Heft 21/13

Tipps zum Lappland-Trip

Text: Olaf Tarmas; Fotos: Axel Martens

Tipps zum Lappland-Trip
  • «Das ist das Haus vom Weihnachtsmann», schrieb unser Fotograf Axel Martens zu diesem Bild, «ehrlich, der wohnt da das ganze Jahr!» Wers glaubt …

Sie planen eine Reise nach Lappland? Unser Autor hat die richtigen Tipps, damit Sie mit unvergesslichen Erinnerungen zurückkehren.

Übernachten

Hotel, Blockhaus, Torfhütte, Iglu – die Bandbreite der Unterkünfte ist auch im arktischen Winter gross. Da es nur wenige Städte und Dörfer gibt, befinden sich die meisten Übernachtungsmöglichkeiten in weitläufigen Resorts. Sie organisieren auch Ausflüge mit Schneemobilen, Rentier- oder Hundeschlitten und verleihen Ski und Schneeschuhe. Die Glas-Iglus sind Teil des Resorts Kakslauttanen in der Nähe von Ivalo.
www.kakslauttanen.fi/de/accommodation; ab 430 Fr. Unbedingt frühzeitig reservieren!

Preiswerter nächtigt man im Fjällzentrum Kiilopää, wo es ein Hotel, diverse Hüttentypen und sogar eine Jugendherberge gibt. Und eine der schönsten finnischen Rauchsaunas der Region. Möglichkeiten für Skilanglauf und Schneeschuhwanderungen im angrenzenden Urho-Kekkonen-Nationalpark.
www.suomenlatu.fi/kiilopaa/de; Blockhütte für vier Personen ab 150 Fr. Anreise: Bus oder Auto ab Flughafen Ivalo (46 km)

Reisezeit, Polarlicht, Kleidung

Vom 4. Dezember bis zum 8. Januar herrscht in der Region um Inari weitgehende Finsternis – die Polarnacht. Aber schon Ende Januar, Anfang Februar gibt es wieder richtige Tage. Der März ist die Hauptsaison für Schneesport- und Winterferien. Die Chancen, das Polarlicht zu sehen, gelten 2013/14 als besonders hoch, weil in diesem Zeitraum die Aktivitäten auf der Sonnenoberfläche, die die Aurora Borealis verursachen, ein 11-Jahres-Hoch erleben. Temperaturen um –30 Grad sind keine Seltenheit, also Daunenjacke und warme Unterwäsche einpacken! Für Schlittenfahrten halten die Veranstalter vor Ort spezielle Schneeanzüge, Handschuhe und Stiefel bereit.

Samischer Film

Die Samen und das Kino – das ist eine ganz besondere Beziehung. Einer der ersten samischen Kinofilme, «Die Rache des Fährtensuchers» von Nils Gaup, wurde 1987 für den Oscar nominiert, Gaup avancierte zu einem international bekannten Regisseur. Als Digitalkameras für alle erschwinglich wurden und es an vielen Schulen möglich wurde, den technischen Umgang mit dem Medium zu lernen, nahm vor allem die Produktion von Kurzfilmen in Lappland rasant zu. Auffällig viele Musikvideos, Dokus und kurze Spielfilme drehen sich um die Frage der ethnischen Identität der Samen. Inzwischen hat sich ein intensiver Kontakt zu anderen indigenen Filmkulturen ergeben, etwa in Neuseeland, Hawaii, Kanada und Australien.
— Das nächste Skábmagovat Film Festival in Inari geht vom 23. bis 27. Januar 2014 über die Schneebühne; www.skabmagovat.fi

Siida-Museum

Bis zum 9. Februar 2014 läuft die Sonderausstellung «Mental Landscapes in the Arctic» des Fotografen Pasi Nivasalo. Alle Infos, auch über geführte Touren von lokalen Samen und über Shuttlebusse zu einzelnen Resorts, auf www.siida.fi. Täglich (ausser montags) von 10–17 Uhr geöffnet.

Rentierschlitten-Exkursionen

Die Schlittenführerin Armi Palonoja arbeitet in Saariselka, wo sich viele touristische Aktivitäten konzentrieren.
www.saariselka.fi/joikukotsamo

Anreise

Finnair fliegt täglich von Zürich nach Helsinki, von dort gibt es mehrere Flüge pro Tag nach Ivalo (ca. 90 Minuten).
www.finnair.com

Links zu Lappland

www.visitfinland.com/de
www.lapland.fi
www.onlyinlapland.com/de

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