Event-Tipps

Was Sie im Oktober erwartet

Text: Miriam Suter

Was Sie im Oktober erwartet

Im Oktober lassen wir uns am Fernweh-Festival in fremde Welten entführen und entdecken neue und altbekannte Kunst in Schweizer Museen. In unserem Veranstaltungskalender finden Sie ausgewählte Tipps aus der Redaktion. 

NETZWERKEN & DISKUTIEREN

17. Oktober

Frauenförderung ist das Wort der Stunde. Unternehmen aller Branchen bemühen sich um Genderdiversität – doch was tun die Medienhäuser und Chefredaktoren für ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis? Der Verein Medienfrauen Schweiz nimmt Männer in Führungspositionen in die Verantwortung und stellt kritische Fragen. Aus dem Frauenthema von einst soll ein Männerthema der Gegenwart werden. Auf dem Podium im Zürcher Karl der Grosse diskutieren Eric Gujer, Chefredaktor der NZZ, und Christian Dorer, Chefredaktor der «Aargauer Zeitung». Moderiert wird das Gespräch von der Journalistin und Slampoetin Marguerite Meyer.
hier gehts zur Facebook-Veranstaltung

ZUR HELDYN WERDEN

22. Oktober

Hinter dem Berner Modelabel «Heldyn» stehen Nicole Hasler und Kathrin Däniker. Unter dem Motto «Look good!» bieten die beiden in ihrem Atelier an der Kramgasse von 11 bis 16 Uhr die Möglichkeit, die «Heldyn»-Mode kennenzulernen und sich von einer Visagistin professionell schminken zu lassen. Eine Fotografin wird das Ergebnis festhalten – eine wunderbare Möglichkeit für alle, die etwa ein neues Bewerbungsbild brauchen oder einfach eine schöne Erinnerung mit nach Hause nehmen wollen.
– mehr Informationen auf heldyn.ch

KUNST & THEATER

2. Oktober bis 1. Januar 2017

Was auch immer die New Yorker Künstlerin Roni Horn anfasst – es kann nicht anders, als sich ihrem Willen zur Poesie zu unterwerfen. Das erlebt man jetzt in der Basler Fondation Beyeler. Ausgehend von «The Selected Gifts», einem Fototagebuch persönlicher Dinge, die Horn in den letzten vierzig Jahren geschenkt bekam, erkundet sie die Vielfalt von Identität und die Konstruktion von Erinnerung. Zauberhaft! 
– Roni Horn, Fondation Beyeler, Riehen BS, fondationbeyeler.ch

2. Oktober bis 22. Januar 2017
 

Dieses herzige Zottelwesen zwischen Teddy und Clown stammt aus einer Reihe extrem selten gezeigter Kopfgeburten des berühmten Amerikaners Jackson Pollock. 
– Der figurative Pollock, Kunstmuseum Basel, 2. 10. bis 22. 1. 17,  kunstmuseumbasel.ch

6. bis 16. Oktober

Das Bundesamt für Kultur hat die schönsten Schweizer Bücher des Jahres 2016 gekürt. Mit dabei sind etwa der Bildband «30 ans à Paris» von Jean-Paul Felley und Olivier Kaeser oder das Buch von Gina Bucher über die Geschichte des Zürcher Modelabels Thema Selection (annabelle.ch hat hier darüber berichtet). Die Gewinner werden nun in der Kunsthalle Basel ausgestellt.
– mehr Informationen auf swissdesignawards.ch

1. bis 15. Oktober

Wie liebt eine Generation, die geprägt ist von medialer Schnelllebigkeit, ständiger Erreichbarkeit und (Ver-)Bindungsproblemen? Damit hat sich das Unitheater Basel im Stück «For the Disconnected Child» auseinandergesetzt. Das Stück basiert auf dem Drehbuch des deutschen Regisseurs Falk Richter und wurde inszeniert von der Basler Jungregisseurin Sarah Speiser.
– mehr Informationen auf unitheater.ch

15. Oktober bis 5. Februar 2017
 

Vor einigen Jahren spachtelte die Schottin Karla Black aus tonnenweise Gips, Make-up und Farbpigmenten eine wunderbare, zarte Materiallandschaft in die Ausstellungshallen des Zürcher Löwenbräu-Areals. Heute gehört die 300-Quadratmeter-Installation dem Migros-Museum für Gegenwartskunst. Zum 20-Jahr-Jubiläum zeigt das Haus in einem spektakulären Dreiakter, was das Depot sonst noch an empfindlichen Sensationen birgt. Nicht verpassen: Gustav Metzgers Flüssigkristallmalerei (Foto), Alina Szapocznikows Kaugummiskulpturen und die synästhetischen Erinnerungsräume von Marc Camille Chaimowicz. 
– 20 Years, Migros-Museum für Gegenwartskunst, Zürich, migrosmuseum.ch

27. Oktober bis 15. Januar 2017

Als die Modefotografie vor ein paar Jahren die Lücke zwischen den Schneidezähnen wiederentdeckte, war Nairy Baghramian fasziniert. Seit langem beschäftigt sich die in Berlin lebende Iranerin mit aktuellen Konzepten von Schönheit. Die jüngsten Skulpturen der 45-Jährigen, die jetzt in Zürich zu sehen sind, schlagen auf geistreiche Weise einen Bogen von der Ästhetik der Zahnspange zu einer Philosophie der Leere.

