Iris Apfel

Zu Besuch bei Stil-Ikone Iris Apfel

Interview: Yvonne Eisenring; Fotos: Roderick Aichinger

Zu Besuch bei Stil-Ikone Iris Apfel
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Die Königin der Exzentrik hält Audienz in ihrem Winterdomizil Palm Beach

Nicht gut genug fürs annabelle-Cover: Iris Apfel entschied sich am Schluss gegen das graue Outfit

Iris und Carl Apfel

Die Anfrage war kurzfristig, trotzdem hat die New Yorker Lifestyle-Ikone Iris Apfel (r.) sofort zugesagt, annabelle-Autorin Yvonne Eisenring zu empfangen. Nicht nur das: Die beiden verstanden sich so gut, dass die Grande Dame ihre um 66 Jahre jüngere Besucherin aus der Schweiz erst nach gut sieben Stunden wieder entliess.

Als der in New York lebende Fotograf Roderick Aichinger in der Wohnung von Iris Apfel stand, hatte er nicht, was sie wollte: einen Plan. «Das erwarten alle älteren Leute, sie haben nämlich keine Geduld für Experimente.» Dafür wusste die 93-Jährige sehr genau, was sie wollte, und nahm sich alle Zeit, es auch umzusetzen. «Die Journalistin und ich verliessen anschliessend ganz benommen die Wohnung, diese Frau hat mehr Energie als wir zwei zusammen.»

www.roderickaichinger.com

Die heutige Mode sei nur noch auf junge Mädchen zugeschnitten. «Einfach lächerlich!», wettert Iris Apfel (93), die sich selbst als ältesten Teenager der Welt bezeichnet. Wir haben die Stil-Ikone in Palm Springs besucht.

Welches Kleid sie für das Coverfoto tragen soll, fragt mich Iris Apfel und streckt mir zwei Outfits entgegen. Ich zögere. Ich traue mich doch nicht, einer der grössten Stil-Ikonen unserer Zeit einen Rat zu geben! Ich schweige, sie schaut mich streng an. Ich versuche auszuweichen, lobe beide. Vergeblich. Die Frau, die sich selber den ältesten Teenager der Welt nennt, lässt nicht locker. Sie fragt ein zweites Mal und blickt vorwurfsvoll durch ihre tellergrossen Brillengläser. Das orangerote Fellkleid oder der graue Lederumhang mit den Indianerstickereien? Für meinen Geschmack sind beide zu grell, zu bunt, zu auffällig. Aber sie sind typisch Iris Apfel und deshalb bezaubernd. Ich tippe auf den Umhang. Iris Apfel nickt und läuft davon. War das nun richtig?

Bis am Abend wird sich das Prozedere noch ein paarmal wiederholen. Iris Apfel wird die Visagistin fragen, welchen Lippenstift sie empfiehlt – und dann doch einen anderen auftragen lassen. Sie lässt den Fotografen eine Ecke auswählen – und setzt sich dann doch in eine andere. Aber sie macht es charmant. Nie würde man denken, dass man in Iris Apfels Film nur Statist ist. Sie lässt die Leute im Glauben, sie würden mitbestimmen. Sie hätten Einfluss auf ihr Denken. Aber das ist Unsinn. In ihrer Welt gibt es eine einzige Meinung, die zählt: ihre eigene. Dass sie auf sich hört und auf niemanden sonst, ist ihr Erfolgsgeheimnis. Ihre Unbeirrbarkeit hat sie weltberühmt gemacht. Und unverwechselbar.

