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Vollmond im Löwen am 1. Februar 2026: Mit Glanz und Gloria

Vollmond im Löwen am 1. Februar 2026: Mit Glanz und Gloria

Der Vollmond im Löwen am 1. Februar 2026 mag kein inneres ducken, er will gesehen werden, schreibt unsere Astro-Fee Alexandra Kruse. Was euch sonst noch erwarten könnte, lest ihr hier.

Ich gebe es gerne zu: Nicht nur der Januar mit seinen gefühlt 2967 Tagen, sondern auch ich habe die Endstufe erreicht. Offiziell. Seit der letzten Kolumne sind vierzehn Tage vergangen, die ich proaktiv mit Prokrastination, dem aktiven Beugen unter Sachzwängen (die Steuer will ihre Steuer, Menschen versuchen erstaunlich engagiert, meine Grenzen neu zu vermessen) und im Nahkampf mit der sogenannten Realität (Waschmaschinen, Spülmaschinen) verbracht habe.

Mein Bewegungsradius: Bett–Sofa. Wann werden eigentlich diese Roboter ausgeliefert, die all diese weltlichen Dinge erledigen sollen?! Heidi Klum soll ja schon einen von Bill Kaulitz zu Weihnachten bekommen haben.

Zurück zu meinem Totalausfall der Kontrolle also. Der passt – nüchtern betrachtet – natürlich erstaunlich gut zur Zeitqualität. Denn Anfang Februar, am ersten Tag des Monats, steht ein Alle-Lampen-an-Super-Showgirl-Vollmond im Löwen am Himmel, der letzte vor den Eklipsen (viel Glück uns allen dafür, by the way).

Zwischen Selbstausdruck und kollektiver Verantwortung

Dieser Mond mag eines ganz besonders wenig: inneres ducken. Er will gesehen werden. Gefühlt werden. Er will Herz, Bühne, Ausdruck. Mit Glanz und Gloria. Gerne auch mit einem persönlichen Beleuchter (hat Heidi auch, ich habe es ganz genau beobachtet, als ich sie neulich im gloriosen Friedrichstadt-Palast sah).

Dass sich dieser Vollmond der Sonne im futuristisch-galaktischen Wassermann (hier hängen auch die anderen Planeten, inklusive Pluto) gegenüberstellt, macht die Sache nicht einfacher, aber spannender.

Der Löwe fragt: «Was will mein Herz?» Der Wassermann kontert: «Und was davon ist mehr als nur Ego?» Zwischen Selbstausdruck und kollektiver Verantwortung gibt es ordentlich Krawall und Remmidemmi, was viele gerade als Erschöpfung, Reizüberflutung oder diffuse Lustlosigkeit erleben.

Bad News und endlos Streaming

Kein Wunder. Wir hängen in den letzten Zügen des Schlangenjahres (noch zwei Wochen, dann beginnt erst das Jahr des Feuerpferds) kollektiv unter einer grossen, grauen, wolkigen Käseglocke aus Bad News, serviert mit apokalyptischer Angstsosse, und sollen gleichzeitig kreativ, optimistisch und bitte auch noch ein bisschen resilient sein. Und heiss aussehen natürlich. Und abwaschen. Und einkaufen gehen.

Mama hat grad angerufen. Sie könne die Existenz ausserirdischen Lebens inzwischen nicht mehr ausschliessen. Fühl ich.

Ich wiederum habe 27 Stunden am Stück «Younger» geschaut, darin lebt eine über 40-jährige Frau das Leben eines Millennials, was zu massiver Konfusion führt. Eine vollkommen unterschätzte Serie, produziert von Darren Star, der auch hinter «Beverly Hills 90210», «Sex and the City» und «Emily in Paris» steckt. Ein Universalgelehrter also (kann ich bitte sofort sein Horoskop haben? Danke!).

Damit mir nicht langweilig wurde, habe ich zusätzlich die neuen Folgen von «The Real Housewives of Beverly Hills» geschaut – und ganz nebenbei einen zehnten Streamingdienst aktiviert. Probeabo. Wir wissen alle: Es gibt kein Probeabo.

Grosse Mode-Momente und grosse Gesten

Zwei Dinge allerdings haben mir echte Freude (Freude, die beste Medizin!) gemacht. Erstens: mein neuer dunkelblauer, wundersamer Kaschmiranzug eines Labels, das tatsächlich «Zodiaque» heisst (nein, das habe ich mir nicht ausgedacht).

Zweitens: die Haute-Couture-Schauen. Valentino mit flirrenden Zaubercapes und Elton John. Chanel auf einem sehr pastelligen Mushroom-Trip (wer hat letzte Woche wohl «Fliegenpilz Microdosing» gegoogelt?). Dior mit herrlichster Elfenparade. Grossartig.

Jedes einzelne dieser Kleider erzählt – auf seine Art – genau die Geschichte dieses Vollmonds: grosse Gesten, Fantasie, Mut zur Sichtbarkeit. Und zwar als perfekte Übersetzung der Achse Löwe–Wassermann, auf der dieser Vollmond stattfindet.