– Nairy Baghramian, Haus Konstruktiv, hauskonstruktiv.ch

28. Oktober bis 18. Februar 2017

Seit gut fünfzig Jahren wuchtet Phyllida Barlow zentnerweise Karton, Zement und Bauholz in Kunsträume. Schade nur, dass viele dieser grossartigen Anti-Monumente kaum die Ausstellungen überleben. Eine seltene Gelegenheit, die Werke der 72-jährigen Britin zu sehen, bietet sich in Zürich.

– Phyllida Barlow, Kunsthalle Zürich, kunsthallezurich.ch

29. Oktober bis 12. Februar 2017

Laure Prouvost erzählt gern Geschichten. Zum Beispiel die ihres Grossvaters, eines heroischen Konzeptkünstlers, der als sein grösstes Meisterwerk einen Tunnel von seinem Haus in Paris nach Afrika graben wollte und darin verschollen blieb. Oder die ihrer Grossmutter, die seither ein wunderbar freies Leben führt. Fragt sich nur: Was ist dran an diesen Geschichten? Sind sie wahr? Schwer zu sagen. Doch genau das macht die Erzählungen, die Prouvost in ihren Video-, Malerei- und Objektinstallationen entwirft, so packend. In Luzern zeigt die 38-jährige Französin, Gewinnerin des Turner-Preises 2013, ihre Arbeiten nun erstmals im Überblick.

– Laure Prouvost, Kunstmuseum Luzern, kunstmuseumluzern.ch

 

TANZEN & LAUSCHEN

Bis 23. Oktober

Der Musiker Tobias Carshey und die Autorin Nora Zukker erzählen in ihrem Bühnenprogramm «Party, Party, Party. Bis einer heult» von kurzen Glücksmomenten, hauchzarter Zerrissenheit, abrupten Enden und allem dazwischen – von der Liebe eben. Zusammen touren die beiden durch die Schweiz, von Chur über Aarau, Münchenstein und Bern bis nach St. Gallen.
– mehr Informationen auf norazukker.ch

28. und 29. Oktober

Das Musik- und Kulturfestival Alors in der Zürcher Gessnerallee wartet mit einem beeindruckenden internationalen Line-up auf. Zwischen syrischen Synthesizer-Klängen und südafrikanischen Avantgarde-Sphären gibt es leckeres Essen und spannende Bildungsprojekte – etwa Twinlakes Garden, für Jugendliche in Simbawe – zu entdecken. Das Festival unterstützt Projekte, die sich die Bewältigung von Problemen durch intensive Interaktion mit Geflüchteten zum Ziel gesetzt haben. Um mit und nicht nur über Geflüchtete zu sprechen.
– mehr Informationen auf alorsfestival.ch

18. Oktober

Sogar Leute, die den Film nie gesehen haben, kennen den berührenden Soundtrack von «Die fabelhafte Welt der Amélie». Der französische Komponist Yann Tiersen, der sich als Teenager in Punkbands gegen eine klassische Ausbildung gewehrt hatte, kommt nun für ein Konzert nach Zürich und zeigt, dass er nicht nur Filmmusik kann. Auf dem Programm stehen Stücke für Klavier und Geige. Sie stammen aus Tiersens neustem Werk «Eusa» – eine sehr exklusive Sache, denn davon existieren bis anhin nur die Noten und keine Tonaufnahme. Nun spielt der Franzose ein Solokonzert in der Zürcher Tonhalle.
– mehr Informationen auf tonhalle-orchester.ch

ZUHÖREN UND STAUNEN

26. Oktober bis 28. November

Unter dem Namen «Feierabendserie: Wissen – verstehen – handeln» bietet das Institut für integrative Naturheilkunde (NHK) neu, regelmässig stattfindende Informationsabende an. Kombiniert mit einem Abendessen werden in den nächsten Monaten verschiedene Themen aus dem Bereich Gesundheit aufgegriffen. Darüber hinaus bieten die Vorträge auch einen Einblick in naturheilkundliche Therapiemöglichkeiten und geben Impulse zur Selbsthilfe mit bewährten Hausmitteln.
mehr Informationen zu den Kursen  
– NHK Institut für integrative Naturheilkunde, Militärstrasse 90, 8004 Zürich, Anmeldeschluss ist eine Woche vor dem Anlass, Kosten 50.- Fr. pro Anlass inkl. Abendendessen

FERNWEH GENIESSEN

21. bis 23. Oktober

Am Fernweh-Festival im Kursal in Bern kann man die ganze Welt von der Schweizer Hauptstadt aus bereisen – zumindest gefühlt. Globetrotter berichten von ihren Erfahrungen – etwa, wie es ist, mit der Familie nach Kanada auszuwandern, wie das perfekte Ferienfoto gelingt oder wie das Reisen allein weniger einsam wird. 
– mehr Informationen auf fernwehfestival.ch

Miriam Suter

Die Junior Online Editor schreibt am liebsten über Musik und andere kulturelle und gesellschaftliche Themen. Dabei interessiert sie vor allem das Rollenbild der Frau in unserer Gesellschaft.

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