Redaktionstest

Diese Schweizer Luxushotels gönnen wir uns jetzt

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Traumhaft: Die Grace-Kelly-Suite im «Ritz-Carlton Hotel de la Paix» in Genf.

Jacqueline Krause-Blouin im «Ritz-Carlton Hotel de la Paix».

Eines der Highlights im «Ritz-Carlton Hotel de la Paix»: Das Private Dining in der Grace-Kelly-Suite mit Blick auf die berühmte Genfer Fontäne.

Im «Fairmont Montreux Palace» trifft Eleganz auf Rock’n’Roll.

Das Spa des «Fairmont Montreux Palace».

Jacqueline Krause-Blouin im «Fairmont Montreux Palace».

Luxuriös, alpin, chic: «The Chedi Andermatt».

Beim Pool von «The Chedi Andermatt» lässt es sich auf kuschligen Liegebetten entspannen. 

Tiefenentspannt: Kerstin Hasse im «The Chedi Andermatt».

Traditionsreich und lebendig, familiär und luxuriös: Das Hotel Waldhaus Sils.

Das Hotel Waldhaus Sils besuchen Familien, Kulturinteressierte und Geschichtsversessene.

Barbara Loop im Hotel Waldhaus Sils.

Ruhige Rückzugsoase mitten in der Stadt: Das Hotel Widder in Zürich.

Die Gäste des Hotels Widder sind Individualisten, die Historie und Kulinarik schätzen.

Tipp: Das 5-Gang-Menü von Chefkoch Stefan Heilemann im Widder-Restaurant.

Mit Dampfbad, Kotatsu-Fussbad, Tauchbecken und Aromapool: Das Spa vom «The Dolder Grand» in Zürich.

«The Dolder Grand» ist unter anderem auch bekannt für seine exquisite Kunst.  

Mariella Ingrassia im «Dolder Grand».

Hier feierte Phil Collins seine Hochzeit: Der Saal Sandoz im «Beau-Rivage Palace».

Eigenes Hammam und Massageliegen: Die Spa-Suite im «Beau-Rivage Palace Hotel».

Englische Eleganz in der Bibliothèque: Vanja Kadic im «Beau-Rivage Palace».

Familiär, fortschrittlich und exakt so fancy wie nötig: «The Omnia» in Zermatt mit Ausblick aufs Matterhorn.

Zu empfehlen: Alles, was die Köchinnen und Köche im Restaurant des «The Omnia» zaubern.

Leandra Nef in der zweistöckigen Roof-Suite im «The Omnia».

Das Familienzimmer im Hotel National Zermatt.

Der neu gestaltete Pool- und Wellnessbereich im Hotel National Zermatt schafft, was in Familienhotels nur wenige schaffen: Er ist absolut familientauglich.

Sven Broder im Hotel National Zermatt.

Das «Giardino» in Ascona.

Agnolotti mit Pesto, Zucchetti, Venusmuscheln und Petersilie im «Hide & Seek» im «Giardino».

Marie Hettich im Wahnsinnsgarten im «Giardino» in Ascona.

Wir haben für Sie zehn Schweizer Luxushotels getestet. Private Dining in Genf, Bauchmassage in Lausanne oder doch lieber in Zermatt in der eigenen Sauna entspannen? Bei unseren luxuriösen Hoteltipps ist für jeden Geschmack etwas dabei. 

«Fairmont Montreux Palace» in Montreux &
«Ritz-Carlton Hotel de la Paix» in Genf

Chefredaktorin Jacqueline Krause-Blouin begab sich auf eine «Tour de Romandie» und checkte jeweils eine Nacht im «Fairmont Montreux Palace» und im «Ritz-Carlton Hotel de la Paix» in Genf ein. Magnifique!

Mein erster Eindruck:
Fairmont Montreux Palace: Ich bin Audrey Hepburn!
Ritz-Carlton Hotel de la Paix: Ich bin Grace Kelly!

Diesen Vibe hat das Hotel:
Fairmont Montreux Palace: Grandhotel-Chic in unschlagbarer Kulisse.
Ritz-Carlton Hotel de la Paix: City Vibes in Style – besser lässt sich kosmopolitisch, historisch und modern nicht verbinden.

