Zürcher Wienachtsdorf

Vom Montagsmarkt zum Wienachtsdorf: Interview mit Katja Weber

Redaktion: Silvia Princigalli

Vom Montagsmarkt zum Wienachtsdorf: Interview mit Katja Weber
Vom Montagsmarkt zum Wienachtsdorf: Interview mit Katja Weber
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Vom 19. November bis zu Heiligabend verwandelt sich der Zürcher Sechseläuteplatz in ein traumhaftes Wienachtsdorf

Montagsmarkt-Macherinnen und Veranstalterinnen des diesjährigen «Zürcher Wienachtsdorf» auf dem Sechseläuteplatz in Zürich: Vania Kukleta und Katja Weber

Am 19. November eröffnet erstmals das Zürcher Wienachtsdorf auf dem Sechseläutenplatz beim Bellevue. Das Konzept stammt von den Montagsmarkt-Macherinnen Katja Weber und Vania Kukleta. Wir haben Powerfrau Katja Weber zum Interview getroffen.

Vom 19. November bis zu Heiligabend gastiert das erste Zürcher Wienachtsdorf auf dem neu gestalteten Sechseläutenplatz. Nach der letztjährigen Unterbrechung, ist es der erste Weihnachtsmarkt, der sich in einem solchen Rahmen präsentiert. Erwartet wird um und in den 100 Hütten nicht nur ein Weihnachtsmarkt der traditionellen Klasse, sondern ein Ort, der Weihnachtsromantiker sowie Gourmetbegeisterte zusammenbringen soll.

Programm für jeden Geschmack

Neben zahlreichen Ständen mit kulinarischen Gaumenfreuden, modernen Designprodukten und traditioneller Handwerkskunst sorgt ein abwechslungsreiches Programm für weihnachtliche Stimmung. Märli-Erzählerin Andrea-Fischer entführt beispielsweise in fremde Winterwelten, Varieté-Künstler Gilbert und Oleg sorgen mit Zaubertricks für Unterhaltung und das Opernhaus kümmert sich um die musikalische Finesse. Als grosses Spektakel ist eine Kunsteisbahn mit integrierter Eisstockschiessbahn geplant. Ein Streichelzoo und ein Besuch vom werten Nikolaus sind ebenfalls angesagt.

Ein Konzept, das sich sehen lassen kann und welches von den Gründerinnen des Montagsmarktes erschaffen wurde – Katja Weber und Vania Kukleta. Die beiden Veranstalterinnen sind kein unbeschriebenes Blatt in der Zürcher-Event-Landschaft. Seit sieben Jahren verwandelt das Duo urbane Orte temporär in bunte Plattformen. Die Initiantinnen des Mercatino Rimini, Heiliger Bimbam und Street Food Festival konnten sich somit erfolgreich gegen gut ein Dutzend Bewerber des Grossprojekts am Sechseläuteplatz durchsetzen. Wir haben Katja Weber kurz vor der Eröffnung des Zürcher Wienachtsdorf zum Interview getroffen.

annabelle: Katja Weber, was steckt hinter dem Konzept Montagsmarkt?
Katja Weber: Vanja und ich bieten unter dem Label Montagsmarkt in verschiedenen Bereichen Plattformen an, die kreative Köpfe, wie junge Designer und Künstler, etablierte Labels, Vintageliebhaber sowie Produzenten, zusammenbringen sollen.

Warum der Name Montagsmarkt?
Unser erstes gemeinsames Projekt war der «Montagsmarkt im Rimini in Zürich. Wir fanden das Konzept des Marktes in seiner Ursprungsform schon immer spannend. Unser erster Flohmarkt-Standort fiel dann auf die Freiluftbar Rimini, wo wir den Montag zur Verfügung gestellt bekamen. Wie sich herausstellte, war der Montag gar kein schlechter Tag, weil dieser meist unbelegt bleibt und deshalb als Veranstaltungstag total unterschätzt wird.
Nach einigen Konzept-Flohmärkten im Rimini folgten im Raum Zürich Märkte auf der Fritschiwiese, im Gerolds Garten und letztendlich zur Weihnachtszeit der Heilige Bimbam in der Maag-Halle und im Plaza Klub. Weil wir mit der Durchführung dieser Veranstaltungen bei den Besuchern auch immer mehr das Bedürfnis nach einer kulinarischen Plattform bemerkten, brachten wir letztes Jahr das erste Street Food Festival in Gang.

Wie kommt es, dass Sie nun das Grossprojekt am Sechseläuteplatz auf sich nehmen und ein ganzes «Wienachtsdorf» erschaffen?
Wir haben verschiedene Ansätze. Eigentlich wollten wir schon vor sechs Jahren einen Weihnachtsmarkt beim Bellevue veranstalten. Leider wurde unsere Blindbewerbung damals nicht angenommen. Wir hatten dann Glück im Unglück und so ist folglich der Heilige Bimbam entstanden. Diese Jahre zwischen damals und heute hat es vermutlich auch gebraucht. Wir konnten viel Erfahrung sammeln und uns ein grosses Netzwerk an Ausstellern aufbauen. Mit diesem Erfahrungswert stehen wir nun für das «Zürcher Wienachtsdorf» auf festem Boden.

Wie hebt sich Ihr Wienachtsdorf von anderen Weihnachtsmärkten ab?
Ich kenne vor allem die Weihnachtsmärkte in Süddeutschland und finde, im Vergleich, die Märkte in der Schweiz mehrheitlich zu klein. Der Ort am Bellevue ist dafür perfekt: Der grosse Sechseläuteplatz bietet genug Raum, im Hintergrund die Kulisse des Opernhaus verleiht weihnachtlichen Glanz und die Tatsache, dass wir uns direkt im Zentrum der Stadt befinden, macht den Markt besonders gut erreichbar für Besucher. Mit dem Zürcher Wienachtsdorf wollen wir aber nicht nur einen romantisch-verzauberten Weihnachtsmarkt schaffen, sondern eine Stadtoase, die während der grauen Jahreszeit kurz vor Weihnachten Menschen inspiriert, anzieht und zusammenbringt.

– Weitere Informationen zum Zürcher Wienachtsmarkt auf montagsmarkt.ch/sechselaeutenplatz.

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