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Neumond im Skorpion: Uns erwartet die eine oder andere Enthüllung

Text: Alexandra Kruse; Bild: Unsplash

Die neue Mondphase steht ganz im Zeichen der Wahrheit. Heisst: Eventuell wird es zu Enttäuschungen kommen. Das ist nicht angenehm – aber wichtig.

Es gab eine Zeit, in der ich noch Schnaps trank (eine Praxis, von der ich mich schon vor Jahren verabschiedet habe, was ich durchaus manchmal bereue, aber als wirksame Massnahme der Selbstliebe wirklich sehr umarme). Jedenfalls hiess es da in guten wie in schlechten Bars, am frühen Morgen und am späten Abend: «Einer geht noch.» Und so ist es auch. Einer geht noch. In diesem Fall: ein Neumond. Der vorletzte in diesem Schicksalsjahr. Knapp zwei Perioden noch und 2020 ist vorbei. Mit der Hoffnung auf bessere Zeiten.

Die neue Mondphase, die am Sonntagmorgen, am 15. November um 6.07 Uhr, im Zeichen des transformativen Skorpions geboren wird (und bis zum 14. Dezember, dem nächsten und letzten Neumond des Jahres, dauert), steht ganz im Zeichen der grossen Enthüllung. Also im Zeichen der Wahrheit – was sich mit vielen Diskussionen, Kämpfen und Auseinandersetzungen ausdrücken kann, wird und muss.

Das Ende einer Täuschung

Gnade uns Gott oder wer auch immer sich zuständig fühlt. Sicher ist, dass das eine oder andere gut beschütze Geheimnis ans Licht kommen wird, auf kollektiver und persönlicher Ebene. Wir dürfen an dieser Stelle nicht vergessen, dass die Enttäuschung, also die Ent-Täuschung, das Ende einer Täuschung ist. Und nichts so wertvoll ist wie die Essenz. Es ist an der Zeit, sich endgültig von Vorstellungen zu verabschieden, die einzig und allein unserem Ego gedient haben.

Merkur, unser Kommunikationsplanet und zackiger Götterbote, steht wie die Sonne und der Mond im Skorpion und wirft ein knallhartes Licht auf unsere Handlungsweisen und verborgenen Motivationen. Alles, was schlicht nicht mehr im Einklang mit dem grossen Ganzen, den kosmischen Regeln und den höheren Gesetzen unserer Zeit ist, wird sich langsam, aber sicher verabschieden. Für alles, was jetzt nicht klappt, verloren geht, sein Ende findet, gibt es einen Grund, auch wenn er für uns im Dunklen liegen mag. In skorpionischen Tiefen verborgen.

Loslassen, Klappe die Tausendste

Der Planet des Zeichens Skorpion ist der Pluto – und Pluto wiederum der Herrscher über die Unterwelt (und nein, ich diskutiere an dieser Stelle nicht, warum es eine Unterwelt geben könnte und was dann mit der Oberwelt ist und ob das nicht irgendwie wertend ist – es handelt sich schlicht um den Versuch, eine Form der Ordnung ins Chaos zu bringen).

Der Planet Pluto jedenfalls steht für den Wandel, den Neubeginn, unsere tiefsten Ängste sowie für Manipulation und Macht. Er bringt die dunkelsten Seiten im Menschen zum Vorschein und hilft, immer wieder die Kraft für einen Neubeginn zu finden. Die totale Transformation. Loslassen, Klappe die Tausendste.

Bye, Passiv-Agressivness

Dazu kommt noch, dass der Mars, der Kraftprotz, in seinem eigenen Zeichen, dem Widder, endlich wieder direktläufig wird und somit der Passiv-Aggressivness, die in den letzten Monaten in der Luft lag, ein Ende setzt. Dieser Prozess setzt jede Menge Kraft in alle Richtungen frei. Und die sollten wir auch nutzen.

Denn am 30. November findet eine sehr wichtige Mondfinsternis statt, der man im besten Fall aufgeräumt und mit grösstmöglicher Klarheit begegnet. Wer seinen Wunschzettel schon geschrieben hat, schickt ihn also JETZT ans Christkind. Und Achtung, bitte sehr, sehr genau formulieren und immer in der Gegenwartsform.

Baden und Fensterputzen

Was sonst noch zu tun ist? Man könnte ein dreistündiges Bad nehmen – Skorpion ist immerhin ein Wasserzeichen (ich bin der Meinung, dass man für Badesalze und -öle gar nicht genug Geld ausgeben kann. Badesalz ist definitiv die neue Duftkerze!). Oder ein Fenster putzen und so für Klarheit sorgen und sich dann direkt wieder hinlegen.

Wir befinden uns in einem kollektiven Re-Birth-Prozess – da ist es total okay, auch mal ein paar Tage auf dem Boden zu verbringen und nichts zu tun, ausser seine innere Freiheit zu finden und sich von Zwängen, Schuld und Scham zu befreien. Und bloss keine Erwartungen haben. Noch mal: Alles, was jetzt zu Ende geht, macht lediglich Platz für etwas viel Besseres, das vielleicht noch irgendwo verborgen liegt. Auch wenn das manchmal schwer zu glauben und noch viel schwerer zu akzeptieren ist.

Es wird andere Zeiten geben. Wir werden alle wieder tanzen. Versprochen.

Der Song zur Mondphase:

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