Deshalb ist das Hotel jeden Rappen wert:
Fairmont Montreux Palace: Ich würde sagen, dass man nirgends in der Schweiz so gut Eleganz mit Rock’n’Roll verbindet – fragen Sie unbedingt den Barkeeper nach juicy Stories über die Musiker, die schon beim «Montreux Jazz Festival» gespielt haben, sie steigen nämlich alle im Fairmont Montreux Palace ab!
Ritz-Carlton Hotel de la Paix: das Personal. So charmant, so aufmerksam und trotzdem so menschlich.

Diese Leute sind vor Ort: 
Fairmont Montreux Palace: gut betuchte Schweizer Familien, internationale Gäste und – Chris von Rohr.
Ritz-Carlton Hotel de la Paix: Movers and Shakers mit Geschmack, verliebte stilsichere Pärchen und Influencer (aber nicht die peinlichen).

Mein Lieblingsort im Hotel:
Fairmont Montreux Palace: Der Liegestuhl im Garten direkt neben dem Outdoor-Pool.
Ritz-Carlton Hotel de la Paix: Das wohl komfortabelste Bett der Schweiz.

Das war von Corona zu spüren: 
In Montreux konnte man Corona fast ganz ausblenden, einzig im Spa musste man vorher seinen Besuch ankündigen, damit die Maximalanzahl an Gästen nicht überschritten wird. Die Restaurants waren geöffnet und selbst am Frühstücksbuffet durfte man sich selbständig bedienen.
In Genf war man um einiges strenger, was auch an den erhöhten Fallzahlen in der Gegend liegen könnte. Das Restaurant Fiskebar ist bis Mitte September geschlossen, deswegen werden Private Dinings in den Suiten angeboten – ein Luxus, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Der Sonntagsbrunch (incroyablement gut!) findet im Restaurant statt, man kann sich aber auch bequem alles aufs Zimmer bestellen. In der Lobby herrscht Maskenpflicht und im Gym sind selbst die Handtücher in Plastik verpackt. Man fühlt sich sehr gut aufgehoben.

Unbedingt tun:
Fairmont Montreux Palace: vom Indoor- in den Outdoor-Pool hüpfen, nur um dann zwanzig Schritte weiter in den See zu springen.
Ritz-Carlton Hotel de la Paix: ein Vollbad in der luxuriösen Badewanne nehmen – mit Badesalz von Asprey London und einem Glas Rotwein.

Unbedingt essen:
Fairmont Montreux Palace: Gazpacho und Lobster-Tagliatelle im Restaurant La Terrasse du Petit Palais oder das Roasted Chicken à la Quincy Jones im «Montreux Jazz Café» – der Legende nach hat der Musiker es dort einmal selbst gekocht und die Gäste damit beglückt.
Ritz-Carlton Hotel de la Paix: die butterweichen Eggs Benedict mit Spinat beim legendären Sunday-Brunch.

Mein absoluter Princess-Moment: Ein Private Dining in der Grace-Kelly-Suite mit Blick auf die berühmte Genfer Fontäne (die Schauspielerin wohnte einige Zeit im «Ritz»). Unser privater Kellner las uns jeden Wunsch von den Augen ab und zeigte uns mit einem riesigen goldenen Fernrohr den Mont Blanc. Mein Glas war nie weniger als halbvoll. Und ja, ich schätze Aufmerksamkeit, wenn es um gefüllte Gläser geht. Süsses Detail: Es lagen eine Polaroid-Kamera samt Fotoalbum bereit, als Erinnerung an unsere schönsten Momente. 

Deshalb würde ich wieder hinfahren: Riviera-Vibes und Metropole-Feeling – die Kombi aus Montreux und Genf deckt alle Bedürfnisse ab und zeigt wieder mal, wie vielseitig die Schweiz doch ist. Vergessen Sie Cannes und Paris!

So instagrammable ist das Hotel von 0 bis 10: 
Fairmont Montreux Palace: 7, dieses Haus braucht keinen Social Media Fame – die Historie wiegt viel schwerer als ein paar Likes.
Ritz-Carlton Hotel de la Paix: 10. Mit dem ersten Schritt ins Haus will man ständig sein Smartphone zücken – gefährlich! Most instagrammable place im Hotel: das Treppenhaus mit seinem Schachbrettboden, umrahmt von Popart und dem ikonischen Kronleuchter im Zentrum.

– Fairmont Montreux Palace, avenue Claude-Nobs 2, 1820 Montreux, Tel. 021 962 12 12, fairmont.com, DZ ab 279 Fr. inklusive Montreux Riviera Card und Spa-Eintritt.

