Monika Bütler

Monika Bütler: Die Wirtschaftsprofessorin über Ruhestand, Renten und Ritalin

Interview: Barbara Achermann, Fotos: Stephan Rappo

Monika Bütler: Die Wirtschaftsprofessorin über Ruhestand, Renten und Ritalin
Monika Bütler: Die Wirtschaftsprofessorin über Ruhestand, Renten und Ritalin
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«Ich finde es bedenklich, dass die Krippenfrage derart viel politische Energie und Steuergelder absorbiert»

«Seit zwölf Jahren gibt es in meinem Leben nichts anderes als Arbeit und Familie»: Monika Bütler

Sie ist eine der wenigen Frauen des Landes, die sagt, was sie denkt. Und ihre Stimme hat Gewicht: Wirtschaftsprofessorin Monika Bütler über Ruhestand, Renten und Ritalin.

Monika Bütler gehört zu den Frauen, die man gern ein Abendessen lang als Tischnachbarin hat, weil man mit ihr über alles diskutieren kann: freche Kinder, Steuerpolitik, Lebenskrisen. Sie wirkt selbstsicher, aber nicht unzugänglich und ist auf eine entspannte Art gepflegt: wenig Make-up, weisse Bluse, heller Blazer. Sie spricht mit leiser Stimme, wenn sie Sätze sagt, die eigentlich nach einem Ausrufzeichen schreien: «Sparen lohnt sich in der Schweiz nicht. Arbeiten noch viel weniger.» Sie trinkt einen Schluck Wasser direkt aus der Flasche und lächelt keck. Wer so einflussreich ist wie sie, hat es nicht nötig zu poltern, um sich Gehör zu verschaffen. Monika Bütler ist eine der wichtigsten Kommentatorinnen des Landes, 52 Jahre alt und Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule St. Gallen. Sie sitzt im Bankrat der Schweizerischen Nationalbank und in verschiedenen Verwaltungsräten. Monika Bütler teilt politisch gleichermassen nach links und rechts aus. Auch die Wirtschaftselite kriegt ihr Fett ab, vor allem im Blog Batz.ch, den sie gemeinsam mit ihrem Mann, dem Bankenprofessor Urs Birchler, betreibt. Doch das Professorenpaar lanciert nicht nur wirtschaftspolitische Debatten. Gemeinsam haben sie in der «NZZ am Sonntag» gegen die Verteufelung von Ritalin angeschrieben. Ihr zwölfjähriger Sohn leidet an ADHS und nimmt das Medikament seit vier Jahren.

ANNABELLE: Monika Bütler, Sie haben öffentlich erklärt, Ritalin sei ein Segen. Ihr Text muss viele Reaktionen ausgelöst haben.
MONIKA BÜTLER: Noch nie zuvor haben mein Mann und ich so viele Zuschriften erhalten. Ärzte haben uns geschrieben, die froh sind, dass endlich jemand Stellung bezieht, und betroffene Eltern, die, wie wir, ständig angefeindet werden. Andererseits werfen einem Bekannte oder Wildfremde vor, man würde das Kind «ruhigstellen». Sogar in der Apotheke müssen wir uns rechtfertigen, wenn wir das Medikament für unseren Sohn kaufen.

Haben Sie damit gerungen, Ihren Sohn zu outen?
Ja, sehr sogar. Ohne seine Zustimmung hätten wir es nicht gemacht.

Wie haben Sie gemerkt, dass er an einer Hyperaktivitätsstörung leidet?
Er war schon immer zappelig, aber wir deuteten das noch als normales Kindsein. Später gab es ausgedehnte Phasen, in denen er nicht mehr ansprechbar war, Spaghettiteller an die Wand warf oder den kleinen Bruder angriff. In der zweiten Klasse wurde er immer unruhiger, konnte keinen Legoturm mehr bauen, ja, kaum mehr seinen Namen schreiben. Seine Freunde wollten nichts mehr mit ihm zu tun haben. Es folgten zahlreiche Gespräche, durchaus nützliche Verhaltenskurse und Abklärungen. Erst nach einem langen Prozess wurde ihm Ritalin verschrieben. Heute kann er sich meistens konzentrieren, mehr oder weniger lesbar schreiben, aber das Wichtigste ist, dass er wieder Freunde hat.

