Gut vorbereitet

18 Tipps für Ihren Solo-Trip

Redaktion: Viviane Stadelmann; Foto: Unsplash / Rawpixel

18 Tipps für Ihren Solo-Trip

Wer den Solo-Trip ins Glück wagt, sollte vorbereitet sein – besonders, wenn es der erste ist. Mit diesen nützlichen Tipps steht Ihrem Abenteuer nichts mehr im Weg.

Als ich das erste Mal für einen Monat allein nach Nepal ging, war ich überfordert: Hatte ich genug dabei? Zu wenig? Das Falsche? Tatsächlich nahm ich schliesslich einen alten Schlafsack mit, in dem ich einen Monat lang jede Nacht fror. Das sollte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich auf meinen Reisen gewisse Dinge auf die harte Tour lernen musste. Denn allein zu verreisen ist eben nicht immer einfach – es gehört dazu, dass Sie allein für sich selbst und damit auch für die Freude an Ihrer Reise verantwortlich sind. Diese Verantwortung fordert Sie in gewissen Situationen heraus und lässt Sie vielleicht auch mal etwas ratlos zurück. Wie Sie diese Situationen vermeiden oder ihnen am besten begegnen können, verrate ich Ihnen mit den folgenden Tipps. Damit Sie sich nicht denken: «Hätte mir das doch jemand mal vorher gesagt!» So wird Ihr (erster) Solo-Trip hoffentlich zu einem Erlebnis, das Herz und Horizont öffnet. 

Vor der Reise

  • Falls Sie keine Back-up-Batterie für Ihr iPhone haben: Kaufen Sie eine! Und je nach Ort und Länge Ihres Trips auch gleich drei.
  • Medikamente: Informieren Sie sich, ob Impfungen empfohlen werden oder Ihr Ziel ein Gebiet ist, in dem Moskitos Krankheiten übertragen. Die kleinstmögliche Reiseapotheke sollte enthalten: (Blasen-)Pflaster, Desinfektionsmittel, Schmerzmittel, ein Anti-Durchfall-Medikament, etwas gegen Übelkeit und ein Antiallergikum.
  • Für Brillen/Linsenträger: Nehmen Sie 1/3 mehr Linsen mit, als Sie normalerweise brauchen, zwei Brillen oder Linsen und Brille. Packen Sie dann jeweils das eine ins Handgepäck und das andere ins Aufgabegepäck. Die passende Sehstärke vor Ort aufzutreiben, kann mitunter schwierig sein. Und falls Sie eine Augenentzündung aufgrund der Lüftung im Flugzeug bekommen sollten oder ein Glas der Brille kaputt geht, sind Sie sehr froh um die Extraabsicherung. 
  • Packen Sie ein Set Unterwäsche und Socken ins Handgepäck.
  • Informieren Sie sich, ob Sie einen Adapter für Ihre elektronischen Geräte brauchen. Wenn der Stecker passt, heisst das noch lange nicht, dass das Laden klappt. Unterschiedliche Netzspannungen können auch zu einem Defekt Ihres Geräts führen.
  • Speichern Sie eine Passkopie auf Ihrer Cloud oder in einem Mailpostfach ab sowie zwei wichtige Telefonnummern / Mailadressen und schreiben Sie diese in ein Notizbuch oder Reisetagebuch.

Orientierung

  • Zugriff aufs Internet ist gerade für Anfängerinnen wichtig. Informieren Sie sich über Datenpakete, die Sie von Ihrem Schweizer Anbieter kaufen können. Falls diese zu teuer sind, lohnt sich schnell einmal eine ausländische SIM-Karte, die man meist günstig erwerben kann. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort installieren Sie Ihnen so, dass Sie Whatsapp weiterhin mit Ihrer Nummer verwenden können. In asiatischen Ländern fragen Sie am besten die Locals, wo Sie eine SIM-Karte kaufen können. 
  • Netzprobleme auf dem Handy müssen nicht für Stress sorgen, wenn Sie sich darauf vorbereiten. Laden Sie eine Offline-Map herunter (immer zu empfehlen!). Nehmen Sie sich morgens in einem Café mit guter Internetverbindung Zeit, um Ihre Tagesziele, Ihre Route, Shops oder Verkehrsstationen zu googeln und auf der Offline-Map zu markieren. 
  • Fotografieren Sie Orientierungspunkte – beispielsweise in U-Bahnstationen, grossen Bahnhöfen und kleinen Gassen, die alle gleich aussehen. Insbesondere in Ländern mit anderen Schriften. Fotografieren Sie die Anfang- und Endstationen, denn auch wenn Sie denken, Sie können sich das merken, werden Sie froh sein um die Orientierungshilfe, besonders nach einem ereignisreichen Tag. Es gibt zudem Sicherheit, weil Sie so stets Fremde um Hilfe bitten und nach dem Nachhauseweg fragen können, wenn Sie nicht wissen, wie man es korrekt ausspricht.
  • Merken Sie sich beiläufig Kleinigkeiten wie die Fliessrichtung eines Flusses, wo die Sonne auf- und untergeht, in welcher Himmelsrichtung (ausgehend von Ihrer Schlafstätte) sichtbare Wahrzeichen liegen. Ein Handy kann man verlieren und Rucksäcke können gestohlen werden.

Unterwegs

  • Tragen Sie niemals Ihr ganzes Geld oder alle Bankkarten gleichzeitig auf sich oder im gleichen Gepäckstück. Tragen Sie einen Teil möglichst nah bei sich – beispielsweise in einer Bauchtasche, innen liegender Jackentasche oder Brusttasche. 
  • Falls Sie in Monsun-Gebieten oder Regionen mit starken Regenfällen unterwegs sind: Kaufen Sie sich eine Pocket-Regenpellerine und tragen Sie sie immer bei sich. Ihre elektronischen Geräte werden es Ihnen danken.
  • Sind Sie eine Kandidatin, die nie Taschentücher dabei hat? Gewöhnen Sie sich an, ab und an ungebrauchte Papierservietten aus Restaurants mitzunehmen – für Toiletten oder dreckige Hände sehr empfehlenswert!
  • Wenn Sie wandern sollten, packen Sie zwei Plastiktüten ein. Bei strömendem Regen werden Schuhe meist duchlässig. So retten Sie immerhin Ihre Socken vor der Nässe. 

Beschäftigung

  • Falls Sie nicht geübt darin sind, Menschen anzusprechen, melden Sie sich für Aktivitäten an, um mit anderen Leuten in Kontakt zu kommen. Kochkurse, Sportaktivitäten, Erkundungstouren. Es gibt auch für ein kleines Reisebudget viel zu tun: kostenlose Städterundgänge oder der Besuch einer Vernissage. Auch Tierheime bieten manchmal Spaziergänge mit Hunden an.
  • Packen Sie mehrere (!) Bücher ein oder legen Sie sich einen E-Reader zu. Sie werden endlich einmal die Musse dazu haben, in Ruhe zu lesen.
  • Laden Sie Hörbücher oder Podcasts (Audible oder Spotify) herunter und downloaden Sie Ihre Lieblingsplaylists für den Offlinemodus. 
  • Nehmen Sie ein Notizbuch mit. Stellen Sie sich selbst Fragen – beispielsweise die Fragen ohne Antwort der «Vogue» oder die Fragen am Sonntag der «Süddeutschen». Sie werden viel Zeit haben, um nachzudenken – über neue Projekte ebenso wie über sich selber. Nutzen Sie sie! 

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