Traummann gesucht
Dereinst im Mai wird er plötzlich vor ihr stehen, der Traummann unserer Redaktionskollegin Helene Aecherli. Das jedenfalls wünschen wir ihr von Herzen! Die Geschichte einer ganz normalen Frau, die einen ganz normalen Mann sucht.
Vor exakt zwei Jahren schleuderte ich einen Apfelschäler haarscharf an meinem Partner vorbei gegen die Küchentür, packte meinen Koffer und verliess nachts um halb elf Uhr die Wohnung, die wir sechs Monate zuvor bezogen hatten. Es war eiskalt und regnete in Strömen, aber ich spürte nur die abgrundtiefe Wut in mir. «Ich liebe dich zu wenig für das, was du dir wünschst», hatte er gesagt und mich angeschaut wie ein Schulbub, der eben beim Spicken erwischt worden ist. Wir waren zehn Jahre lang zusammen gewesen, und ich hatte mir gewünscht, dass unsere Beziehung verbindlicher würde. Und bis zuletzt gehofft, dass er begreift: Der Kinderwunsch einer mittlerweile 40-jährigen Frau lässt sich einfach nicht länger verdrängen.
In der Nacht des Apfelschälers verlor ich nicht nur eine grosse Liebe, sondern auch die Perspektive, Mutter zu werden. Ich hatte das Gefühl, auf der letzten Meile sitzen gelassen worden zu sein.
«Mit vierzig ist doch noch alles offen», versuchten mich meine Freundinnen zu trösten. «Männer sind wie Busse: Es kommt immer wieder ein neuer» – «Eine Frau wie du kann doch jeden haben!» Sie setzten alles daran, mein zerschmettertes Selbstbewusstsein zusammenzupflastern, doch ich empfand die gut gemeinten Ratschläge als blanken Hohn. Ich ahnte, dass das mit dem neuen Mann nicht so einfach werden würde, zumal sich eine gute Bekannte, als sie in meinem Alter war, von ihrem Partner getrennt hatte und danach dreissig Jahre lang unbemannt gewesen war. Ich sah meinen Körper schon vor sich hinwelken: ungesehen, unberührt, ungenutzt, nutzlos.
Ausserdem drückten mir die Ratschläge einen Stempel auf, den ich eigentlich nie mehr tragen wollte: «Single». Denn das bedeutete: alles wieder von vorn – kennen lernen, vorsichtiges Beschnuppern, leidenschaftliche SMS-Flirts, erste Dämpfer. «Du musst dich halt nicht davon beeindrucken lassen, was Männer sagen, sondern davon, was sie tun», ermahnte mich ein befreundeter Neurologieprofessor geduldig (und tut es noch heute), wenn sich ein Typ nach heissen Liebesbekundungen wieder mal tot gestellt hatte. Von vorn anzufangen, erschien mir wie nach dem Studium in die Primarschule zurückzukehren.
Ich lag so lange in Trauer darnieder, bis mich meine Schwester heftig rügte: Ich solle meine verbleibende Lebenszeit verdammt noch mal nicht damit verschwenden, mich in Selbstmitleid zu suhlen, sondern lieber endlich was unternehmen – womit sie unangenehmerweise Recht hatte. Denn mit vierzig hat eine Frau statistisch gesehen noch 45.2 Jahre zu leben. Und die drohen blitzschnell zu vergehen. Also rappelte ich mich mühsam auf und legte irgendwann den Schalter im Kopf auf «durchstarten» um. Ich würde mir meine Strapse anschnallen, die Corsage schnüren und mich aufmachen, einen Mann zu angeln. Die Frage war nur: wie genau?




















Traummann gesucht....und
Traummann gesucht....und
ich brauche unbedingt meinen
Ich bin auch auf der Suche
Viel Spass in ihrer künftigen
Liebe Helene, deine
das trial and error prinzip
hi helene belle helène...
Eine tolle Geschichte!!! Viel
Der Mann wird nur langsam zum
Der Mann wird nur langsam zum
Es muss kein Traummann sein -
Wie wahr, leider... Die
Ja die Geschichte kommt mir
Die Geschichte kommt mir ja