Über Nacht zur Ikone

Iris Apfels Kleiderstil war schon immer gewagt, von klassischen Schnitten und dezentem Schmuck hielt sie nie etwas. Anerkennung für ihren speziellen Geschmack bekam sie jedoch erst spät. Sehr spät. Mit 84 Jahren. Da wurde sie über Nacht zum Star, zur Ikone. Zu verdanken hat sie dies ihrem langjährigen Freund Harold Koda, Kurator der Modeabteilung im New Yorker Metropolitan Museum of Art. Er war begeistert von ihrem Look und widmete ihr eine Ausstellung. Die Kritiker überschlugen sich vor Lob, die Leute strömten in Massen ins Museum. Die bunten, pompösen Gewänder sorgten für Bewunderung und machten Apfel «zu einer öffentlichen Person», wie sie es selber nennt. Seither ist sie eine gefragte Modekritikerin, eine begehrte Interviewpartnerin und wird auf die Titelseiten namhafter Magazine gehievt. Sie sagt: «Ich bin ein 93-jähriges Covergirl, das ist doch verrückt!»

Ihre neu gewonnene Bekanntheit nutzte die erfolgreiche Geschäftsfrau gekonnt. Sie entwarf eine Lippenstiftkollektion für Mac, designte Schuhe für den US-Teleshoppingkanal HSN und Schmuck in Zusammenarbeit mit Yoox.com. Sie war das Werbegesicht unzähliger Kampagnen. Derzeit steht sie gemeinsam mit Victoria’s-Secret-Engel Karlie Kloss für die Frühlingskollektion von Kate Spade vor der Kamera. Und noch dieses Jahr kommt ein Film über sie in die Kinos; «Iris» lautet der Titel, und er ist das letzte grosse Werk des legendären, vor kurzem 88-jährig in New York verstorbenen Pioniers des Direct Cinema, Albert Maysles («What’s Happening! The Beatles in the U. S. A.», «Gimme Shelter»).

Wir besuchen Iris Apfel in ihrer Zweitwohnung in Palm Beach, Florida. Im Winter flüchten sie und ihr Mann Carl aus dem kalten New York an die Sonne. Palm Beach ist die Hochburginsel für reiche Senioren aus ganz Amerika. Der Grund, warum die Apfels hier ein Feriendomizil haben, ist aber ein anderer: Das Ehepaar verbrachte seine Flitterwochen in Palm Beach und kam seither jedes Jahr für den Hochzeitstag hierher. Vor fünf Jahren haben sie das Apartment in einem Luxusgebäude mit Restaurant und Concierge gekauft.

Betritt man das Wohnzimmer, wähnt man sich in einem Museum. Oder in einem gut assortierten Trödelladen. Überall stehen antike Möbel, dekoriert mit kitschigem Schnickschnack. Auf jeder Kommode gibt es teure grosse Vasen mit frischen Blumen. Auf den ersten Blick ist die Wohnung total überladen und unübersichtlich. Auf den zweiten entdeckt man, wie geordnet das Durcheinander ist. «Unsere Freunde finden die Wohnung den perfekten Spielplatz für Kinder», sagt Iris Apfel. Dass sich je ein Kleinkind hier auf den Boden setzte und zu spielen traute, wage ich allerdings zu bezweifeln.

Das Inventar haben die Apfels von ihren Geschäftsreisen mitgebracht. Jeden Sommer verliessen sie die USA für mindestens drei Monate. Sie plünderten Flohmärkte und Antiquitätenläden auf der ganzen Welt und liessen ihre neu erworbenen Stücke nach New York verschiffen. «Ich kaufte, was mir gefiel, und suchte dann einen Platz dafür», sagt Iris Apfel. Sie zeigt auf eine Wandfigur aus Indien, daneben ist eine Eisenbahn aus Deutschland, beladen mit kleinen Figürchen. An einem uralten Flügel sitzt ein riesiger Mickey Mouse aus Plüsch, vor ihm liegt auf einem weissen Tellerchen ein Stück Cheesecake aus Plastik. «Falls Mickey mal Hunger hat. Er verlässt nie seinen Platz und übt und übt, aber er wird nie besser», sagt Apfel. Die Frau hat einen trockenen, manchmal schwarzen Humor. Lachen sieht man sie jedoch nie.

