Humanitäres Engagement

Schweizer Frauen gegen die Unterdrückung von Mädchen

Text: Miriam Suter

Schweizer Frauen gegen die Unterdrückung von Mädchen
Schweizer Frauen gegen die Unterdrückung von Mädchen
Schweizer Frauen gegen die Unterdrückung von Mädchen
Schweizer Frauen gegen die Unterdrückung von Mädchen
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Heidi Happy, Sängerin

«Wäre ich als Mädchen in Niger geboren, hätte ich bis heute keine eigene Stimme.»

Federica de Cesco, Buchautorin

«Wäre ich als Mädchen in Nepal geboren, hätte ich mir das Schreiben wohl selbst beibringen müssen.» 

Milena Moser, Schriftstellerin

«Wäre ich als Mädchen in Bangladesch geboren, müsste ich täglich 50 Bestseller produzieren.»

Ruth Dreifuss, Alt-Bundesrätin

«Als Mädchen in Mali wäre aus mir wohl eine Alt-Wasserträgerin geworden.»

Millionen von Mädchen in Armutsregionen werden jährlich Opfer von Gewalt und Ausbeutung. Das Kinderhilfswerk Plan International will diese Missstände beheben – zusammen mit vier prominenten Schweizer Frauen.

Jährlich werden 14 Millionen Mädchen weltweit Opfer von Kinderheirat, 50 000 Mädchen sterben im Teenageralter an Schwangerschafts- und Geburts­komplikationen und 62 Millionen Mädchen können keine Schule besuchen, weil das Geld der Familie nicht ausreicht, weil ihre Bildung nicht als notwendig betrachtet wird oder weil sie sich um ihre Geschwister und den Haushalt kümmern müssen. Das sind schockierende Zahlen, die ein Gefühl von Hilflosigkeit zurücklassen. Das Schweizer Kinderhilfswerk Plan International aus Zürich engagiert sich seit bald 80 Jahren für Mädchen in Armutsregionen. Die Förderung der Rechte und Chancen von Mädchen und jungen Frauen ist eines der Hauptanliegen der Organisation, die in 71 Ländern aktiv ist.

Für die aktuelle Kampagne «Frauen für Mädchen weltweit» haben sich vier bekannte Schweizer Frauen in die Lage von Mädchen in Entwicklungsländern versetzt. Damit wollen die vier Frauen darauf aufmerksam machen, dass ein gemeinsames Engagement für die Gleichberechtigung und gegen die Diskriminierung von Mädchen weltweit dringend nötig ist: «Um die Unterdrückung von Mädchen weltweit zu stoppen, braucht es ein langfristiges und umfassendes Engagement. Deshalb schliessen wir Schweizer Frauen uns zusammen und setzen uns gemeinsam dafür ein, dass Mädchen weltweit bessere Zukunftsperspektiven er­halten, vor Diskriminierung geschützt werden und sich entfalten können. Wer könnte sich besser für unterdrückte Mädchen einsetzen, wenn nicht freie Frauen in der Schweiz?» so die Schweizer Buchautorin Federica de Cesco zu ihren Beweggründen zur Teilnahme an der Kampagne.

Wir stellen Ihnen die vier Testimonials in der Bildstrecke vor.

— Auf www.plan.ch können Sie Teil der Bewegung «Schweizer Frauen für Mädchen» werden und ab 60 Franken pro Jahr einen Beitrag zur Förderung und zum Schutz von Mädchen in Entwicklungsländern leisten. In der Schweiz haben sich bereits über 1700 Frauen dem Projekt angeschlossen. 

Im Making-of der Kampagne erzählen die vier Frauen von ihrer Motivation, von ihren weiblichen Vorbildern und ihren Erfahrungen mit Diskriminierung gegenüber anderen Frauen:

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