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So gelingt die neue Beauty-Routine

Text: Ursula Borer, Sophie Eggenberger, Olivia Goricanec; Illustrationen: Denise van Leeuwen

Tipps zur Beauty-Routine
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Wasser trinken! Das spendet der Haut Feuchtigkeit, soll die Konzentration steigern, kann Übergewicht vorbeugen und den Stoffwechsel aktivieren.

Lassen Sie sich beim Kauf von Pflegeprodukten gut beraten, denn weniger Beautyprodukte sorgen für weniger Hautirritierungen!

Ob beim Sport oder Saunagang: Schwitzen ist wichtig. Dadurch werden Giftstoffe ausgeschieden.

Mehr lachen, weniger Produkte verwenden, Füsse eincrèmen und immer mal wieder innehalten: 24 Beauty-Tipps, die wirklich etwas bringen.

Weniger ist mehr

Haare nur einmal pro Woche waschen

Tägliches Haarewaschen ist für das Haar und die Kopfhaut eigentlich nicht schädlich, solange Shampoo und Conditioner auf deren Bedürfnisse abgestimmt sind. Shampoos mit einem leicht sauren pH-Wert eignen sich für häufiges Waschen. Menschen mit feinem Haar tendieren dazu, es zu oft zu waschen, da es schneller fettig wirkt als dichtes oder gelocktes Haar. Achtung: Bei unpassenden Produkten kann zu häufiges Waschen die Talgproduktion erhöhen, und ein Teufelskreis beginnt. Besser: Das Haar nur ein- oder zweimal pro Woche waschen, mit Trockenshampoo das Waschen hinauszögern (wirkt wie Löschpapier und saugt überschüssigen Talg auf) und dafür wöchentlich eine Kur verwenden.

Gebrauch von Wattepads reduzieren

Falls man es sich zum Ziel gesetzt hat, im neuen Jahr nachhaltiger zu leben, sollte man auch im Badezimmer damit anfangen: Das Anpflanzen der Baumwolle, aus der Wattepads ja bestehen, braucht enorm viel Wasser. Um sich abzuschminken, kann man als Alternative zu Reinigungsöl greifen und für das Tonic waschbare Reinigungspads verwenden.

Badezimmerschrank entrümpeln

So eine Aufräumaktion im neuen Jahr kann guttun. Auch in unseren Badezimmerschränken sammelt sich über die Jahre einiges an. Zum Teil sind die Produkte sogar schon abgelaufen. Regel: Raus mit allem, was man in der täglichen und wöchentlichen Pflegeroutine nicht braucht. Und danach bewusster einkaufen.

Weniger Produkte benutzen

Zu viele Produkte zuhause? Eine Beratung über die passende Gesichtspflege kann helfen, sich durch den Produktedschungel zu kämpfen und sich auf wenige zu beschränken. Zu viele verschiedene Produkte können die Haut ausserdem unnötig irritieren.

Weniger Blu-ray-Strahlung

Der tägliche Konsum von Smartphone und Computer kann durch deren blaues Licht oxidative Schäden anrichten und somit die Hautalterung initiieren: Digital Aging. Man sollte bewusst bildschirmfreie Zeiten einlegen und, wenn möglich, das Blaulicht mit einem speziellem Filter (etwa Night-Shift-Modus) reduzieren oder Pflegeprodukte mit integriertem Blaulicht-Schutz benutzen.

Mehr ist mehr

Bewegung im Alltag

Der Mensch ist eigentlich ein Bewegungstier. Selbst im Schlaf bewegen wir uns drei- bis viermal pro Stunde, um den Blutkreislauf am Laufen zu halten. Wer im Alltag am Schreibtisch festsitzt, sollte alle zwanzig Minuten Bewegung einbauen. Auf die Toilette gehen, ein Glas Wasser holen oder kurz frische Luft schnappen. Sportmuffel erhöhen die Bewegung, indem sie die Treppe statt den Lift nehmen, eine Station früher aus dem Tram aussteigen oder zweimal am Tag fünf Minuten um den Block laufen. Gerade wer viel Gedächtnisarbeit erledigen muss, sollte sich strecken und recken oder einfache Yoga-Übungen machen. Denn: Je besser die Blutzufuhr im Gehirn, desto mehr wird es mit Sauerstoff und Glukose versorgt und ist somit leistungsfähiger.