– Ritz-Carlton Hotel de la Paix, quai du Mont-Blanc 11, 1201 Genf, Tel. 022 909 60 00, ritzcarlton.com/de/hotels/europe/geneva, DZ ab 637 Fr. inklusive Frühstück. Das Package «Escape to Geneva» enthält eine Übernachtung im Ritz-Carlton Hotel de la Paix in einem Luxuszimmer, Frühstück im Zimmer sowie ein spannendes Private Dining des Signature-Chefmenüs

 

«The Chedi Andermatt» in Andermatt

Die Stellvertretende Chefredaktorin Kerstin Hasse hat sich für zwei Luxustage nach Andermatt zurückgezogen. Nach Massagen, Käsetellern und Power-Naps vor dem Hotelzimmer-Cheminée woIlte sie «The Chedi» gar nicht mehr verlassen.

Mein erster Eindruck: ENDLICH hier! Die Anreise von Zürich mit dem Zug verlangt das eine oder andere Umsteigen. Wenn man dann mal in der eindrücklichen Lobby steht und mit einem Erfrischungstuch und kaltem, hausgemachten Tee empfangen wird, ist das schnell vergessen.

Diesen Vibe hat das Hotel: luxuriös, alpin, chic.

Deshalb ist das Hotel jeden Rappen wert: Das Zimmer ist ein Traum – man könnte eigentlich den ganzen Aufenthalt einfach in den eigenen vier (Hotel-)Wänden verbringen. Das eigene Cheminée lässt sich per Tablet anzünden – egal, ob aus der freistehenden Wanne oder dem riesigen Bett hinaus. Und die Bademäntel sind das wohl Kuschligste, was ich je getragen habe.

Mein Lieblingsort im Hotel: Neben dem Zimmer sind es klar die Liegen beim Pool. Zwei Mal bin ich dort auf den kuschligen Liegebetten komatös weggenickt.

Unbedingt tun: Eine Massage buchen! Im Spa-Inclusive-Paket sind ein Omorovicza-Moorpeeling und eine Massage à 90 Minuten integriert, das lohnt sich wirklich. Während ich allerdings The Chedi Alpine Massage geniessen durfte, testete mein Freund das Spa-Inclusive-Paket. Wir waren uns beide einig, dass wir diese Erfahrung bald wiederholen sollten.

Unbedingt essen: eine Käseauswahl aus dem gläsernen Käse-Turm, der der Mittelpunkt des Restaurants ist.

Unbedingt trinken: einen Americano an einem der vielen Cheminées in der Lobby.

Deshalb würde ich wieder hinfahren: Das Hotel ist luxuriös, aber nicht abgehoben. Ich liebe schöne und schicke Unterkünfte, mag es aber nicht, wenn ich das Gefühl habe, dass dieser Ort nur für eine bestimmte Klientel gemacht ist. Im «The Chedi» herrscht eine angenehme Atmosphäre, gediegen, aber nicht dekadent. Es hat junge Leute und ältere, Kinder und Pärchen. Der Service ist ausserdem ausgezeichnet.

So instagrammable ist das Hotel von 0 bis 10: 9 – die vielen Cheminées sind nicht ganz so einfach einzufangen. Der beste Insta-Spot ist der grosszügige Pool. Als Inspo einfach mal Chiara Ferragnis Insta-Feed checken.

– The Chedi Andermatt, Gotthardstrasse 4, 6490 Andermatt, Tel. 041 888 74 88, thechediandermatt.com, DZ ab 425 Fr. inklusive Frühstück. Das Spa-Package beinhaltet zwei Übernachtungen, buchbar von Sonntag bis Donnerstag, und eine Omorovicza-Behandlung mit Moorpeeling und Massage (neunzig Minuten) für eine Person. Kostenpunkt: ab 944 Fr.

 

Hotel Waldhaus Sils in Sils

Lifestyle-Chefin Barbara Loop ist im Hotel Waldhaus Sils in einen Tagtraum verfallen – und seither nicht wieder aufgewacht.

Mein erster Eindruck: Der Vorhang hebt sich, das Spektakel beginnt: Livrierte Bedienstete nehmen das Gepäck entgegen, die Messing-Buchstaben über dem Hoteleingang blitzen in der Sonne auf, leise klappern die Hufe der Pferde, die Kutschen voller Touristen ins Fextal ziehen. Die Treppe hoch, durch die Drehtür und im Salon eröffnet sich eine sagenumwobene Welt: alte Perserteppiche, Ohrenfauteuils, Kronleuchter und eine Fensterfront, die sich wie ein Gemälde ausnimmt. Kaffeetassen scheppern, Stühle rücken, Kinder lachen. Es ist wie der Auftakt zu einem Theaterstück, das von einer verlorenen Zeit erzählt, verwunschen und doch voller Leben.

