A Digital Girl in a digital World

Lohnt sich das neue iPhone 12 Pro? Wir haben es getestet

Test: Kerstin Hasse; Foto: Kerstin Hasse, Apple 

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Kerstin Hasse hat das neue iPhone 12 Pro getestet

Die Perspektive machts aus:

Die Weitwinkellinse ist einer der grossen Plusspunkte beim iPhone 12 Plus im Vergleich zum günstigern iPhone 12. Ich finde, man kann die Linse gut gebrauchen, zum Beispiel beim Schaukelspass in Adelboden. 

Nachtmodus on:

Ebenfalls in den Bergen konnte ich diesen schönen nächtlichen Schnappschuss machen. Aus dem Aussenpool heraus. Bildstabilisierung war also nötig. 

Der Porträtmodus:

Ich bleibe für diese Testreihe beim Bergzauber: Der Porträtmodus ist natürlich weiterhin Teil der iPhone-Kameratechnik. Kann man auch prima bei Kühen anwenden. 

Apple hat vier neue iPhone-Modelle auf den Markt gebracht. Lohnt sich die Investition? Wir haben das iPhone 12 Pro getestet. 

Eigentlich hatte das iPhone 11 Plus schon alles, was ich brauchte: Es war hübsch, handlich, das 3-Linsen-System überzeugte und vor allem die Bildschirmqualität begeisterte mich. Wenn ich also das neue iPhone 12 nicht hätte testen dürfen – ich weiss nicht, ob ich gewechselt hätte. Obwohl die Palette an Optionen selten so gross war wie in diesem Jahr. Gleich vier verschiedene Modelle hat Apple auf den Markt gebracht: Neben dem iPhone 12 Pro, das grössere iPhone 12 Max, das kleine iPhone 12 Mini und das etwas günstigere iPhone 12.

Ich wähle für meinen Test das iPhone 12 Pro – und unterziehe es dem direkten Vergleich mit seinem Vorgängermodell iPhone 11 Pro – dem für mich fast perfekten Smartphone. 

Links das neue iPhone 12 Pro, rechts das iPhone 11 Pro

Ladekabel

Mit der neuen iPhone-12-Reihe hat Apple auch ein neues Ladesystem lanciert: Mit dem Apple Magsafe-Kabel, das man für 45 Franken dazu kaufen kann, lässt sich das Gerät über eine Dockingstation praktisch kabellos laden. Dieses zusätzliche Gadget ist nicht gerade günstig – vor allem, wenn man den passenden Adapter noch für 20 Franken dazu kaufen muss. Die Investition lohnt sich meiner Meinung nach – weil mich das Ladekabel sonst vor allem abends im Bett stört (ja, ich weiss, ich sollte vor dem Schlafen gehen nicht mehr auf mein Handy starren, call it déformation professionnelle).

Mit dem Magsafe kann ich das iPhone während des Ladevorgangs nutzen – ohne dass mir ein lästiges Kabel im Weg ist. Hübsches Detail: Die passenden Magsafe-Hüllen von Apple (ab 55 Franken) kommen in bunten Farben daher. Sobald das Handy in der Hülle liegt, erscheint eine Display-Animation in der passenden Farbe. Tut nix zur Sache, sieht aber schön aus.

Der Punkt geht an das iPhone 12 Pro.

Akku-Kapazität

Die Laufzeit des Akkus ist solid, mehr als ein Tag reicht der Akku nicht, aber das war schon beim iPhone 11 Pro nicht anders. Nach wie vor bin ich begeistert vom Stromsparmodus und der Tatsache, dass sich auch noch mit 2 Prozent Akku allerhand Arbeit erledigen lässt.

Gleichstand.

Das Design

Apropos hübsches Design: Das iPhone 12 kommt kantiger und flacher daher, es erinnert an das iPhone 4, das ja eine grosse Fangemeinschaft hat. Ich persönlich mochte das curvy iPhone 11 lieber, aber das ist Geschmackssache. Was mir gefällt, ist die neue Farbe Pazifikblau. Die wirkt elegant und beruhigend – und wenn wir in diesem Jahr etwas brauchen können, dann ist es ein beruhigendes Blau.

Ich finde: Auch hier herrscht Gleichstand.

Der Nachtmodus

Der Nachtmodus war die grosse Revolution, die Apple im letzten Jahr lancierte. Dieser Nightmode wurde nun noch verbessert und ist auch mit der Ultraweitwinkellinse verfügbar. Ausserdem erscheint mit iOS14 ein Fadenkreuz in der Mitte des Bildschirms. Das hilft dabei, das Handy einigermassen ruhig zu halten. Das Resultat kann sich sehen lassen, finde ich: 

Vollmond über Zürich: Eingefangen mit der Weitwinkellinse und dem aktivierten Nachtmodus des iPhone 12 Pro.

Die Weitwinkellinse sehen einige Leute als überflüssig an, ich habe noch immer ultra viel Spass daran. Egal ob als Video oder Foto: Die Bilder erhalten eine gewisse Dramatik.

Weitwinkel-Waldspektakel in Adelboden.

Der Punkt geht an das iPhone 12 Plus.

Fazit: Punktestand: 4 zu 2 für das iPhone 12 Pro

Das iPhone 12 Plus kann den Qualitätsstandard des letzten Modells halten – und sogar noch verbessern. Wer ein älteres Modell zuhause hat, wie zum Beispiel das iPhone 8, und sich ein Upgrade überlegt, kann mit dem iPhone 12 Pro einen ordentlichen Fortschritt machen – allein die vereinfachten Ladefunktion wird begeistern. Wenn schon neu, dann richtig, oder? Wer sparen will, kriegt aber auch mit dem iPhone 11 (ab 649 Franken) ein wirklich gutes Modell. 

Ob man nun das iPhone 12 (ab 939 Franken mit 128 GB Speicherplatz) oder das knapp 200 Franken teurere iPhone 12 Plus (1129 Franken) wählt, ist eine Frage des Budgets – und der Gadget-Affinität. Wer sehr gern fotografiert, sollte sich die Weitwinkel-Kamera gönnen. Das etwas simpler aufgebaute iPhone 12 bietet aber eine attraktive Preis-Leistungs-Alternative. 

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