Heft 19/15

Umbauen mit Köpfchen: Konkrete Tipps

Text: Line Numme; Fotos: Rita Palanikumar

Umbauen mit Köpfchen
Umbauen mit Köpfchen
Umbauen mit Köpfchen
Umbauen mit Köpfchen
Umbauen mit Köpfchen
Umbauen mit Köpfchen
e
f

Wohnzimmer

Im EG wurden Räume zusammengelegt und machten Platz für ein gemütliches Cheminée

Eingang

Der eingebrochene, feuchte Kellerboden erstrahlt nun in neuem ornamentalem Glanz

Toilette

Das Fenster musste einem Leitungsschacht weichen, dafür gibts jetzt einen praktischen Wäscheabwurf

Wir haben praktische Tipps für Sie, mit denen Sie Fehler beim Hausumbau vermeiden. 

1 Ganz wichtig ist es, sich im Vorfeld sehr gut zu überlegen, was man alles braucht und wünscht. Denn alles, was dann im Werkvertrag drin ist, ist bezahlt, und so bekommen die Unternehmen mit der besten Offerte den Auftrag. Alles, was aber nachträglich dazukommt, wird in der Regel ziemlich happig verrechnet. Am besten ist sowieso, die Baudauer und die Kosten um einiges höher zu kalkulieren, damit man keine allzu böse Überraschung erlebt, wenn etwas nicht nach Plan funktioniert.

2 Ein Stück weit ist man den Umständen ausgeliefert, wenn bauliche Fehler passieren. Man muss sie nämlich meistens selbst ausbaden, sprich zahlen. Es ist darum ratsam, mit einem Architekten und Bauführer aus demselben Unternehmen zusammenzuarbeiten. So entstehen weniger Missverständnisse, und es kann vermieden werden, dass sich keiner von beiden für Fehler verantwortlich fühlt.

3 Die Küche ist meist ein grosser Kostenfaktor bei einem Umbau. Gerade hier kann aber auch gespart werden. Ich habe mich für eine Ikea-Küche entschieden, die mir für einen günstigeren Preis einen grossen kreativen Spielraum ermöglichte. Hier auf möglichst lange Lebensdauer und neutrales, allgemeinverträgliches Design zu setzen, finde ich nicht unbedingt sinnvoll, denn meistens wird gerade die Küche von einem Nachbesitzer aus geschmacklichen und hygienischen Gründen wieder ersetzt, egal wie teuer sie war. Und ja: Gut möglich, dass man auch selbst wieder mal Lust auf ein neues Kochambiente hat.

4 Langfristig denken ist gut, aber manchmal denkt man auch zu weit. Die Raumaufteilung so zu wählen, dass sie auch in ein paar Jahren noch passt, ist sicherlich sinnvoll, aber letztlich sollte sie vor allem fürs Jetzt passen. Meist lebt man heute ja nicht mehr für ewig am selben Ort, und die Lebensumstände können sich schnell ändern.

5 Zuletzt noch ein praktischer Tipp für den Umzug: Die Zügelkisten unbedingt mit Farbcodes markieren! So entstehen weniger Missverständnisse, wo was hingehört, denn farbige Punkte kann jeder entziffern.

— Weitere Tipps bietet der K-Tipp-Ratgeber «Umbauen und Renovieren», 32 Franken, www.ktipp.ch

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