Diesen Vibe hat das Hotel: traditionsreich und lebendig, stilvoll und unverkrampft, familiär und luxuriös … Obwohl, irgendwie mag man gar nicht von Luxushotel sprechen, denn trotz Silberbesteck und weissen Tischtüchern, perfekten Drinks und schweren Vorhängen ist derjenige, der den Prunk eines Luxushotels sucht, hier falsch. Im «Waldhaus Sils» gibt es eine Bibliothek statt Pay-TV, eine Minigolf-Anlage statt eines Golfplatzes, eine hauseigene Kulturstiftung statt eines Membe- Clubs. Gerade das ist der Luxus an diesem Haus.

Deshalb ist das Hotel jeden Rappen wert: Die Besitzerfamilie Dietrich und Kienberger hat dem Waldhaus etwas gegeben, das nur mit Sorgfalt und Zeit, nicht aber mit Geld zu erschaffen ist: eine Seele.

Diese Leute sind vor Ort: Familien (es gibt wohl kaum ein kinderfreundlicheres Fünfsterne-Haus), Kulturinteressierte (hier hat schon Christoph Marthaler Theater inszeniert) und Geschichtsversessene. Die Gäste kommen nicht aus Asien oder Russland, selten aus Amerika oder Frankreich, sie kamen auch schon vor Corona vor allem aus der Schweiz.

Unbedingt tun: Das Hotel liegt am Eingang zum märchenhaften Fextal. Ein Engadiner Klassiker, von dem man aber kaum genug bekommen kann. Einfach der Strasse vor dem Hotel folgen, durch den Lärchenwald, an den Blumenwiesen vorbei um ein paar Kurven – und es öffnet sich ein Panorama von grosser Schönheit.

Unbedingt essen: Engadiner Nusstorte, in der Lobby beim Afternoon-Tea. 

Das war mein Highlight: Wir waren kaum angekommen, da sassen wir schon im Salon auf weichen Polstern. Das kleinere Kind war in meinen Armen eingeschlafen, das grössere im Spielzimmer verschwunden. Ich schliesse die Augen, lausche dem Waldhaustrio, das hier jeden Nachmittag aufspielt, und versinke in einem Tagtraum.

Mein absoluter Princess-Moment: auf dem grossen Stein im Spa liegend, den Blick durch das Dachfenster in den Engadiner Himmel, den Arvenduft des Bades in der Nase, die Knie noch weich von der Massage.

Davon träume ich noch immer: Wie unsere kleinen Töchter mit einer Horde anderer Kinder über die Perserteppiche tollen. Das Bild hat sich tief in mein Gedächtnis gebrannt.

Deshalb würde ich wieder hinfahren: Ganz einfach, im «Waldhaus Sils» erreiche ich so etwas wie meinen Idealzustand.

Der Bettkomfort von 0 bis 10: 7 im Hotelbett, 10 in der Waldwiese.

– Hotel Waldhaus Sils, Fexerstrasse 3, 7514 Sils im Engadin/Segl, Tel. 081 838 51 00, waldhaus-sils.ch, DZ ab 475 Fr. (kleines DZ-Zimmer, Nebensaison)

 

Hotel Widder in Zürich

Home away from home: Fashion Director Nathalie De Geyter gönnte sich eine Auszeit in der eigenen Stadt. Im traditionellen Luxushotel Widder, mitten in der Zürcher Altstadt.

Diesen Vibe hat das Hotel: traditionell schweizerisch, aber trotzdem modern interpretiert. 

Deshalb ist das Hotel jeden Rappen wert: Qualität lässt sich im «Widder-Hotel» an allen Ecken finden: Ob an der hauseigenen Widder-Bar, als Gast in einem der schönsten Zimmer Zürichs oder im Restaurant von Sternekoch Stefan Heilemann.

Diese Leute sind vor Ort: Individualisten, die Historie und Kulinarik schätzen und gern mitten in der Stadt eine ruhige Rückzugsoase finden.

Mein Lieblingsort im Hotel: die grosse, freistehende Badewanne mitten in unserer Modern Suite.

Unbedingt essen: Das 5-Gang-Menü bei Chefkoch Stefan Heilemann im Widder-Restaurant. Unbedingt eine Weinbegleitung von Sommelier Stefano dazu bestellen.