Sie schreiben gegen den Mainstream an, schaffen sich Feinde. Was treibt Sie an?
Ich will mein Wissen in die gesellschaftlichen und politischen Prozesse einbringen und mitdiskutieren. Aus diesem Grund habe ich nach meinem naturwissenschaftlichen Studium noch Ökonomie studiert.

Verschaffen sich die Wirtschaftswissenschafter in der Politik genügend Gehör?
Nein, leider reden die meisten weder mit der Politik noch mit den Medien. Es bringt mehr Prestige, wenn man sich ausschliesslich mit der Forschung befasst. Andererseits haben viele Politiker auch keine offenen Ohren für Wissenschafter. Seit acht Jahren sage ich jedem, der es hören oder nicht hören will, dass die Ergänzungsleistungen aus dem Ruder laufen. Erst jetzt regt sich langsam etwas.

In diesem Zusammenhang sagen Sie: Sparen lohnt sich in der Schweiz nicht. Wie kann das sein?
Wenn Sie zwei Menschen betrachten, die in ihrem Leben gleich viel verdient haben, dann fährt derjenige, der Geld auf die Seite gelegt hat, viel schlechter. Er muss das Altersheim oder die Spitex mit seinen Ersparnissen bezahlen, während der andere, der auf grossem Fuss gelebt hat, vom Staat Ergänzungsleistungen erhält. Das ist frustrierend und schafft falsche Anreize, auch im Mittelstand. Wer sich seine Pensionskasse auszahlen lässt und verpulvert, kann später Ergänzungsleistungen beziehen.

Der Bundesrat will die Auszahlung der Pensionskasse abschaffen.
Das würde die Schlechterverdienenden benachteiligen, weil sie eine kürzere Lebenserwartung haben. Ich würde eher den Zugang zu den Ergänzungsleistungen erschweren. Der Staat dürfte erst zahlen, wenn wirklich das ganze Polster weg ist. Heute wird ein eigenes Haus nur zum Teil angerechnet. Auch wer frühzeitig Geld an die eigenen Kinder verteilt, kann es am Staat vorbeischleusen.

Die Altersvorsorge ist nicht mehr finanzierbar.
Ja, denn man hat das Thema die vergangenen Jahre einfach unter den Tisch gekehrt.

Werden Ihre Studentinnen bis 70 arbeiten müssen, aber nur halb so viel Rente erhalten wie ihre Mütter?
So schlimm wird es vermutlich nicht. Aber für eine volle Rente werden sie wahrscheinlich schon in etwa so lange arbeiten müssen. Schliesslich leben wir heute auch vier Jahre länger als 1985 bei der Einführung der beruflichen Vorsorge.

Wie könnte man die Leute motivieren, länger zu arbeiten?
Mit Teilpensionierungen. Es sollte möglich sein, schrittweise in Rente zu gehen, indem man zum Beispiel mit 60 Jahren auf 70 Prozent reduziert, mit 65 Jahren auf 50 Prozent. Die Pensionskasse des Kantons St. Gallen hat eben ein solches Modell eingeführt. Es sollte auch vom Bund gefördert werden

Bundesrat Alain Berset will mit der Reform 2020 das Rentenalter der Frauen von 64 auf 65 erhöhen.
Es gibt keinen guten Grund dagegen.

Die Linke sagt: Erst mal sollen die Frauen für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn erhalten.
Dann möchte ich aber, dass die Buben in der Schule die gleichen Chancen haben wie die Mädchen. Heute sind an der Maturprüfung fast siebzig Prozent Frauen. Im Ernst: Man kann doch nicht die eine Ungerechtigkeit mit einer anderen aufrechnen.