Vor dem Shooting will Iris Apfel noch etwas essen. Sonst könne sie nicht posieren. «I’m starving, ich bin am Verhungern», sagt die zierliche Lady. Ihre Angestellte reagiert sofort und serviert Salat mit Thon, dazu reicht sie Cracker. Das Geschirr ist edel und bestimmt teuer, für den Kaffee stellt Iris Apfel dann aber Instantpulver in Plastikboxen auf den Tisch. Sie trinkt koffeinfreien Kaffee mit viel Milch. Espresso mochte sie nur auf ihren Italien-Reisen. «Da brachten früher immer junge Burschen, knapp zehn Jahre alt, in kurzen Shorts den Espresso. Ich war so fasziniert von ihnen, dass ich einen Espresso nach dem anderen bestellte.» Iris Apfel, die Cocktailpartys angeblich hasst «wegen des vielen Blabla», ist selbst eine Königin des Smalltalks. Sie stellt Fragen, hakt nach, bleibt stets höflich. Wie gross ihr Interesse jedoch tatsächlich ist, bleibt nur zu vermuten.

«Einfach lächerlich»

Ihr Teller ist noch halb voll, da verschwindet sie in ihrem Ankleideraum und lässt sich vierzig Minuten nicht mehr blicken. Nicht weil sie so lange braucht, um ihre Accessoires zusammenzustellen. Welchen Schmuck sie zu welchem Kleid trägt, entscheidet sie spontan. Aber sie sei heute schnell erschöpft, sagt sie, müsse sich immer wieder hinsetzen. «Bin ja nicht mehr die Jüngste.» Deshalb bleibt sie auch meist zuhause und geht nur noch selten an Veranstaltungen. Kürzlich erhielt sie – mal wieder – einen Lifetime Award, die Gala fand in New York statt. Sie war zu schwach, um ihn persönlich entgegenzunehmen. In ihrer Videobotschaft sagte sie: «Ihr tanzt jetzt auf den Tischen, und ich hocke hier zuhause. Wäre ich doch nochmals 88!» Darauf angesprochen, winkt Iris Apfel ab. Sie habe das nur so gesagt, weil es lustig klinge. Sie wolle nicht mehr 88 sein. Der Vergangenheit nachzutrauern, sei doch lächerlich.

In ihren Augen ist vieles lächerlich. Iris Apfel spart nicht mit Kraftausdrücken. Obwohl sie immer wieder betont, wie egal ihr alles geworden sei, kann sie sich lautstark aufregen: Die heutigen Designer haben keinen Mut mehr oder sind faul; die Kleider, die sie entwerfen, sind nur schlechte Kopien von dem, was schon mal in war; die goldenen Jahre der Mode sind längst passé; und Vorbilder gibt es auch keine mehr. «Viele bewundern Kim Kardashian, aber das ist die letzte Person, die man bewundern sollte.» Die Modepresse sei schuld, dass die Leute so lausig aussehen, weil sie keine Ahnung vom Metier haben. «The whole thing is a mess.» Alles Müll. Verantwortlich macht Iris Apfel vor allem den Jugendwahn. Die Kollektionen seien auf 15-Jährige zugeschnitten. Frauen, die sich die Kleider leisten können, sind aber nie jünger als vierzig. «Das ist doch absurd!» Hätte Iris Apfel Zeit, würde sie am Madison Square in New York eine Boutique eröffnen und sie Sleeve, Ärmel, nennen. Eine Frau über fünfzig könne doch keine ärmelfreien Kleider mehr tragen, aber die heutige Mode zwinge sie dazu. «Lächerlich!»

Es ist kurz vor 16 Uhr. Carl Apfel, hundert Jahre alt, kommt auf einen Rollator gestützt aus dem Schlafzimmer. Gemächlich schlängelt er sich in winzigen Schritten durch das Möbel- und Deko-Labyrinth. «Take it easy, honey! Nicht so schnell!», ruft ihm seine Frau zu. Er trägt eine runde Brille, ein ähnliches Gestell wie seine Frau, ein bisschen kleiner zwar, dafür mit Leopardenmuster, und er redet auch wie seine Frau. «Wer zum Teufel» und «gottverdammt» sind seine Lieblingswörter. Kinder haben die Apfels keine. Sie konnten keine bekommen und hätten adoptieren müssen, aber das wäre eine Lotterie gewesen, sagt Carl Apfel. «Wenn du Glück hast, bekommst du ein Kind, das dich liebt, wenn nicht, ist es ein gottverdammter Scheisskerl.» So sei er der «little boy» im Haus.