Unbedingt trinken: einen sommerlichen Bellini oder Eigenkreationen von Barchef Wolfgang Mayer und seinem Team. Am besten man lässt sich von den Profis beraten. Die Widder-Bar gehört zu den traditionellsten Bars Zürichs.

Mein absoluter Princess-Moment: Champagner zur Ankunft auf dem Zimmer, genossen auf der privaten Dachterrasse.

Das war mein Highlight: Frühstück auf der privaten Terrasse mit Sicht über die Zürcher Altstadt. Wie ruhig es in Zentrum Zürichs hoch über den Dächern ist! 

Der Bettcomfort von 0 bis 10: 10 – übergross und überbequem.

– Hotel Widder, Rennweg 7, 8001 Zürich, Tel. 044 224 25 26, widderhotel.com, DZ ab 580 Fr. (Durchschnittspreis)

 

«The Dolder Grand» in Zürich

Junior Fashion Editor Mariella Ingrassia tat es Sophia Loren gleich und verbrachte eine luxuriöse Nacht im Grand Hotel Dolder.

Mein erster Eindruck: Vor ein paar Minuten stand ich noch auf dem Helvetiaplatz, nach einer kurzen Fahrt mit der Dolderbahn schon auf dem wunderschönen Adlisberg, umgeben von riesigen Bäumen – im «Dolder Grand». Dass ich in Zürich, wo ich lebe, jemals solche Feriengefühle haben würde, hätte ich nicht erwartet. 

Deshalb ist das Hotel jeden Rappen wert: Fernab der Stadt, inmitten der Natur tauchte ich in eine andere Welt ein. Eine Welt mit exklusivem Ambiente. Dazu beigetragen hat sicherlich die riesige Kunstsammlung von Urs Schwarzenbach, dem Besitzer des Dolder-Grandhotel. Über Hundert Kunstwerke sind im Hotel ausgestellt. Darunter Andy Warhols elf Meter breites «Big Retrospective Painting» über der Rezeption des Luxushotels oder Fernando Boteros opulente «Woman with Fruit» im Aussenpoolbereich.

Mein Lieblingsort im Hotel: Wow, dachte ich, als ich die Tür zum Ladies-Spa öffnete: Dampfbad, Kotatsu-Fussbad, Tauchbecken, Aromapool und Steam Pot – alles wunderschön in funkelndem Mosaik eingefasst. Weil die meisten Gäste draussen am Pool lagen, gehörte der gesamte Spabereich mir allein. Ich verliess ihn erst nach zweieinhalb Stunden wieder. Es war grossartig.

Unbedingt tun: Das «Organic Spa Clinical Facial by Amala». Ich fühlte mich danach unglaublich entspannt – und meine Haut war wie neu. 

Unbedingt essen: Auf der Panorama-Sonnenterrasse des Restaurants Saltz sollten Sie den hausgeräucherten Schweizer Alpenlachs – serviert auf einem Turicum-Gin und Dill-Crème – bestellen.

Mein absoluter Princess-Moment: Als mein Freund mir im Hotelzimmer ein Bad einliess und ich von der Badewanne aus fernsehen konnte. Wir reden hier von einem im Badezimmerspiegel integrierten Screen, den man von der Badewanne aus steuern kann.

Davon träume ich noch immer: Von der Milchschnitte mit Sauerkirsche und Haselnuss als Dessert serviert. Einfach köstlich.

Das Frühstück von 0 bis 10: 10! Das Zmorge wird à la carte serviert und war vom Feinsten.

– The Dolder Grand, Kurhausstrasse 65, 8032 Zürich, Tel. 044 456 60 00, thedoldergrand.com, DZ ab 640 Fr. inklusive Frühstück

 

«Beau-Rivage Palace» in Lausanne

Redaktorin Vanja Kadic entspannte im «Beau-Rivage Palace» in ihrem eigenen Hammam und träumt noch heute von der Burrata-Glace im Gourmet-Restaurant des Hotels.

Diesen Vibe hat das Hotel: Das «Beau-Rivage Palace» ist ein stilvolles Luxus-Hotel, das ohne Schnickschnack auskommt: traditionsreich und doch modern, luxuriös, aber nicht dekadent. Classy.

Deshalb ist das Hotel jeden Rappen wert: Das Personal ist toll (aufmerksam, freundlich, nie unangenehm übereifrig) und der Service fantastisch: Bei unserer Ankunft warteten etwa frische Aprikosen, Weisswein und Zitronenkuchen in der Suite auf uns, am Abend lag ein Duftspray fürs Kissen auf dem Bett.