Auch bei kinderlosen Witwen will der Bundesrat sparen.
Ich finde es unglaublich, dass heute eine kinderlose Frau mit 45 Jahren eine Witwenrente bekommt. Das heisst doch, dass die Gesellschaft denkt, diese Frauen seien wertlos und unfähig, für sich selber aufzukommen. Ich begreife ohnehin nicht, dass sich Feministinnen an dieser Opferrolle festkrallen.

Der BVG-Umwandlungssatz soll von 6.8 auf 6 Prozent gesenkt werden. Sprich, die Rentner würden weniger Geld bekommen.
Über den Umwandlungssatz dürfte man eigentlich nicht abstimmen. Er ist ein Parameter, der sich primär aus dem Zinssatz und der Lebenserwartung zusammensetzt. Wenn er so hoch ist wie heute, dann bezahlen die Jungen für die Alten. Das ist unfair.

Über Rentenreformen wird in der Öffentlichkeit kaum diskutiert. Sie gelten als unsexy.
Es ist schwierig, über etwas nachzudenken, das so weit weg ist. In Holland ist die Diskussion viel lebendiger. Dort gibt es eine starke Bewegung von jungen Leuten, die sich dagegen wehren, dass sie heute viel zahlen und dereinst kaum etwas bekommen sollen.

Heute bluten vor allem mittelständische Familien für das Allgemeinwohl.
Das kann man so allgemein nicht sagen. Es zahlen diejenigen Familien, in denen beide Elternteile viel arbeiten. Aber es gibt in der Schweiz Familien, die es sich sehr bequem einrichten. In unserer ersten Krippe gab es ein promoviertes Akademikerpaar, das die Krippenplätze praktisch gratis hatte. Zuerst liessen sie sich auf Kosten des Staates lange ausbilden, später arbeitete er Teilzeit und sie gar nicht.

Auch hier schafft der Staat falsche Anreize?
Klar. Denn im Gegensatz zu den Eltern, die kaum arbeiten, werden Eltern, die beide hundert Prozent arbeiten, stark zur Kasse gebeten. Ich habe ausgerechnet, dass eine vierköpfige Familie mit zwei vollen Pensen und einem Einkommen von 130 000 Franken im Jahr letztlich nur 10 000 Franken mehr zur Verfügung hat, als wenn sie Sozialhilfe beziehen würde. Arbeiten lohnt sich für diese Familie nicht.

Weil sie so hohe Steuern zahlen muss?
Auch. Entscheidender ist der Verlust von Subventionen für Krippe und Krankenkasse und des Zugangs zu verbilligten Wohnungen.

Sie machen bereits seit einigen Jahren auf diese Missstände aufmerksam. Trotzdem reagiert die Politik nicht. Weshalb?
Schwierig zu sagen. Fakt ist: Sind die Subventionen da, kriegt man sie kaum mehr weg. Will man sie reduzieren, gibt es einen riesigen Aufschrei. Ich finde es bedenklich, dass die Krippenfrage derart viel politische Energie und Steuergelder absorbiert. Die obligatorische Schulzeit ist viel wichtiger, schliesslich betrifft sie alle Kinder.

Sie möchten also weniger Geld für Krippen und mehr für Kindergärten?
Genau. Denn gerade für sozial benachteiligte Kinder ist der Kindergarten für den späteren Lebensweg die wichtigste Zeit. Aber leider sind der Kindergarten und die Unterstufe der Primarschule unterdotiert. Es bräuchte kleinere Klassen und Ganztagesstrukturen. Dieses System mit Hort und Mittagstisch finde ich furchtbar. Die Kinder werden an drei verschiedenen Orten von zig Personen betreut. Dabei bräuchten sie Kontinuität und Bezugspersonen, die sie kennen. Weil mein Mann und ich dieses Hin und Her nicht wollen, schicken wir unsere Söhne in eine private Ganztagesschule. Dort sind sie vom Morgen bis am Nachmittag betreut, und wenn ein Lehrer ausfällt, werden die Kinder nicht nachhause geschickt, sondern ein anderer Lehrer springt ein.

