Academy Awards

Diese Filme schauen wir vor den Oscars

Text: Kerstin Hasse; Foto: Facebook (A Star is Born)

Filmtipps Oscars
  • Der Film «A Star is Born» mit Lady Gaga und Bradley Cooper gehört zu den Oscar-Favoriten in diesem Jahr. 

Damit Sie in der Nacht auf den 25. Februar bei den Academy Awards mitreden können, müssen Sie diese Filme jetzt anschauen.

Jedes Jahr, wenn die Oscar-Nominationen bekannt gegeben werden, zeichnen sich gewisse Favoriten ab. Und ja, oft sind es eben dann auch genau diese Favoriten, die mit den meisten Goldmännchen nach Hause reisen. Für grosse Überraschungen ist die Hollywood-Gala nicht bekannt. Das heisst aber auch, dass man sich prima auf die Gala vorbereiten kann. Bis zu der Verleihung dauert es noch knapp einen Monat, genug Zeit also, um den einen oder anderen Film noch anzuschauen. Dann lässt es sich im Februar auch besser mitfiebern. 

A Star is Born

Mit «A Star is born» har Bradley Cooper sein Regiedebüt hingelegt und – wie es sich für einen Hollywoodstar gehört – hat der Schauspieler gleichzeitig die männliche Hauptrolle des Films übernommen. Die weibliche Hauptrolle wird von Lady Gaga verkörpert, die darauf bestand, dass alle Songs in dem Musikfilm live aufgenommen werden. Worum es geht? Der Countrysänger Gitarrist Jackson Maine (Cooper), der mit Alkoholproblemen kämpft und unter einem Tinnitus leidet, macht die junge Ally (Lady Gaga) über Nacht zu Star, weil er in ihr ein grosses Talent erkennt. Die beiden verlieben sich, doch Allys Ruhm und Jacksons Sucht steht ihrem Glück im Weg. Klingt nach Hollywoodkitsch, ist es auch – aber laut der Acadamy immerhin Hollywoodkitsch, den es sich lohnt anzuschauen. Der Film ist für acht Oscars nominiert.

– «A Star Is Born» läuft zurzeit in den Schweizer Kinos

The Favourite 

Das Historiendrama von Giorgio Lanthimos ist für zehn Oscars nominiert, darunter gleich drei Schauspielerinnen: Olivia Colman (beste Hauptdarstellerin) sowie Rachel Weisz und Emma Stone (beide nominiert als beste Nebendarstellerin). Der Film spielt im England des 18. Jahrhunderts. Königin Anne (Colman) leidet unter ihrem Alter und ihren gesundheitlichen Gebrechen. Diesen Zustand wollen die beiden Cousinen Lady Sarah Churchill (Weisz) und Abigail (Stone) für sich ausnutzen – und so kämpfen sie in einem erbitterten Kampf um die Gunst der Königin.

– «The Favourite» läuft zurzeit in den Schweizer Kinos

Bohemian Rapsody 

Das Biopic handelt vom Leben des verstorbenen Queen-Sängers Freddie Mercury. Vor allem die Leistung des Schauspielers Rami Malek, der Mercury verblüffend authentisch darstellt, hat in den Medien für Furore gesorgt. Malek gilt deshalb auch als Favorit in der Kategorie Bester Hauptdarsteller. Insgesamt wurde der Film für fünf Oscars nominiert.

– «Bohemian Rhapsody» läuft zurzeit in den Schweizer Kinos

Green Book 

Ebenfalls für fünf Oscars nominiert ist die Filmbiografie «Green Book» mit Viggo Mortensen und Mahershala Ali. Der Film begleitet den Jazz-Pianisten Don Shirley (Ali) und sein Fahrer Tony Lip (Mortensen) auf einer Tournee durch die Südstaaten. Der Film spielt in den 1960er-Jahren, was einen grossen Teil des optischen Charmes ausmacht. Ausserdem legen Mortensen und Ali echt eine beeindruckende Leistung auf der Leinwand hin. Eine wunderbare Tragi-Komödie.