Diese Leute sind vor Ort: gut situierte Familien, ältere und jüngere Paare – und eine Menge Promis. Wir haben im« Beau-Rivage Palace» zwar keine Celebrity gesehen, dafür aber ausgiebig die Wand studiert, an der eingerahmte Bilder mit Autogrammen von berühmten Gästen hängen: Ich freute mich besonders darüber, dass persönliche Helden wie Elton John, Grace Jones oder Liza Minnelli schon im «Beau-Rivage Palace» waren. 

Mein Lieblingsort im Hotel: unser Zimmer. Wir nächtigten in der Spa-Suite «Suite de Félicité», und boy, oh boy – ich hätte sie am liebsten niemals mehr verlassen. Die Suite verfügt über ein eigenes Hammam und zwei Massageliegen: Auf Wunsch kann man Massagepersonal aufs Zimmer bestellen. Der Balkon mit umwerfendem Blick auf den Genfersee gab mir den Rest. 

Das war von Corona zu spüren: Das Personal trägt konsequent Masken und uns wurde per Laser (!?) die Temperatur gemessen, bevor wir den Spa-Bereich betreten durften. 

Unbedingt tun: den brandneuen Spa-Bereich erkunden, der nach seiner Renovation erst im Juni wiedereröffnet wurde. Ich bekam eine sehr entspannende ayurvedische Bauchmassage mit Öl und eine sehr interessante anderthalbstündige Naturheilkunde-Beratung (Letzteres ist auch der Grund, warum ich aktuell versuche, meinen Kafi-Konsum drastisch zu drosseln und stattdessen Rosmarintee in rauen Mengen zu trinken.).

Unbedingt essen: der Hummer in der Brasserie Café Beau-Rivage ist himmlisch.

Das war mein Highlight: Wir assen einen Zehngänger bei Anne-Sophie Pic (3-Michelin-Sterne), dem Gourmet-Restaurant des «Beau-Rivage Palace». Jeder Bissen des «Lake Sight in Summer»-Menüs war ein Traum: Ich möchte in der Burrata-Glace baden und habe, hands down, noch nie so etwas Gutes wie Anne-Sophie Pics Berlingots (kleine Teigtaschen, die mit flüssigem Fondue-Käse gefüllt waren) gegessen. Auch hier: Der Service war fantastisch. So bekam ich etwa innert wenigen Minuten eine angepasste Menükarte in die Hand gedrückt, als ich meine Nussallergie beichtete.

Mein absoluter Princess-Moment: in der Badewanne liegen, dabei dank des im Badezimmer-Spiegel integrierten TVs «Friends» schauen und Kaffee trinken. So will ich jeden Tag meines Lebens starten.

Das Frühstück von 0 bis 10: eine 9. Am Buffet gab es alles, was man sich wünschen kann, zusätzlich kann man Gerichte à la carte bestellen. Kulinarisch war ich sehr happy – nur war ich etwas erstaunt darüber, dass am Buffet kein Plexiglas angebracht war oder keine Maskenpflicht für die Gäste herrschte. Solche Massnahmen hätte ich erwartet.

– Beau-Rivage Palace, chemin de Beau-Rivage 21, 1006 Lausanne, Tel. 021 613 33 33, brp.ch, Preise variieren je nach Saison: DZ Superior Room mit City View ab 480 Fr. (im Winter), Superior Room mit Sicht auf See ab 630 Fr. (im Winter)

 

«The Omnia» in Zermatt

Lifestyle-Redaktorin Leandra Nef hat sich durch die Menükarte des Zermatter 5-Sterne-Hotels The Omnia geschlemmt. Für eine Besteigung des Matterhorns hat es trotz ausreichend Stärkung nicht gereicht – aber beobachten konnte sie von ihrer Roof-Suite aus einige.

Diesen Vibe hat das Hotel: Der Managing Director begrüsst die Gäste persönlich, die Wacholder und den Bergthymian für die Saftbegleitung zum Abendessen pflückt das Personal eigenhändig in den Zermatter Bergen und duschen darf man mit Aesop-Produkten. Familiär, fortschrittlich und exakt so fancy wie nötig.

Diese Leute sind vor Ort: Gourmands und Geniesser! Ausserdem Paare und Familien in kostspieliger Outdoor-Bekleidung und Schuhen des Schweizer Überfliegers On. Nur das Modell von Roger Federer scheint sich keiner der Gäste ergattert zu haben.