Sie möchten nicht nur bei den Krippen, sondern auch bei der Sozialhilfe sparen.
Nicht für ältere Menschen und auch nicht für Alleinstehende. Aber für junge Menschen ist die Sozialhilfe zu hoch. Der Staat zahlt mindestens 2400 Franken, das ist viel Geld. Da fragt sich ein junger Erwachsener doch, weshalb er überhaupt arbeiten gehen soll. Viele meiner Studenten leben mit deutlich weniger Geld.

Ist das nicht zynisch, wenn Sie mit Ihrem Professorinnenlohn so etwas sagen?
Die akademische Karriere bringt lange sehr wenig ein. Ich habe bis vierzig zwischen 2000 und 3000 Franken im Monat verdient. Erst seit zehn Jahren ist mein Lohn richtig gut. Ich habe mein bisheriges Durchschnittseinkommen ausgerechnet: rund 70 000 Franken.

Ihr Lebenslauf ist nicht linear. Sie gehen gern Risiken ein?
Ja, in dieser Hinsicht bin ich vielleicht unschweizerisch. Mein Vater ist heute noch besorgt, wenn ich etwas Bewährtes ändere. Ich werde demnächst meine Professur reduzieren, und da fragte er mich auch sofort: Hast du dir das wirklich gut überlegt? Denk doch an deine Pensionskasse!

Wieso treten Sie kürzer?
Ich möchte mehr Zeit für meine Familie, für Verwaltungsratsmandate und für mich. Seit ich vor zwölf Jahren mein erstes Kind bekommen habe, gibt es in meinem Leben nichts anderes als Arbeit und Familie.

Die Publizistin Bascha Mika sagt, dass man Frauen über fünfzig nicht mehr wahrnimmt und gering schätzt.
Stimmt das wirklich? Ich bin nicht so sicher. Beförderungen im Alter sind nicht nur ein Frauenproblem. Auch ältere Patrons gibt es kaum. Die Leute an der Unternehmensspitze sind um die fünfzig oder noch jünger.

Sie selber sind nicht unsichtbar. Im Gegenteil. Laut «Bilanz» gehören Sie zu den mächtigsten Personen der Wirtschaft. Wie kam es dazu?
Meine Mutter hat den besten KV-Abschluss ihres Jahrgangs gemacht, dann hat sie Kinder bekommen und zu ihrem Leidwesen nicht ausser Haus arbeiten dürfen, bis ich zwölf Jahre alt war. Als sie wieder in den Beruf eingestiegen ist, konnte sie nur noch administrative Hilfsarbeiten verrichten. Mir war immer schon klar, dass das bei mir anders laufen muss.

Das tut es. Sogar UBS-Chef Sergio Ermotti kommentiert den Blog von Ihnen und Ihrem Mann.
Wir dachten zuerst, jemand habe sich einen Scherz erlaubt und seinen Namen benutzt. Mein Mann hat sich mit der Kritik an Ermottis hohen Renditeversprechen aus dem Fenster gelehnt und sich nicht nur Freunde gemacht.

Bei der Bankenregulierung sind Sie gleicher Meinung wie Ihr Mann. Wo reiben Sie sich?
Immer wieder, in vielen Dingen, das Bankgeheimnis kommt mir spontan in den Sinn. Ich sah darin den Schutz von Potentaten. Er hingegen argumentierte historisch, die Schweiz habe dadurch immer schon Kapital von verfolgten Leuten aufnehmen können – etwa von Juden.

