Oxford

Oxford: Eine Reise in die Stadt der Gedanken und Träume

Text und Bilder: Florina Schwander

Oxford: Reise-Tipps für die englische Stadt
Seufzerbrücke in Oxford, Hertford college
gargoyle in Oxford
English Breakfast
Oxford
The Bear Oxford
Oxford Kravatten im the Bear
Oxford
Spaziergang in den University Parks Oxford
Afternoon Tea im Ashmolean Museum
Panorama Oxford
Punting in Oxford
Blick auf die Radcliffe Bibliothek vom St. Mary's Tower aus
Oxford
Turf Tavern Oxford
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Altehrwürdig: In Oxford studierten wichtige Politiker, Autoren – und Harry Potter

Auch Oxford hat seine «Seufzerbrücke». Die Bridge of Sighs verbindet Teile des Hertford College.
 

Kein Gras ist grüner auf der anderen Seite: Die Halme spriessen vor jedem College gleichermassen gepflegt und grün.
 

Gargoyles gibt es in Oxford fast an jeder Hausmauer.
 

Vegetarisches English Breakfast im Browns

Oxford: Magic, isn't it?

Gemütlich, fein und gesellig: The Bear

Der Legende nach müssen betrunkene Studenten im Pub The Bear Federn, oder besser: Teile ihrer Krawatte lassen.

Merton Street ist eine wunderschöne Kopfsteinstrasse im Zentrum Oxfords.

Sehr zu empfehlen: Ein Spaziergang durch die University Parks.

Afternoon Tea im obersten Stock des Ashmolean Museum
 

Die altehrwürdige englische Universitätsstadt begeistert Wissenschafterinnen – und Träumer

Punting verlangt ein wenig Gleichgewicht

Blick auf die Radcliffe Bibliothek vom St. Mary's Tower aus, rechts Einblick ins All Souls College

Auf dem Weg zum College St. Johns fehlen auch die roten Telefonkabinen nicht.

Angeblich feierte auch Bill Clinton während seiner Zeit in Oxford schon in der versteckten Turf Tavern.

Oxford ist ein Ort der Wissenschaft. Doch es ist auch eine Stadt für Träumerinnen – vor allem, wenn der Nebel kommt.

In Oxford versteckt sich das Wissen seit Jahrhunderten hinter alten Mauern. Nicht weniger als 38 Colleges bilden im Verbund die University of Oxford. Einige sind offen für Touristen, andere bleiben das ganze Jahr den Studierenden vorbehalten. Fast jedes College unterhält eine Kapelle mit Turm, eine Bibliothek, Kantine, Poststelle, Fitnessclub und eine eigene Putzequipe für die Unterkünfte der Lernenden, damit diese so ungestört wie möglich nachdenken können. Während sich die Besucherin gerade noch ein ausgiebiges English Breakfast gönnt, düsen draussen Studenten auf ihren Velos über gepflasterte Strassen zu den Hörsälen.

Eine der bekanntesten und grössten Akademien in Oxford ist Christ Church. Rund die Hälfte aller britischen Premiers durchliefen diese Schule. Hier unterrichtete seinerzeit der Autor von «Alice im Wunderland» unter seinem bürgerlichen Namen Charles Lutwidge Dogson (besser bekannt als Lewis Carroll) Mathematik. Teile der altehrwürdigen Anlage sind einem breiten Publikum als Hogwarts (Schule für Hexerei und Zauberei) aus den Harry-Potter-Filmen bekannt geworden. Das passt: Der Dichter Matthew Arnold beschrieb das Universitätsquartier als «Stadt der träumenden Türmchen» (dreaming Spires), heute regen die filigranen Dachspitzen und verwunschenen Gemäuer Harry-Potter-Fans, Touristen und Studenten gleichermassen zum Träumen beziehungsweise Denken an. Apropos Fantasie: Hätten Gedanken Gesichter, so gäbe es in Oxford wahrscheinlich ein Abbild eines jeden Gedankens in Form eines sogenannten Gargoyle, eines Wasserspeiers. Die grimmigen Figuren hocken auf Dachrinnen und speien das Regenwasser aus ihren Fratzenmündern. Einige erinnern angeblich an den einen oder anderen früheren Politiker oder Gelehrten aus der Umgebung.

Im späten Herbst schleichen bereits am frühen Nachmittag die ersten Nebelschleier durch die beigen Gassen, Touristen und Studenten ziehen sich zum Afternoon Tea zurück. Oder bestellen sich zwecks Inspiration ein Pint in einem der vielen Pubs. So liegen in Oxford am Ende des Tages Gedanken und Träume ganz nah beieinander.

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Sightseeing in Oxford

St Mary’s Tower:
Mindestens eines der «träumenden Türmchen» muss man erklommen haben. Statt auf den Carfax-Turm zu steigen, empfehlen wir die Wendeltreppen der University Church of St Mary the Virgin.
_High Street

High Street Covered Market:
Die Markthalle ist die englische Variante eines Basars. Hier findet man vom Uralt-Handwerkerstübchen bis hin zum Billig-Blingbling-Handy hüllenanbieter jede Variante von Krämerladen.
_The Market

Rudern

Entweder man beobachtet die Studenten frühmorgens beim Rudern auf einem der beiden Flüsse, der Themse oder dem Oxford Canal. Oder man versucht selber zu rudern oder oder zu punten, dabei bewegt man das Boot mit einer langen Stange). Ein schöner Ausflugsort ist das flussaufwärts gelegene Cherwell Boathouse mit dem gleichnamigen Restaurant.

Essen und trinken

The Rickety Press:
Stilvoll renoviertes Lokal im coolen Stadtteil Jericho. Mit traditionellem Pubfood wie Lamb Pies oder Burger mit Pommes frites.
_67 Cranham Terrace

Turf Tavern:
In einer Seitengasse versteckt feiern hier Studenten ihre (gelungenen) Prüfungen und dürfen dafür den Champagner selber mitbringen.
_ 4–5 Bath Place

The Bear:
An den Wänden hängen Krawatten, und in der Ecke flackert ein Cheminée-Feuer. Aufgetischt wird gebratener Fasan, Kürbissuppe und ein bernsteingelbes Ale. 
_6 Alfred Street

Afternoon Tea mit traditionellen Scones: zum Beispiel elegant im Hotel The Randolph oder modern im obersten Stock des Ashmolean Museum.
_Beide an der Beaumont Street

Übernachten

Old Parsonage Hotel:
Das kleine historische Hotel ist geschmackvoll eingerichtet und frisch renoviert. 
_1 Banbury Road, www.oldparsonage-hotel.co.uk, DZ ab 250 Fr.

Malmaison:
Einst Gefängnis, heute Boutiquehotel. Keine Angst, die Gitterstäbe sind längst entfernt.
_3 New Road, www.malmaison.com, DZ ab 270 Fr.

Webseite:
www.visitoxfordandoxfordshire.com

Good to know
Was in Griechenland weiss und in Zürich grau ist, ist in Oxford beige. Die alten Gemäuer sind aus Cotswold Stone, einem gelb-beigen Kalkstein aus der gleichnamigen Region.

Oxford forever

Mit 14 Jahren verbrachte Autorin Florina Schwander zwei Wochen Sprachferien in Oxford. Später besuchte sie regelmässig Freundin Julia, die in der renommierten Unistadt studierte. Für die Recherche zu dieser Reisegeschichte trafen sich die beiden in Oxford wieder.

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