Fab Five

Fünf exzentrische Looks der Haute Couture

Text: Tanja Ursoleo; Fotos: Imaxtree, Valentino (1), Viktor & Rolf (1), Balmain (1), Ronald van der Kemp (1), Yuima Nakazato (1)

Fünf exzentrische Looks der Haute Couture
Fünf exzentrische Looks der Haute Couture
Fünf exzentrische Looks der Haute Couture
Fünf exzentrische Looks der Haute Couture
Fünf exzentrische Looks der Haute Couture
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Viktor & Rolf

Der Kreativität ist in dieser Disziplin keine Grenzen gesetzt: Oversize-Krinolinen des Designer-Duos Viktor Horsting und Rolf Snoeren mit Social-Media Claims ist Haute Couture für eine neue Generation.

Balmain

Balmain ist nach 16 Jahren Absenz zurück auf dem Haute-Couture-Podium. Die Kollektion von Chefdesigner Olivier Rousteing sorgte für Aufsehen mit futuristisch anmutenden und exzentrischen Kreationen.

Valentino

Valentino repräsentiert die Königsklasse der Haute Couture. Designer Pierpaolo Picccioli zeigt raffinierte Scheiderkunst, die dramatisch und zugleich poetisch anmutet. Celine Dion war zu Tränen bewegt und liess sich während der Show zahlreiche Kleenex von ihrer Assistentin im zweiten Rang reichen.

Ronald van der Kemp

Designer Ronald van der Kemp setzt auf Nachhaltigkeit und zeigt, dass ökologische und ethische Ansprüche auch in der Haute Couture umgesetzt werden können: Er verarbeitete hochwertige «übergebliebene» Materialien sowie Vintage Couture Stoffe und kreierte eine moderne und zugleich durchaus tragbare Kollektion.

Yuima Nakazato

Die Technologie nimmt auch in der Haute Couture Einzug: Der japanische Designer Yuima Nakazato ist bekannt für seine technologischen Innovationen und zeigte diese Saison ein neues Verfahren, welches Stoffe ganz ohne Faden zusammensetzen und damit ganz individuelle Kreationen entstehen lässt.

Während der Haute-Couture-Schauen werden zweimal jährlich die aufwendigsten Entwürfe der grossen Designhäuser präsentiert. Unsere Paris-Korrespondentin hat sich die exzentrischen Kollektionen für Frühling/Sommer 2019 genau angesehen und stellt ihre Lieblingslooks und -Shows vor. 

Auf den ersten Blick wirkt die Haute Couture, also die edle Massschneiderei ein wenig elitär. Die Kreationen der Couture-Häuser werden für mehrere Zehntausend Euro an Stammkundinnen verkauft, die aus der Aristokratie oder den neuen internationalen Eliten stammen. Bekannte Haute Couture Kundinnen und zugleich Mäzeninnen sind Mouna Ayoub, die über 10'000 Haute Couture Kreationen besitzt, die exzentrische Erbin Daphne Guinness oder die Ehefrau des katarischen Emirs. Die mediale Resonanz dieses Kulturerbes ist beachtlich: Zweimal jährlich präsentieren Chanel, Dior und Co., während knapp vier Tagen ihre aufwendigen Kreationen vor einem ausgewählten Publikum aus Medien, Käuferinnen und VIP’s. Für die kommende Saison Frühling/Sommer 2019 präsentierten 13 permanente Mitglieder sowie 17 ausländische Korrespondenz- und eingeladene Häuser ihre Kollektionen. Der Begriff Haute Couture ist in Frankreich seit 1945 juristisch geschützt und das Label kann bis heute nur durch das Wirtschaftsministerium vergeben geben, welches sich auf die Empfehlung des Dachverbands «Chambre syndicale de la Couture» stützt.

Tanja Ursoleo ,
Pariskorrespondentin
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