Dann sind Sie auch für einen automatischen Informationsaustausch?
Eigentlich ist der automatische Informationsaustausch ein Unding. Mir wäre ein punktueller Informationsaustausch lieber, aber nur mit Ländern, mit denen die Schweiz enge Beziehungen pflegt. Ein generelles Misstrauen geht mir gegen den Pelz. In Deutschland geht man davon aus, dass die Bürger den Staat betrügen wollen, und behandelt sie entsprechend. In der Schweiz ist das zum Glück anders. Mein Mann und ich haben bisher fast jede Steuererklärung zurückbekommen, weil wir ohne böse Absicht etwas falsch gemacht haben.

Wenn nicht einmal Sie als Wirtschaftsprofessorenpaar die Steuererklärung fehlerfrei ausfüllen können, wer denn sonst?
Ist ja auch furchtbar kompliziert. Unter dem Strich ging die Rechnung aber immer auf. An einer Stelle haben wir zu viel abgezogen, an einer anderen zu wenig. Aber eben, das Steueramt hat uns stets auch auf Beträge aufmerksam gemacht, die wir zu unseren Ungunsten falsch eingetragen haben. Diesem Schweizer Vertrauensverhältnis zwischen Staat und Bürger müssen wir Sorge tragen.

Trotzdem sollte die Steuererklärung einfacher sein.
Vor allem müssten die meisten Abzüge gestrichen werden, denn sie dienen vorwiegend den Wohlhabenden. Unterhaltskosten für Häuser, Autospesen, Wochenaufenthalter, Verpflegung über Mittag, das müsste alles weg. Der Staat braucht doch nicht dafür zu zahlen, dass ich in St. Gallen arbeite und in Zürich wohne!

Sie pendeln mit dem Zug. Wie sieht ein normaler Tagesablauf der Familie Bütler-Birchler aus?
Entweder bin ich zum Frühstück daheim oder zum Abendessen. Mein Mann arbeitet sechzig Prozent, er übernimmt den Mittwochnachmittag und drei Abende unter der Woche, ich normalerweise die beiden anderen. Aber wir sind ständig am Planen.

Was war im Rückblick die schwierigste Zeit Ihres Familienlebens?
Die ersten Jahre mit unserem Jüngsten. Er bekam mit zehn Wochen eine schwere Meningitis, er hat um sein Leben gekämpft. Während eineinhalb Jahren war er sehr krank, musste ständig ins Spital, schrie zeitweise 23 Stunden am Tag. Ich weiss beim besten Willen nicht mehr, wie wir das gemacht haben.

Hatten Sie Unterstützung von Ihren Eltern?
Meine Mutter ist im selben Jahr an Krebs gestorben. Das hat noch den letzten Rest meiner Energie aufgebraucht. Meine Schwester hat geholfen, und wir hatten eine Nanny, eine wunderbare Frau, die ihn an drei Tagen pro Woche von morgens um acht bis abends um fünf rumgetragen hat.

Wie hat er sich von der Krankheit erholt?
Es ging sehr langsam. Er konnte mit zwei noch nicht gehen und sprechen. Und dann plötzlich hat er alles aufgeholt. Heute spielt er Geige, macht Sport, man merkt kaum noch was.

Konnten Sie sich damals noch auf die Lehre und Forschung konzentrieren?
Der Unterricht und die Administration liefen okay, viele meiner Kollegen haben nichts von meiner Belastung gemerkt. Aber geforscht habe ich kaum noch. Mein Mann und ich haben in unserer Publikationsliste ein grosses Loch. Diesen Karriereknick werde ich nie vollständig aufholen können, denn der Spitzenforschung muss man sich voll und ganz verschreiben.

Für die Forschung waren es zwei verlorene Jahre, aber haben Sie aus dieser Krise etwas für sich privat gewinnen können?
Es hat uns geholfen, das ADHS-Problem des Grösseren gelassener anzugehen. Unser Arzt sagte einmal, er bewundere, wie gut wir damit umgehen.

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