Mein absoluter Princess-Moment: Kennen Sie die Szene aus «Sex and the City», in der der Makler nach der Besichtigung der 33. schäbigen New Yorker Stadtwohnung im Lift unverhofft den Knopf zum Penthouse drückt und Carrie Bradshaw beim Betreten der Luxuswohnung ungläubig «I have gone to real estate heaven» haucht? Genau so erging es mir, als wir – ohne zu wissen, in welchem Zimmer wir untergebracht sein würden – in den Lift stiegen und die Mitarbeiterin den obersten Knopf zur zweistöckigen Roof-Suite drückte. Sie ist exakt viermal so gross wie meine Wohnung.

Mein Lieblingsort im Hotel: Unsere Suite mit eigener Sauna, freistehender Holzbadewanne, Blick aufs Matterhorn und Fernrohr, um frühmorgens die Besteigungen auf den Viertausender zu beobachten. Sehr eindrücklich.

Unbedingt essen: Alles, was die Köchinnen und Köche im Restaurant von «The Omnia» zaubern. Sie konzipieren alle Speisen so, dass sie ohne Fisch oder Fleisch auskommen. Erst auf Wunsch des Gastes wird Fisch oder Fleisch dazu serviert – selbstverständlich perfekt auf die übrigen Ingredienzien abgestimmt. Erfreulich fortschrittlich, finden wir. Ausserdem setzt die Küche auf Produkte aus der Region und dem Alpenraum.

Unbedingt trinken: Genauso fortschrittlich: «The Omnia» bietet neben einer Wein- auch eine Saftbegleitung zum Dinner – und die ist nicht nur eine Wohltat für die Geschmacksknospen, sondern auch fürs Ego. Endlich musste ich während eines schicken Abendessens mal nicht so tun, als ob ich Ahnung von Wein hätte. Durch den Viergänger haben uns ein Rhabarbersaft mit gebranntem Wacholder, eine Tomatenessenz mit grünen Bohnen und Basilikumöl, wilde Heidelbeeren und Walliser Aprikosensaft mit Bergthymian (mein Favorite!) begleitet.  

– The Omnia, Auf dem Fels, 3920 Zermatt, Tel. 027 966 71 71, the-omnia.com, DZ ab 470 Fr. inklusive Frühstück, Roof-Suite ab 3500 Fr. Das gastronomische Angebot ist aufgrund der aktuellen Situation bis auf Weiteres exklusiv den Hotelgästen vorbehalten: Vorspeisen ab 17 Fr., Hauptgänge ab 23 Fr., 4-Gang-Menü ab 85 Fr., Saftbegleitung 48 Fr.

 

Hotel National in Zermatt

Von Flügeli über Füdlibombe bis füdliblutt: Leiter-Reportagen Sven Broder genoss drei erholsame Tage im Hotel National in Zermatt mit seiner Familie – und alle kamen auf ihre Kosten. Gefallen hätte es auch Oma und Opa, aber die waren leider nicht dabei.

Diesen Vibe hat das Hotel: die gelungene Mischung aus jung und alt, traditionell und modern, Chäs-Stübli, Jacuzzi und Kinderspielzimmer macht das «National» zum perfekten Mehr-Generationen-Haus.

Deshalb ist das Hotel jeden Rappen wert: Der neu gestaltete Pool- und Wellnessbereich schafft, was in Familienhotels nur wenige schaffen: Er ist absolut familientauglich. Dies bedeutet letztlich nichts anderes als: die Kinder haben Spass, ohne den Eltern oder anderen Gästen dabei auf den Keks zu gehen beziehungsweise deren wohlverdientes Wellnessen zu vermiesen.

Mein Lieblingsort im Hotel: die Nacktzone. Tönt vulgär, meint aber eigentlich nur: füdliblutt statt Flügeli und Füdlibombe. Der neu und super schön gestaltete Bereich mit Sauna, Eis- und Dampfbad ist reserviert für die Erwachsenen – und nur schon deshalb wahnsinnig entspannend und guttuend.

Unbedingt tun: eine Massage «bir Virschini» buchen, am besten die Relaxmassage «National Deluxe»; eine Kombination aus tiefenentspannender Ganzkörper-Aromatherapie und Fussreflexzonen-Massage. Die einheimische Masseurin sammelt die Kräuter, die sie für die Therapie verwendet, noch eigenhändig rund um Zermatt. Das allein ist schon sehr bezaubernd, doch richtig magisch ist, was die Frau an physischen und psychischen «Verknotungen» aus dem Körper unter ihren Händen herausspürt und – auf zauberhafte Weise auflöst. 

