Fashion Week New York

Fashion Week New York: Transparentes von Vera Wang und Tragbares von Rodarte

Text: Silvia Binggeli; Fotos: Image.net/Getty Images

Vera Wang
Vera Wang
Designerin Vera Wang. US-Amerikanerin mit chinesischer Abstammung
Sassen bei Rodarte in der ersten Reihe: Vanity Fair's Modechefin Jessica Diehl and Fashion Market Direktor Michael Carl
Diesel Black Gold
Diesel Black Gold
Diesel Black Gold
Naeem Khan
Naeem Khan
Der Designer Naeem Khan
Zweitlinie von Marc Jacobs: Marc by Marc Jacobs
Marc by Marc Jacobs
Marc by Marc Jacobs
Marc by Marc Jacobs
Marc by Marc Jacobs
Marc by Marc Jacobs
Marc by Marc Jacobs
Marc by Marc Jacobs
Narciso Rodriguez
Narciso Rodriguez
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Vera Wang

Vera Wang

Designerin Vera Wang. US-Amerikanerin mit chinesischer Abstammung

Sassen bei Rodarte in der ersten Reihe: Vanity Fair's Modechefin Jessica Diehl and Fashion Market Direktor Michael Carl

Diesel Black Gold

Diesel Black Gold

Diesel Black Gold

Naeem Khan

Naeem Khan

Der Designer Naeem Khan

Zweitlinie von Marc Jacobs: Marc by Marc Jacobs

Marc by Marc Jacobs

Marc by Marc Jacobs

Marc by Marc Jacobs

Marc by Marc Jacobs

Marc by Marc Jacobs

Marc by Marc Jacobs

Marc by Marc Jacobs

Narciso Rodriguez

Narciso Rodriguez

Ist es Zufall, dass die Designerin aller Hochzeitskleider Vera Wang genau am Valentinstag ihre Kleider an der Fashion Week New York zeigte? Jedenfalls gab es bei der Amerikanerin ganz viel Transparentes zu sehen.

Die amerikanische Königin der Hochzeitskleider wählte erhabene Bögen einer Kathedrale als Background für ihre Show. Die Models defilierten in durchsichtigen Nudelook-Kleidern. Bevor man sich über so viel Transparenz für den Winter wundern musste, brach die Designerin den Feenlook mit handfesten sportiven Elementen: Wollpullovern, Capes und ärmellosen Mänteln mit übergrossen Kragen. Zum Nude gesellte sich schliesslich Orange, Grau und Kohlenschwarz und man konnte sich Winter zu der Kollektion immer besser vorstellen.

Vor allem aber dachte man immer wieder an das, was Vera Wang am allerbesten kann: Hochzeitskleider. Vielleicht lag das aber auch am Valentinstag.

Rodarte

Kate und Laura Mulleavy lassen sich gerne von der Welt der Feen und Fabelwesen inspirieren. Und sind beide erklärte Fans von Horrorfilmen. Für ihre zauberhaften Kleidern mit Ecken und Kanten haben die beiden Schwestern aus Kalifornien in den letzten Jahren etliche Modepreise eingeheimst und viele prominente Fans gefunden - in der Frontrow ihrer Show sass Natalie Portman in einer Kreation der beiden, ebenso Dakota Fanning und Maria Sharapova. Inspirieren liessen sich die Schwestern diesmal von Down Under, Australien. Sie präsentierten wunderschöne schwingende Glockenröcke in mattem Graublau, Etuikleider in Bordeaux und coole Mäntel im Bikerlook.

Zwar fehlten weder die für Rodarte typischen romantischen Elemente (in Form von Rüschen), noch die Referenz an die Unterwelt (als psychedelische Muster auf Kleidern). Insgesamt war die Kollektion aber tragbarer als vergangene; deswegen aber keinesfalls weniger zauberhaft.

Diesel Black Gold

Das Herrenhemd spielt eine zentrale Rolle in Sophia Kokosalakis Herbstkollektion für Diesel Black Gold. Die britische Designerin zeigte es lässig über dem Bauchnabel aufgeknöpft und mit hochgekrempelten Armen, kombinierte dazu Bikerjacken und Kurzpullover mit Popart, Ledergilets, Plisseröcke, Shorts und Dreiviertelhosen. Jeans gab es kaum zu sehen, dafür einen coolen Faux-Fur-Kurzmantel in Leoprint und Lederröcke die sich wie ein Ledenschutz um die Hüfte der Trägerin schmiegt. Sophia Kokosalaki war nicht da, um sich nach der Show vor dem Publikum zu verneigen, sie ist schwanger und ist deshalb zu Hause in London geblieben. Macht nichts, die DNA hat die Designerin dem Topbrand von Diesel eh schon erfolgreich verpasst: In Soho wurde eben der erste Diesel Black Gold Store eröffnet.

Naeem Khan

Der Designer mit indischen Wurzeln ging für seine aktuellste Kollektion von einem Bindi aus: dem Punkt, den Inderinnen auf der Stirn tragen, wenn sie verheiratet sind oder um das Böse fernzuhalten. Seine Kreationen in Taupe, Grau und Schwarz waren reich ausgestattet mit Applikationen, Stickereien und üppigen Materialien, Naeem Khan präsentierte Handwerkskunst pur, seine Kleider wirkten aber trotzdem nicht überladen, weil die Silhouette dabei schlicht blieb.

Die meisten werden wenig Gelegenheit haben, eins seiner Kleider auszuführen. Aber bewundern wird man das eine oder andere Stück bestimmt auf dem roten Teppich können. Immerhin stehen die Oscars vor der Tür. Im Publikum sass jedenfalls schon mal Matt Damon mit seiner Frau Luciana Barroso.

Oscar de la Renta

Üppig, üppiger, Oscar de la Renta. Den wirtschaftlich schwierigen Zeiten zum Trotz präsentierte der amerikanische Meister der grossen modischen Auftritten eine Kollektion reich an Materialien, Stickereien, Applikationen, Glitzer, Strass und Tüll. Und mit Humor: Auf den Kleidern wurde der Schmuck, den die Models um den Hals oder am Ohr trugen, auch als Print präsentiert. Man musste an Prinzessinnen denken, an Mädchen mit grossen Träumen, an Carrie Bradshaw wie sie in einer Folge von «Sex and the City» in den armen ihres allzu romantischen Verehrers in einer Robe von Oscar de la Renta kollabiert. Vielleicht war auch diese Kollektion etwas over the top. Aber wunderschön. Und jung! (Oscar de la Renta wird dieses Jahr übrigens 80.)

Insidertalk:

Event des Abends: «The ever changing face of beauty»: die Fotografin Solve Sundsbo hat mit dem W Magazin zusammen einen Film zum Thema «das immer wechselnde Gesicht der Schönheit» realisiert. Auf zwei riesigen Leinwanden in der Park Avenue Armory war das Werk zu bewundern, in dem Schönheit alle Grenzen von Rasse, Kultur, Geographie und Geschlecht überwindet. Am Eingang empfing W-Chefredaktor Stefano Tonchi seine Gäste, unter anderem Cate Blanchett, Evan Rachel Wood, Sienna Miller und Olivia Palermo.

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