– «Green Book» läuft zurzeit in den Schweizer Kinos

Vice 

Filmbiografien sind der grosse Renner an den diesjährigen Oscars. In «Vice» verkörpert Schauspieler Christian Bale den ehemaligen US-amerikanischen Vizepräsidenten Dick Cheney, was dem Film unter anderem eine Nomination in der Kategorie bester Hauptdarsteller brachte. Seine Frau Lynne Cheney wird von Amy Adams gespielt, die ebenfalls als beste Hauptdarstellerin auf einen Oscar hoffen darf.

– Der Film startet am 21. Februar in den Schweizer Kinos

Roma 

Neben dem Film «The Favourite» konnte auch das mexikanische Filmdrama Roma gleich zehn Nominationen abstauben, unter anderem in den Kategorien bester Film und beste Regie (Alfonso Cuaron). Der Film erzählt das Leben der jungen Cleo, die zu Beginn der 1970er-Jahre in Mexico-Stadt lebt und als Hausangestellte arbeitet. Das Drama zeigt bewegend, wie die politischen Unruhen im Land das Leben vieler Einzelner beeinflusst. 

– «Roma» läuft zurzeit in den Schweizer Kinos und auf Netflix 

BlacKKKlansman  

Das Drama von Spike Lee basiert auf den Erlebnissen des afroamerikanischen Polizisten Ron Stallworth, der verdeckt im weissen Ku-Klux-Klan recherchierte. Das packende Filmdrama wurde von Kritikern gelobt und gilt – gerade aufgrund der politischen Botschaft – als grosser Favorit bei den diesjährigen Academy Awards.

– «Blackklansman» ist jetzt auf  DVD erhältlich 
 

Black Panther

Der Action Film «Black Panther», der Anfang Jahr in den Kinos für Furore sorgte, wurde gleich für sieben Oscars nominiert, darunter für die begehrte Kategorie Bester Film. Der Actionstreifen, der von den Marvel Studios produziert wurde, erzählt die Geschichte des Helden Black Panther, der die Nation des fiktiven Reiches Wakanda von Bösewichten befreien und beschützen will. 

– «Black Panther» ist jetzt als DVD und on Demand bei Sky erhältlich 

The Wife

Zwar ist der Film «The Wife» nur für einen Oscar nominiert (Glenn Close in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin), ist er einer unserer Favoriten. Close spielt in «The Wife» die talentierte Schriftstellerin Joan Castleman, die sich den sexistischen Gesellschaftsstrukturen beugt und – anstatt selbst zu publizieren – zur Ghostwriterin ihres Mannes Joe (Jonathan Pryce) wird. Der Film von Regisseur Björn Runge wurde am Zurich Film Festival vorgestellt, wo Close gleichzeitig für ihr Lebenswerk mit einem Golden Icon Award ausgezeichnet wurde. Wir haben mit der Schauspielerin über ihren neusten Film gesprochen.

– «The Wife» läuft zurzeit in den Schweizer Kinos

Capharnaum

Und noch ein Underdog hat es für uns auf diese Liste verdient: «Capharnaum» von Nadine Labaki erzählt die Geschichte von Zain, einem kleinen Jungen, der verzweifelt versucht, seine Eltern davon abzubringen, seine jüngere Schwester Sahar an den Hausvermieter zu verkaufen. Als das doch passiert, flüchtet er von zu Hause. Wochen und zahllose dramatische Erlebnisse später sitzt er im Jugendgefängnis und entscheidet, dass er seine Eltern verklagen will. Denn, so seine Meinung, er hätte nie auf die Welt kommen dürfen. Die Regisseurin Nadine Labaki arbeitet fast ausschliesslich mit Laien, die vor ähnlichen Problemen im Leben standen wie die Figuren, die sie darstellen. Wir haben Labaki getroffen und mit ihr darüber geredet, wie eine Auszeichnung an den Acadamy Awards ihrer Botschaft noch mehr Gehör verschaffen könnte. 

– «Capharnaum» läuft zurzeit in den Schweizer Kinos

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