Mariella's Picks

5 Labels, die mit ihrem Handwerk überzeugen

Redaktion: Mariella Ingrassia; Fotos: Mariella Ingrassia

Hotmailhotnail
Sailor Peng
Valerie Lipscher
Atelier Té
Ikou Tschüss
e
f

Hotmailhotnail

Perlmutt war mein Wunsch – und so machten sich Ivana und Yvee, die kreativen Köpfe hinter dem Nailart-Studio Hotmailhotnail, ans Werk. Jede bearbeitete eine Hand. Beeindruckend, wie gut eingespielt die beiden sind und wie intuitiv sie zusammenarbeiten. Am Ende sieht das Resultat aus, als hätten sie sich vorher abgesprochen – dabei haben sie nur ab und zu rübergeblinzelt. Ganz nach dem Motto «einfach mache» leben die beiden kreativen Köpfe. So ist auch die Idee von Hotmailhotnail entstanden. Ohne Businessplan und Logo haben sie das Studio an der Langstrasse im vergangenen Mai eröffnet und blicken auf erfolgreiche Monate zurück. Im Dezember finden Sie die beiden Macherinnen an der Rindermarkt 23. Wohin es sie danach treiben wird, teilen sie uns per Instagram mit. So vereinbart man übrigens auch einen Termin: über den Link in der Instagram bio. Erfrischend unkompliziert und inspirierend locker haben die beiden mit mir eine neue Kundin gewonnen.

Nailart auf Naturnagel mit Gel ab 60 Fr. bei Hotmailhotnail

Sailor Peng

«Es gab eine Zeit, da wusse ich nicht so recht, wohin mit mir, da verbrachte ich viel Zeit im Internet. Das war aber kein Surfen, eher ein Segeln». So entstand der Name von Laura Fuhges Schmuck-Label Sailor Peng. Etwas weniger vom Internet geprägt enstehen ihre Designs meistens dann, wenn sie mit ihrer Super-Sculpey-Knete intuitiv darauflos knetet. Diese Handarbeit hat für sie schon fast eine therapeutische Wirkung. Ihr neustes Werk, der geschmolzene Stern, ist ebenfalls auf diese Art entstanden und steht nun ganz oben auf meiner Wishlist!

Armreif aus Silber 600 Fr. von Sailor Peng

Valerie Lipscher

Die gelernte Illustratorin Valerie Lipscher hat sich das Keramikhandwerk selber beigebracht. Ihr präziser Umgang mit dem Pinsel ist unübersehbar. Seit ihrer Ausstellung im Schlosspark Andelfingen wird sie mit Bestellungen überhäuft. Wer mehr davon sehen will, kann auf ihrer Website die Vasen-Unikate begutachten und per Mail einen Termin für die Abholung mit ihr vereinbaren.  

Vasen-Unikate ab 380 Fr. von Valerie Lipscher 

Atelier Té

Die handgefertigten Ohrringe (auch einzeln erhältlich) von Atelier Té sind mir sofort ins Auge gestochen. Sie sind Teil der neuen Kollektion Yasminum, die in Zusammenarbeit mit der in Dubai ansässigen Schmuckmarke Usfuur entstanden ist. Sie ist eine Hommage an das syrische Erbe und die Stadt Jasmin, die heute als Damaskus bekannt ist. «Ich sehe es als eine Verschmelzung von Elementen des Nahen Ostens – Gold und Perlen», erklärt mir Omar von Atelier Té. Bis zu zwanzig Prozent des Erlöses wird an Watanili gesprendet, eine Stiftung, die in der Türkei lebenden syrischen Flüchtlingen hilft. Wer gern die ganze Kollektion sehen möchte, schreibt sich den Launch in die Agenda. Am 5. November im Patrickson-Studio an der Weststrasse 145 von 18 bis 22 Uhr. See you there! 

Ohrringe als Einzelstück erhältlich in Silber für 115 Fr. und Gold für 135 Fr. von Atelier Té

Ikou Tschüss

Seit 14 Jahren gibt es Ikou Tschüss bereits! Das Duo hinter dem Label, Guya Marin und Carmen D'Apollonio, teilt die Leidenschaft für handgefertigte und nachhaltige Produkte. Die Verwendung von Naturfasern und Recyclingmaterialien ist seit Beginn ein wesentlicher Bestandteil der Kollektionen, sozusagen der Kern der Marke. So bestickt Guya in ihrem Atelier an der Ankerstrasse jedes Kissen von Hand – und fertigt dabei entzückende Einzelstücke. Auf meine Frage, wie lang es dauert, bis ein Kissen bestickt ist, antwortet Guya gelassen: Kommt ganz drauf an – einen Tag bis eine Woche. 

Handbesticktes Kissen ab 450 Fr. von Ikou Tschüss 

Junior Fashion Editor Mariella Ingrassia fokussiert bei ihren Picks auf das, was ihr seit jeher ein Anliegen ist: unkonventionelle Produktionszyklen, qualitativ hochwertige Produkte und vor allem den Erhalt des Handwerks.

«The Future Is Handmade» war 2018 die Zukunftsprognose der Trendforscherin Li Edelkoort. Edelkoort sieht unsere Hände und unsere Kreativität als «Ass im Ärmel, wenn früher oder später unsere Arbeit durch die Digitalisierung und Maschinen übernommen wird».

Daran angelehnt hat sich Junior Fashion Editor Mariella Ingrassia in Zürich umgeschaut und fünf Kunstschaffende, deren Können sie bewundert, besucht. 

Empfehlungen der Redaktion

Mariella's Picks

4 Highlights aus Zürcher Vintage- und Secondhand-Shops

Von Mariella Ingrassia

Mehr aus der Rubrik

Frisurencomeback

Also doch: Der Vokuhila ist zurück

Von Leandra Nef