Der Umgang der beiden ist herzlich, fast rührend. Seit 67 Jahren sind sie verheiratet. Getroffen haben sie sich das erste Mal in den Ferien. Sie waren im gleichen Resort nahe der kanadischen Grenze. Richtig kennen gelernt haben sie sich da aber nicht. Carl war ständig mit dem Boot auf dem See, Iris hatte noch einen Freund. In New York trafen sie sich Jahre später ein zweites Mal, und dann ging alles sehr schnell. «Es fühlte sich richtig an, also vergeudeten wir keine Zeit», sagt Iris Apfel. Am Columbus Day im Oktober hatten die beiden ihr erstes Date. An Thanksgiving, Ende November, hielt er um ihre Hand an. An Weihnachten bekam sie ihren Verlobungsring, und am 22. Februar, an Washingtons Geburtstag, war die Hochzeit. Iris Apfel wäre nicht Iris Apfel, hätte sie in einem klassischen weissen Brautkleid geheiratet. «So viel Geld für ein Outfit auszugeben, das man nur ein einziges Mal tragen kann, ist doch bescheuert!» Sie war 27 und entschied sich für ein pinkes Abendkleid. Die ganze Hochzeit war in Pink. Im kleinen Rahmen, rund 25 Gäste, gaben sie sich das Ja-Wort und feierten im New Yorker Luxushotel Waldorf Astoria.

Zwei Jahre später, 1950, gründeten Carl und Iris Apfel Old World Weavers, ihre Firma für Wohntextilien mit eigener Weberei. Das Geschäft lief blendend. Sie belieferten den Vatikan und dekorierten neunmal das Weisse Haus. Wobei: «Das Weisse Haus darf man nicht dekorieren. Was wir machten, war eine historische Restauration. Alles muss bleiben, wie es ist. Auch wenn es abscheulich aussieht.» Ob sie die Präsidenten persönlich getroffen habe? Natürlich. Mit einigen First Ladies pflegte sie einen guten Kontakt. Vor allem Mrs Nixon habe sich sehr für ihre Arbeit interessiert. Apfel erzählt von ihrem Leben, als wäre es völlig normal, was sie alles erreicht hat. Ob sie ihre Erfolge wirklich so selbstverständlich nimmt? Was sie erlebt hat – natürlich, in 93 Jahren kann so einiges passieren, aber trotzdem –, würde für zehn Leben reichen. «Ich habe die Chancen gepackt, wenn sie sich boten», sagt sie dazu. Einen Businessplan hatte sie nie. Eine Struktur auch nicht. Das Einzige, was sich täglich wiederhole, sei, so sagt sie, dass sie aufstehe, ihr Gesicht wasche und sich die Zähne putze. Aber sie habe ihr Leben lang «wie ein Pferd» gearbeitet. «Wer interessant sein will, muss interessiert sein.» Etwas, das die Jungen nicht begreifen würden.

Neben der Mode ist die Jugend das zweite Thema, bei dem sie sehr oft das Wort «lächerlich» benutzt. «They don’t give a damn! Ihnen ist alles scheissegal. Sie hängen nur am Smartphone und denken, mit einem Knopfdruck ist alles machbar.» Irgendwann hält sie inne und fragt, wie alt ich sei. 27. Kurze Stille. «Nun, vielleicht sind die Jungen in Europa ja anders als hier.» Die Situation ist komisch, aber zu lachen traut man sich in ihrer Gegenwart nicht.

