhaut benötigt extrahohen Sonnenschutz, denn ihr Eigenschutzmechanismus ist noch nicht voll entwickelt, und 80 Prozent aller Sonnenschäden entstehen vor dem 25. Lebensjahr. Deshalb gehören die Kleinen in den Schatten, zusätzlich mit leichter Kleidung und guter Sonnenbrille.

Mittag

Auch wenn es gerade richtig gemütlich ist, die Wärme immer wohliger wird: Ab 11 Uhr sollte man sich bis 15 Uhr vor der Sonne in Sicherheit bringen, da dann die grösste Menge an gefährlichen UV-Strahlen auf die Haut trifft. In dieser Pause kann man zum Beispiel mit Fisch, Gemüse und Früchten zum Lunch den Körper mit Vitaminen und Antioxidantien dabei unterstützen, sich von innen gegen UV-Strahlung zu wappnen. Auch diejenigen, die schon gebräunt sind, sollten sich diese Siesta gönnen, denn die Haut kann höchstens einen Eigenschutz von Lichtfaktor 4 bis 6 aufbauen. Multipliziert man die Eigenschutzzeit mit dem Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzes, erhält man die Zeit, die man eingecrèmt in der Sonne verbringen kann, ohne sich zu verbrennen.

Nachmittag

Nach 15 Uhr ist die Luft am wärmsten, und das Wasser hat eine wunderbar angenehme Temperatur. Also nichts wie rein ins Nass. Vorher und nachher aber unbedingt den Sonnenschutz erneuern: Die Oberfläche des Wassers verstärkt und reflektiert die Sonnenstrahlen, und sogar einen Meter unter der Wasseroberfläche kommen noch bis zu 60 Prozent der UVB- und 85 Prozent der UVA-Strahlen an. Wieder im Trockenen, kann man bereits jetzt den wasser- und sonnenstrapazierten Haaren etwas Gutes tun: mit einer pflegenden Maske. Besonders empfehlenswert für trockenes und coloriertes Haar.

Abend

Nach dem Sonnentag haben Haut und Haare sanfte Reinigung und viel Pflege verdient – angefangen mit einem milden Duschgel, Shampoo und Conditioner. Danach crèmt man sich von Hals bis Fuss mit einem After Sun ein. Das gereinigte Gesicht kann man zuerst mit einem reparierenden Serum behandeln, anschliessend trägt man auch ein After-Sun-Produkt auf. Eine leichte Augencrème hilft, die Blinzelfältchen zu mindern, und versorgt die Partie mit Feuchtigkeit.

Sun Facts

— Ein schwarzes T-Shirt aus Baumwolle schützt besser vor UV-Strahlen als ein weisses.

— Sonnenschutzprodukte vom Vorjahr können je nach Haltbarkeitsdatum weiter verwendet werden. Wurde das Produkt ständig grosser Hitze ausgesetzt (zum Beispiel im Auto), kann die Wirkung beeinträchtigt sein.

— Auch an einem bewölkten Tag sollte man sich vor der Sonne schützen. Ein grauer Himmel reduziert die UV-Strahlung nur um etwa 20 Prozent.

— Je nach reflektierender Oberfläche (Sand oder Wasser) kann man auch an einem bewölkten Tag starker UV-Strahlung ausgesetzt sein.

— Auch bei einem Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (SPF) bräunt die Haut! Sie braucht dafür zwar mehr Zeit, die Bräune ist jedoch weniger schädlich und hält länger an.

— Da UV-Strahlen viele Materialien durchdringen und von manchen auch reflektiert werden, wird man selbst im Schatten braun.

— Die UVA-Strahlen sind für die Alterung der Haut verantwortlich. Sie dringen sehr tief in die Haut ein und zerstören dort die Struktur. Die UVB-Strahlen führen hingegen zur Bräunung und bei ungenügendem Schutz zum Sonnenbrand.

— Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl ist die Schweiz das europäische Land mit der höchsten Zahl von Hautkrebsfällen. Da die Tumore aber immer häufiger früh erkannt werden, hat sich die Zahl der Todesfälle trotz wachsender Bevölkerung seit den Achtzigerjahren kaum verändert.

Gesundheits-Check

Die Firma La Roche-Posay bietet in Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital Zürich einen kostenlosen Check auffälliger Muttermale an. Auf www.myskincheck.ch können noch bis 31. Mai 2015 Fotos von verdächtigen Muttermalen zur Begutachtung durch ein Dermatologen-Team hochgeladen werden. Die Site klärt über Sonnenrisiken auf und sensibilisiert für die rechtzeitige Früherkennung von Hautkrebs. Sie ersetzt aber in keinem Fall die notwendige Hautuntersuchung beim Dermatologen.

Niklaus Müller

Kosmetik und Schönheit haben den annabelle-Beautychef schon immer fasziniert. Aber auch andere schöne Dinge des Lebens interessieren den Basler: gutes Essen, Musik, Film und Reisen.

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