Lachen ist gesund

Erschreckend, aber wahr: Erwachsene lachen lediglich 15- bis 20-mal am Tag, Kinder hingegen 400-mal. Bereits wenn die Mundwinkel zu einem Lächeln geformt werden, erhält das Gehirn die Botschaft, die Glückshormone Endorphin und Serotonin auszuschütten. Lachen fördert die Bildung des Wachstumshormons HGH, das für ein intaktes Immunsystem verantwortlich ist. Steht man unter Stress, wirkt Lachen entkrampfend auf unsere Muskeln. Es erweitert die Blutgefässe, fördert den Blutfluss und versorgt den Körper mit mehr Sauerstoff. Zudem verbessert Lachen das Gedächtnis, senkt den Blutdruck, lindert Schmerzen und stärkt die Verbindung von sozialen Kontakten. Heute schon gelacht?

Das Essen öfter kauen

Wer sein Essen herunterschlingt, tut sich keinen Gefallen. Optimalerweise sollte man einen Bissen 50-mal kauen. Die Speisen werden dabei in ihre Einzelteile zerlegt und können so vom Körper leichter aufgenommen und verdaut werden. Wer öfter kaut, hat weniger Verdauungsprobleme wie Sodbrennen, Blähungen oder Verstopfung. Kauen beschleunigt die Aufspaltung des Zuckers, der so schneller in die Zellen gelangen kann und die Insulinausschüttung ankurbelt. Ausserdem steigert vielfaches Kauen die Durchblutung im Kopf und wirkt sich positiv auf das Nervensystem und den Stressabbau aus. Studien haben gezeigt, dass man allein durch längeres Kauen pro Jahr bis zu zehn Kilogramm abnehmen kann. Das Sättigungsgefühl tritt erst nach etwa 15 Minuten ein. Wer öfter kaut, kann in dieser Zeit weniger essen und fühlt sich trotzdem satt.

In den Bauch atmen

Die richtige Atmung kann im Körper viel bewirken. Sie kann Schmerzen lindern, Verdauungsstörungen beheben und das Gehirn stärken. Je besser die Zellen nämlich mit Sauerstoff versorgt sind und je effektiver der Abtransport von Giftstoffen abläuft, desto stärker und gesünder fühlen wir uns, körperlich und geistig. Eine optimale Sauerstoffaufnahme wird aber vor allem dann garantiert, wenn man tief in den Bauch atmet. Im Alltag kann man sich beispielsweise mithilfe von Post-its immer wieder daran erinnern.

Wasser trinken

Täglich genügend Wasser zu trinken ist nicht umsonst ein altbewährter Tipp. Wasser spendet der Haut Feuchtigkeit, soll die Konzentration steigern, kann Übergewicht vorbeugen und den Stoffwechsel aktivieren. Wem es in seiner natürlichen Form nicht schmeckt, kann Pfefferminze, Beeren oder Zitrusfrüchte beifügen. Eine hübsche Wasserflasche oder Karaffe auf dem Schreibtisch kann ausserdem motivierend wirken.

Pampering

Maske für Gesicht & Haare

Stundenlang liegt man auf dem Sofa, schaut Netflix, surft im Internet oder träumt vor sich hin, zehn Minuten für eine Gesichts- oder Haarmaske einzuplanen, scheint dann aber doch zeitlich schwierig zu sein. Dabei ist die wöchentliche Extra-Pflege für Haut und Haar besonders wichtig. Unser Vorschlag: Zeit aktiv nutzen und zum Beispiel beim «Narcos»- Schauen eine Maske einwirken lassen (kann man übrigens auch wunderbar selber machen).

