Fashion Week

Herbst-Trends 2014/15 aus den Modemetropolen

Redaktion: Rhea Leisibach; Daniella Gurtner; Barbara Loop, Fotos: Imaxtree.com

Herbst-Trends 2014/15 aus den Modemetropolen
Herbst-Trends 2014/15 aus den Modemetropolen
Herbst-Trends 2014/15 aus den Modemetropolen
Herbst-Trends 2014/15 aus den Modemetropolen
Herbst-Trends 2014/15 aus den Modemetropolen
Herbst-Trends 2014/15 aus den Modemetropolen
Herbst-Trends 2014/15 aus den Modemetropolen
Herbst-Trends 2014/15 aus den Modemetropolen
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Lady Manhattan

Die eisige Kälte während der New Yorker Modewoche bestimmte den Look auf den Strassen: Man schichtete Kleider übereinander, trug Oversize-Sachen mit sportlichem Touch und machte es sich styletechnisch richtig schön bequem. Konkret heisst das: Sneakers passen zu allem. Mit ethnischen Prints und starken Farben setzte man Akzente.

Look der Stadt

Im New Yorker Stil Grösse zeigen: Mit einem Oversize-Mantel wie bei Victoria Beckham. Dazu kraftvolle Accessoires wählen.

Très Paris

Trends setzt an den Fashion Weeks nicht nur der Catwalk, sondern auch die Strasse. Allen voran – naturellement – in Paris: Hier fiel ausserhalb der Shows ein nonchalanter Genderlook auf, ein Verwirrspiel von femininen und maskulinen Elementen in gedeckten Farben. Très sexy – typisch Paris eben.

Look der Stadt

À la parisienne: Eine Lammfelljacke wie bei Sacai, kombiniert mit einem Kleidchen und derben Boots.

Cool, indeed!

Das ist uns in den Streets of London aufgefallen und hat uns sofort gefallen: Wie Modebewusste – und nicht nur Frauen – mit betont lässig über die Schultern geworfenen Oversize- Mänteln, Caban- und Bikerjacken durch die City flanierten. Nicht zwingend praktisch, aber cool.

Brit Chic

Go british – mit einer maskulinen Hose wie bei Paul Smith. Dazu passen Strickpulli und Statement-Schmuck.

Forza Milano

Fussballfan ist sie vielleicht, Fashionista garantiert: Carlotta Oddi, Assistentin von Modejournalistin und Stilikone Anna Dello Russo. Und sie macht, was auf Mailands Strassen in der Zeit der Prêt-à-porter-Shows alle machen: auffallen. Mit einem farbenfrohen und extrovertierten Style. Understatement? Ma dai!

Mailänder Eleganz

Zum taillierten Winterkleid wie bei Bottega Veneta passt ein klassischer Doppelreiher.

Von Modestadt zu Modestadt: Wir haben heisse Herbstlooks von den Prêt-à-porter-Shows, coole Street Styles und einen Brief, der die Fashion-Welt bewegte.

Nicolas Ghesquière

Der französische Designer präsentierte in Paris seine erste Louis-Vuitton-Kollektion. Fünf Dinge, die wir über ihn gelernt haben:

1. Ghesquières Musen sind stark und smart wie Catherine Deneuve, Charlotte Gainsbourg und Cindy Sherman.

2. Im Brief, den Ghesquière der Einladung zur Show beigelegt hatte (links), verneigt er sich vor dem Erbe von Marc Jacobs und dankt dem Publikum fürs Kommen. Stilsicher und charmant.

3. Andere Designer arbeiten bis zur letzten Minute an ihrer Kollektion, Ghesquière soll schon Wochen vor der Show bereit gewesen sein.

4. Ghesquière ist Autodidakt. Mit 15 machte er ein Praktikum bei Agnès B., nach der Matur wurde er Assistent von Jean Paul Gaultier.

5. Zu Beginn seiner Show wurden die Fensterläden geöffnet, und Sonnenlicht flutete den Laufsteg. Welch ein Kontrast zu den pompösen Kunstwelten seines Vorgängers Marc Jacobs!

Auf der nächsten Seite finden Sie den kompletten Brief des Designers mit Übersetzung


Übersetzung

Das ist ein neuer Tag. Ein wichtiger Tag. Sie werden an meiner ersten Modeschau für das Haus Louis Vuitton teilnehmen. Ich kann kaum in Worte fassen, was ich in diesem Augenblick empfinde ...

Es ist mir vor allem eine grosse Freude hier zu sein. Hier, wo mein stilistischer Ausdruck auf die Philosophie eines Hauses trifft, welches ein nobles Erbe und eine inspirierende Geschichte hat. Eine Geschichte, die für die Zukunft und für die Welt offen ist. Eine Suche nach Authentizität und Innovation. Ein Wille zur Zeitlosigkeit. Ist es nicht der höchste Wunsch jedes Designers, etwas Zeitloses zu entwerfen?

Ich verbeuge mich vor der Arbeit von Marc Jacobs, dem ich mit aller Aufrichtigkeit folgen will. Und ich bedanke mich bei Ihnen dafür, dass Sie diesen Moment mit mir teilen. Ich danke all jenen, die es mir ermöglicht haben, diese neue Geschichte zu erzählen. Und mein Dank geht an jene, die das Haus Louis Vuitton gemacht haben und ganz besonders an jene, die an meiner Seite arbeiten. Mein Dank geht an Sie alle, die Sie hier sind, heute, an diesem Morgen. In diesem Augenblick.

Nicolas

5. März 2014

 

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