Modeflair liegt in der Familie

Ihr Mann schlurft wieder Richtung Schlafzimmer. Aufgestanden ist er nur, um etwas zu essen. Er schaut zu seiner Frau und lächelt. «Du siehst bezaubernd aus, Liebling», sagt er. Und an mich gewandt: «Ich glaube, ich behalte sie.» Ihr exzentrischer Stil habe ihm schon immer gefallen. Er sei auch gern auf Einkaufstouren mitgegangen. Wie viele Kleidungsstücke sie besitzt, weiss Iris Apfel nicht. «Ich shoppe seit achtzig Jahren. Wie soll ich das wissen?» Sie habe einfach immer gekauft, was ihr gefallen hat. Manche Teile hingen dreissig Jahre im Schrank, bis sie sie getragen hat.

Das Flair für Mode hat Iris Apfel von ihrer Mutter, einer gebürtigen Russin, geerbt. Eine elegante, selbstbewusste Frau sei sie gewesen, Besitzerin einer Modeboutique. Ihr Vater besass eine Glas- und Spiegelfirma und war «einer dieser Menschen, die gleichzeitig intellektuell und bauernschlau sind». Iris Apfel wuchs in Queens, New York, auf. Als Teenager sagte ihr Mode wenig, sie sei damals auch sehr dick gewesen. Ihren unverkennbaren Kleiderstil entwickelte sie Mitte zwanzig, als sie für die Modefachzeitschrift «Women’s Wear Daily» arbeitete. «Ich musste jeden Tag und jede Nacht perfekt gestylt sein. Ich war gezwungen zu experimentieren.» Das ist, was sie allen rät, was sie mir rät, als ich sie frage, was ihr Modetipp für mich sei. Man darf sich nicht beeinflussen lassen, man muss herausfinden, was einem steht, was einem gefällt. Ausprobieren, hinfallen, aufstehen. Die Leute hätten Angst vor Individualität. «Dabei gibt es ja kein Richtig oder Falsch!»

Iris Apfel verschwindet ein letztes Mal in ihrem begehbaren Kleiderschrank, das Outfit fürs Covershooting ist an der Reihe. Erinnert sie sich, dass sie mich nach meiner Meinung gefragt hat? Zieht sie den grauen Lederumhang an? Es dauert fast eine Stunde, dann ist die Stilkönigin zurück. An ihren Armen klimpern mehrere Dutzend dicke Reife. Um ihren Hals hängt eine schwere türkis Kette. Man befürchtet fast, die dünne Frau bricht unter dem Gewicht des ganzen Schmucks zusammen. Sie läuft auf mich zu, fragt, ob mir gefalle, wie sie aussehe. Ich nicke. Iris Apfel sieht wie immer fantastisch aus. Sie trägt das orangerote Fellkleid.

Die Weisheiten der Iris Apfel

— «Wenn du dich nicht wie alle anderen anziehst, musst du auch nicht wie alle anderen denken.»
— «More is more and less is a bore.»
— «Ich bin keine Minimalistin. Das haben Sie sicher bereits gemerkt.»
— «Um Stil zu haben, musst du wissen, wer du bist.»
— «Wenn deine Haare richtig gemacht sind und du gute Schuhe trägst, kommst du mit allem davon.»
— «Ich bitte Sie, ich bin doch keine Feministin! Ich bin ein altersschwaches Starlet.»
— «Mode ist die Befreiung der Frau.»
— «Es ist ein freies Land. Wenn du wie ein Freak aussehen willst, ist das dein Problem.»
— «Wenn ein Look nicht funktioniert, wird dich kaum die Fashion Police abholen. Und wenn doch, hast du vielleicht ein bisschen Spass im Knast.»

The One and Only

Iris Apfel wurde am 29. August 1921 als Iris Barrel in Queens, New York, geboren. Sie studierte Kunstgeschichte und heiratete 1948 Carl Apfel, mit dem sie 1950 das erfolgreiche Textilunternehmen Old World Weavers gründete. Apfel war zeitweise eine klassische «lady who lunches» und beriet diverse Präsidentengattinnen in Stilfragen. Seit der Ausstellung im Moma 2005 kann sie sich vor Anfragen kaum retten, sogar Lindsay Lohan wollte sie als Stylistin engagieren, Apfel sagte dankend ab.

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