Füsse eincrèmen

Sie tragen uns durchs Leben, und doch scheint man ihnen weniger Beachtung als dem Gesicht oder dem übrigen Körper zu schenken: den lieben Füssen. Um Hornhaut und trockenen Füssen entgegenzuwirken, crèmt man sie am Abend vor dem Schlafengehen ein – am besten mit einem fettenden Produkt – und zieht gleich Baumwollsocken an. Im Sommer wird man für seine babyweichen Füsschen dankbar sein.

Bad

Ein warmes Bad entspannt, regt den Organismus an und entlastet das Immunsystem. Das Blut verteilt sich anders und gelangt verstärkt in Lunge und Herz. Die Niere scheidet vermehrt Flüssigkeit aus. Baden sollte man allerdings nicht zu warm (um 38 Grad) und nicht zu lang (maximal 15 Minuten). Ausserdem bitte langsam aus der Wanne steigen wegen des Kreislaufs und die Haut danach von Kopf bis Fuss mit Crème oder Öl verwöhnen.

Massage

Ob vor dem Computer oder dem TV: Wir sitzen viel, zu viel. Fehlhaltungen werden eingenommen, es kommt zu Verspannungen, Schmerzen und Unwohlsein. Um diese zu lösen, kann man zwischendurch mit einer Blackroll (oder einem Tennisball) durch langsames Hin- und Herrollen die Verklebungen und Triggerpunkte am Körper massieren. Oder sich zwischendurch eine professionelle Massage gönnen. 

Detox

Wechselduschen

Warm-Kalt-Duschen ist eine vereinfachte Form der Hydrotherapie von Kneipp. Die abwechselnde Verengung und Erweiterung der Blutgefässe wirken sich positiv auf Immunsystem, Stoffwechsel, Kreislauf, Wärmeregulierung, Herz und unsere Laune aus. Erst heiss duschen, anschliessend auf kalt stellen und herzfern mit der Aussenseite des rechten Beins beginnen, mit der Innenseite fortfahren. Dann folgen linkes Bein, rechter und linker Arm. Zum Schluss kurz Brust, Bauch, Nacken und Gesicht abduschen. Gerade Morgenmuffel sollten den inneren Schweinehund überwinden und morgens auf Wechselduschen umstellen. Der Partner wird es einem danken.

Ölziehen

Die ayurvedische Lehre bedient sich des Ölziehens, einer alternativen Entgiftungskur, bei der der Mund täglich zehn bis zwanzig Minuten mit kaltgepresstem Sesam-, Sonnenblumen-, Kokos- oder Olivenöl gespült wird. Ausspucken, gründlich mit warmem Wasser nachspülen und Zähne putzen. Diese Methode soll zur Stärkung der Zähne, des Zahnfleisches und des Kiefers beitragen. Ausserdem wird durch die entgiftende und antibakterielle Wirkung des Ölziehens der Organismus entlastet, was sich ebenfalls auf andere Bereiche positiv auswirken soll (Magengeschwüre, Kopfschmerzen, diverse Organ-Erkrankungen). Ausprobieren und schauen, ob es wirkt.

Handy desinfizieren

Smartphones sind zu ständigen Begleitern geworden, liegen während des Essens auf dem Tisch, werden auf der Toilette benutzt. Auf den Bildschirmen tummeln sich unzählige Keime, Bakterien und Pilze, was für Menschen mit schwachem Immunsystem oder bei Erkältungswellen zu einer erhöhten Infektionsgefahr führen kann. Da die meisten Keime über die Hände auf das Gerät gelangen, ist regelmässiges Händewaschen Pflicht. Hygienesprays (ohne Alkohol) oder Glasreiniger entfernen am besten die Störenfriede von der Oberfläche. Wattestäbchen und Zahnstocher sind für kleinere Öffnungen hilfreich.