Diese Achse handelt nicht von Gemeinschaft, sondern von einem viel heikleren Spannungsfeld: Selbstausdruck versus Idee. Herz versus Konzept. Bühne versus Vision. Der Löwe will gesehen werden. Er braucht Drama, Raum, Glanz, Präsenz, Herzblut. Er fragt nicht, ob es sinnvoll ist – sondern ob es leuchtet.

Der Wassermann dagegen denkt kühl, voraus, abstrakt. Er interessiert sich weniger für Applaus als für den Gedanken dahinter. Für das Neue. Für das Ungewöhnliche. Für das, was noch keiner so gedacht hat.

Weniger Lautstärke, mehr echte Präsenz

Die Löwe-Energie ruft schnell: «Ich! Ich! Ich!». In einer Welt, deren eigentlicher Krieg längst um Aufmerksamkeit geführt wird, kann das kippen. Dieser Vollmond verlangt deshalb nicht nach mehr Lautstärke, sondern nach echter Präsenz. Nicht schreien, sondern strahlen. Nicht performen, sondern fühlen. Aus dem Herzen.

Vielleicht erklärt das meinen aktuellen Kontrollverlust. Vielleicht ist er gar keiner. Vielleicht ist er nur ein Zeichen dafür, dass Echtes einfach Raum braucht. Und dass es auch okay ist, nicht immer zu strahlen. Und trotzdem an das Gute zu glauben und Hoffnung im Herzen zu tragen.

So, ab in den YouTube-Livestream: «Winter-Vogelfutterspende für Katzenfernsehen und Entspannung» ein und sehe künstlichen Vögeln dabei zu, wie sie in künstlichem Schnee künstliche Nüsse knabbern. «Eine gemütliche Winterszene, die sich natürlich anfühlt und nie ablenkt», steht da. 4076 andere aktive Zuschauer:innen und ich sind dabei. Sollte es zu einer Alien-Attacke kommen: you know where to find me!

 

Der Song dieser Mondphase: 

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Fünf Dinge, die wir jetzt tun können:

1.

1.

Wir arbeiten bewusst mit dem Element Feuer

Dieser Vollmond aktiviert die Löwe-Energie – und Löwe ist Feuer. Feuer steht jetzt nicht für Drama, sondern für Lebendigkeit, Mut und Präsenz. Wir zünden eine Kerze an, nicht nebenbei, sondern mit Absicht. Wir schauen in die Flamme und fragen uns: Wo ist meine innere Glut in den letzten Wochen kleiner geworden? Feuer zeigt nicht, was falsch ist, sondern wo wieder Wärme hinwill.

2.

2.

Wir checken, was «Imbolc» bedeutet

Ein altes keltisches Jahreskreisfest am 1. und 2. Februar, das zu den grossen Übergangs- und Lichtfesten des Jahres gehört. Immer zwischen Wintersonnenwende und Frühlingsanfang, dem heiligen Moment, an dem das Licht wieder wächst und die Natur beginnt, sich von innen heraus zu regen. Der Name kann «im Bauch» oder «im Schoss der Erde» bedeuten – eine Zeit, in der neues Leben sich noch innen vorbereitet, bevor es sichtbar wird. Sprich: Hoffnung!

3.

3.

Wir machen ehrliche Mirror Work

Wir stellen uns vor den Spiegel – ohne Handy, ohne Ablenkung, so wie wir eben sind. Und schauen uns wirklich an. Nicht, um uns zu bewerten, sondern um Kontakt aufzunehmen. Wir sagen laut einen Satz, der Sichtbarkeit erlaubt, zum Beispiel: «Ich darf gesehen werden, ohne mich erklären zu müssen.» Der Löwe heilt über Anerkennung – und die beginnt bei uns selbst.

4.

4.

Wir geben unserem Ausdruck eine konkrete Form

Jetzt ist nicht die Zeit, alles durchzudenken. Wir schreiben was, gestalten was, sprechen irgendwas aus. Auch unfertig. Auch roh. Feuer bewegt, Wassermann denkt – gemeinsam bringen sie Idee und Herz zusammen. Sichtbarkeit entsteht nicht durch Perfektion, sondern immer durch den ersten Schritt. Und nein, keine:r fragt, ob du singen oder malen kannst. Einen Stift halten und einen Ton machen kann so ziemlich jede:r. Keine Ausreden!

5.

5.

Wir erlauben uns kindliche Freude ohne Rechtfertigung

Das ist kein Luxus, sondern ein Nährstoff. Vor allem in rohen Zeiten. Wir tun bewusst etwas, das uns wärmt, lebendig macht, uns ins Hier bringt. Freude nährt das Feuer, das wir gerade brauchen, um durch diese Übergangszeit zu gehen. Was Freude macht, ist jetzt richtig. Und ja, Videos von Leuten, die Treppen runterfallen, sind auch okay, genauso wie dreckige Witze! Wir können und dürfen nicht immer alles nur richtig machen.

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