Fab Five

Der Sinn des Lebens light

Text: Olivia Sasse; Foto: Christin Hume / Unsplash

Licht an: Fünf philosophische Bücher
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Fünf philosophische Bücher, die man gerne liest und auch versteht

Die Kunst des guten Lebens (2017), Rolf Dobelli

Der Schweizer Schriftsteller studierte Philosophie und Betriebswirtschaft an der Universität St.Gallen. Er verfasste bereits mehrere Bücher, alle sehr empfehlenswert! Vom Buch «Wer bin ich?» mit 777 indiskreten Fragen über «Klar denken, klug handeln», das 104 Denkfehler und Irrwege aufzeigt, die Sie besser anderen überlassen sollten, bis hin zu seinem neuesten Werk «Die Kunst des guten Lebens». Darin zeigt Dobelli 52 überraschende Wege zum Glück, dabei kombiniert er äusserst scharfsinnig Wissenschaft und Philosophie. Besonders mag ich seinen klaren Schreibstil: Die Texte sind nachvollziehbar – so lassen sich seine Gedanken gut auf das eigene Leben übertragen.

Sofies Welt (1991), Jostein Gaarder

Wenn Sie eine kleine Einführung in die Philosophie möchten, dann könnte «Sofies Welt» das Richtige für Sie sein. Eines Tages findet die 14-jährige Sofie einen an sie adressierten Umschlag im Briefkasten. Darin steckt ein Brief, auf dem steht «Wer bist du?» Nach und nach folgen Briefe mit weiteren Fragen und Denkaufgaben. Die Briefe entpuppen sich als ein Philosophiekurs, in dem der Autor die wichtigsten westlichen Philosophen und ihr Wirken vorstellt. Manchmal wird bemängelt, dass das Buch nur an der Oberfläche kratzt, als Einstieg ist es jedoch zu empfehlen.

Café am Rand der Welt (2003), John Streleckey

Will nicht jeder mal ans andere Ende der Welt reisen, um sich selbst – und den Sinn des Leben – zu finden? John, der Protagonist des Buchs, tut genau das, auch wenn die Reise nicht als Selbstfindungstrip gedacht war. Er ist ein Werbemanager, der aus seinem hektischen Alltag ausbricht, sich mitten im Nirgendwo verirrt und zufälligerweise auf ein Café stösst. Auf der Speisekarte stehen drei Fragen: «Warum bist du hier? Hast du Angst vor dem Tod? Führst du ein erfülltes Leben?» John betritt das Café und versucht, mithilfe der anwesenden Personen Antworten auf die Fragen zu finden und verändert sich dadurch total. Poetisch geschrieben und einfach zu lesen – abschliessende Antworten auf die grossen Fragen liefert das Buch natürlich nicht, aber das wäre ja auch langweilig.

Tiere denken (2016), Richard David Precht

Eigentlich wollte Precht Zoodirektor werden, als Kind hatte er Meerschweinchen, Fische, Eidechsen und Molche – die alle nicht allzu lang lebten. Er verband seine Faszination für die Tiere dann auch immer mit einem schlechten Gewissen. Dass er nicht Zoodirektor wurde, ist unser Glück, denn stattdessen wurde er Philosoph und Schriftsteller. Die Faszination für Tiere (und gehören die Menschen nicht auch zu den Tieren?) liess ihn nicht mehr los. Der Roman basiert auf seinem 1997 geschrieben Werk «Noahs Erbe» und stellt Fragen zu den Rechten der Tiere und den Grenzen der Menschen. Wer sich eher für eine Einführung in die grundlegenden Fragen der Philosophie interessiert, der sollte Prechts Bestseller «Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele?» lesen.

Der kleine Prinz (1943), Antoine de Saint-Exupéry

Ein Klassiker! Geschrieben von einem französischen Piloten und Autor, oft bezeichnet als  Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit. Natürlich spreche ich vom Buch «Der kleine Prinz». Wenn Sie das nicht kennen, dann wäre ich doch sehr verwundert, denn es ist eines der meistgelesenen Bücher auf der Welt. Die unglaublich berührende Geschichte, die über Liebe, Einsamkeit, Freundschaft und das ganze Leben spricht, darf auf meiner Liste natürlich nicht fehlen. Wirklich berühmt wurde das Buch übrigens erst mit dem Tod Saint-Exupérys, der 1944 von einem Aufkärungsflug nicht wiederkehrte.

Man kann sich den grossen Fragen des Lebens nähern, ohne gleich Kant oder Proust lesen zu müssen. Online-Praktikantin Olivia Sasse empfiehlt fünf Bücher, die einen einfachen Einstieg in die Philosophie bieten.

Kennen Sie diese Klassiker, die zu lesen man sich immer wieder vornimmt? Bei mir ist es «Auf der Suche nach der verlorene Zeit» von Marcel Proust. Aber irgendwie passt der Moment dann doch nie, oder es fehlt die Zeit, mich an dieses monströse Werk zu wagen. Stattdessen landen Bücher auf meinem Nachttisch, die sich leichter lesen lassen und trotzdem das Eintauchen in die Philosophie erlauben. Welche das sind, erfahren Sie in der Bildergalerie. 

Olivia Sasse

Die Geschichten der Online-Praktikantin starten oft als Gedanken-Karussel im Kopf und finden ihre Form in Text, Fotografie und Film. Begeistern kann sie sich vor allem für mutige Menschen, alltägliche Geschichten und Absurditäten.

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