Beauty-Utensilien reinigen

Die Reinigung von Make-up-Pinseln, Pinzetten, Bürsten und Co. wird leider häufig vergessen. Dabei lagern sich dort Reste von Crèmes, Farbpigmenten, Hautschüppchen und Staub ab. Diese Reste erschweren nicht nur eine einwandfreie Verwendung der Kosmetika, sondern sie sind auch ein Nährboden für Bakterien (Hautunreinheiten und  -reizungen!). Kämme und Bürsten können mit etwas Shampoo gereinigt werden, Letztere trocken föhnen oder auf die Heizung legen (sonst Schimmelgefahr). Pinzetten sind mit einem mit Alkohol getränkten Wattepad zu desinfizieren. Pinsel können mit eigens dafür vorgesehenen Reinigungsmitteln oder mit Babyshampoo geputzt und auf ein sauberes Handtuch zum Trocknen gelegt werden.

Peeling

Die oberste Hautschicht erneuert sich etwa alle 28 Tage. Mit einem Gesichts- und Körperpeeling kann man diesen natürlichen Prozess unterstützen. Peelings tragen zu einer porentiefen Reinigung der Haut bei, sie entfernen abgestorbene Hautschüppchen, die Durchblutung wird durch die Massage mit den kleinen Peeling-Partikeln angeregt. Die Haut fühlt sich danach weich an und ist besonders aufnahmefähig für Pflegeprodukte.

Schwitzen

So lästig Schwitzen im Alltag sein mag, so wichtig ist es für die Regulierung der Körpertemperatur und für unseren ganzen Organismus. Ob beim Sport oder Saunagang, durch das Schwitzen werden Giftstoffe und Talg durch die Poren an die Hautoberfläche befördert und ausgeschieden. Unser Stoffwechsel kommt somit wieder ins Gleichgewicht. 

Alltägliches

Sonnenschutz auf Gesicht, Hals, Décolleté und Hände

Wem sowohl seine Gesundheit, als auch sein Äusseres wichtig ist, sollte stets einen genug hohen Sonnenschutzfaktor auftragen (beim Skifahren und im Sommer SPF 50). Bis zu 80 Prozent der Alterszeichen lassen sich auf die UVA-Strahlen des Sonnenlichts zurückführen. Das gilt übrigens auch für Schlechtwettertage. Am besten eine Crème mit mineralischen Filtern und ohne Nano-Partikel wählen.

Reinigung morgens und abends

Nein, nur etwas kaltes Wasser auf das Gesicht zu spritzen, genügt am Morgen leider nicht, und ja, auch wenn man tagsüber kein Make-up trägt, sollte die Haut am Abend porentief gereinigt werden. Weshalb? Die morgendliche Reinigung ist wichtig, weil sich die Haut nachts von der täglichen Hautbelastung erholt und Giftstoffe ausscheidet. Ausserdem ist die Talgproduktion rund um die Uhr aktiv. Und damit die Haut nachts gut arbeiten kann, muss am Abend der ganze Dreck weg.

Das Haar bürsten

Anders als einst Kaiserin Sisi verfügen die meisten nicht über Zofen, die einem das Haar täglich 100-mal durchkämmen, trotzdem ist tägliches Bürsten zu empfehlen. Es gibt nämlich keine bessere Haarpflege als den eigenen Talg. Dieser wirkt rückfettend und bietet Schutz vor Bakterien, Viren, chemischen Einwirkungen und UV-Strahlung. Bürsten befreit von Schmutz, regt die Durchblutung der Kopfhaut an und macht die Haare glänzend. Über die Kopfhaut werden nach den Füssen am zweitmeisten Giftstoffe aus dem Körper ausgeschieden. Besonders Allergiker sollten in der Pollensaison die Haare kräftig bürsten. Grundsätzlich gilt: Bürste regelmässig waschen!

Innehalten

Der Wecker muss nicht um vier Uhr morgens gestellt werden und es ist auch keine Reise ins tiefste Indien dafür nötig: Zum Innehalten, tief durchatmen und ganz bei sich sein. Ziel ist es, sich täglich wenige Minuten eine Auszeit zu nehmen. Ob es sich dabei um zwei, fünf oder zehn Minuten handelt und ob man das am Morgen im Bett, auf der Toilette, am Arbeitsplatz oder beim Pendeln macht, ist jedem selbst überlassen. Hauptsache: bewusst (kurz) abschalten.

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