Deshalb würde ich wieder hinfahren: vor allem im Winter wegen der Lage des Hotels. Die Sunnegga-Bahn ist ein Katzensprung entfernt. Nach einem langen Tag im Schnee und auf den Pisten stolpert man quasi von der Talstation direkt ins Hotel. Eltern, gerade mit kleinen Kindern, werden diesen Standortvorteil garantiert zu schätzen wissen. Und auch im Sommer ist das ideal. Denn die Standseilbahn führt auch hinauf zum herrlich erfrischenden Leisee («Badestrand von Zermatt») und zu einem wunderschönen Naturspielplatz in atemberaubender Bergkulisse.

Bettcomfort von 0 bis 10: 8. 

So instagrammable ist das Hotel von 0 bis 10: 10. Weil: Sämtliche Zimmer sind nach Süden ausgerichtet – und 41 von 54 Zimmern bieten freie Aussicht aufs Matterhorn. Folglich: The most instagrammable place im Hotel: der Balkon. Im Bademantel. Mit Matterhorn im Rücken.

– Hotel National Zermatt, Matterstrasse 39, 3920 Zermatt, Tel. 027 966 99 66, nationalzermatt.ch, DZ ab 229 Fr. (Sommer), ab 339 Fr. (Winter) inklusive Frühstück. Familienzimmer, für zwei bis vier Personen inklusive Frühstück: ab 429 Fr. (Sommer), ab 749 Franken (Winter)

 

«Giardino Ascona» in Ascona

Redaktorin Marie Hettich hat ihr Hotel in Ascona kaum verlassen. Bei dem traumhaften Garten auch kein Wunder.

Diese Leute sind vor Ort: Im Giardino sind viele Families zu Besuch: junge Eltern mit kleinen Kids, Eltern mit ihren längst erwachsenen Kindern oder Grosseltern mit ihren Enkeln. Obwohl hier und da dicke Uhren und teure Taschen zu sehen sind, ist die Stimmung dementsprechend locker.

Mein Lieblingsort im Hotel: der riesengrosse, wunderschöne Garten voller Palmen, Zitronen- und Olivenbäume. Das «Giardino» war ausgebucht – und trotzdem konnten mein Freund und ich jeweils wählen, ob wir uns auf Liegestühlen am Pool, am Kräutergarten oder noch eine Ecke weiter mit Wahnsinnsblick auf die Tessiner Alpen niederlassen. So viel Platz, so eine Ruhe – das ist für mich als Zürcher Stadtkind wahrer Luxus.

Unbedingt tun: beim Giardino-Coach Vladimir Zic – ehemaliger Trainer der kroatischen Triathlon-Nationalmannschaft – eine E-Bike-Tour buchen. Er ist nett, funny und kennt sich bestens in der Gegend aus. Ausserdem unterrichtet er im Rahmen des wöchentlichen, kostenfreien Sportprogramms zum Beispiel auch Pilates – und, damn, danach ist man wach.

Mein Highlight: das Abendessen im hoteleigenen Restaurant Hide & Seek, das mit 15 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet wurde. Die Karte ist fancy – und trotzdem nicht so abgehoben, dass man jede Zutat erstmal heimlich unter dem Tisch googeln muss. Ausserdem sind die riesigen Sessel voller Kissen so bequem, dass die Stunden nur so dahinfliegen (was vermutlich auch mit den fantastischen Tessiner Weinen zu tun hatte). Tipp: zur Vorspeise warmen Blumenkohl mit Fenchel und Fenchelkraut, Haselnüssen und Zitronen bestellen. Zur Hauptspeise: Agnolotti mit Pesto, Zucchetti, Venusmuscheln und Petersilie. Und dann: Erdbeeren mit süssem Basilikum, Vanille und Macadamianuss. Dieses Erlebnis vergisst man so schnell nicht, versprochen.

Extra Pluspunkte ... gibts für den sogenannten Nightbutler-Service: Man kann sich verschiedene Kissen aufs Zimmer kommen lassen – ja sogar eine Wärmflasche! Wir haben uns für ein Zirben- und ein Kräuterkissen entschieden – und anschliessend geschlummert wie Steine.

– Giardino Ascona, via del Segnale 10, 6612 Ascona, Tel. 091 785 88 88, giardinohotels.ch, DZ ab 575 Fr. 

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