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Vollmond in der Waage am 2. April 2026: Balance statt Selbstverrat

Vollmond in der Waage am 2. April 2026: Balance statt Selbstverrat

Der Frühlingsvollmond in der Waage am 2. April bringt Bewegung in unsere Beziehungen – und fordert ehrlichen Ausgleich, schreibt unsere Astro-Fee Alexandra Kruse. Was jetzt wichtig wird, lest ihr hier.

Ich sage es, wie es ist: Ich war die letzten sieben Tage im Bett. Nach sieben Tagen zwischen New York und Nowhere. Konsequent und freiwillig irgendwo zwischen Bett und Sofa, wenn wir ganz ehrlich sind. Und ab und zu mal draussen – aber nur wegen des Hundes. Es hat quer geregnet, und die Temperaturen sind absolut seidenpyjamaunfreundlich, was mir sehr missfällt.

Seit mich die Business Class (ich habe auf gut Glück auf ein Upgrade geboten und SIMSALABIM!) an einem wirklich sehr grauen Montagmorgen am Flughafen Zürich wieder ausgespuckt hat – mit einem Koffer voller Erinnerungen wie aus einem Fiebertraum. Und sieben Kirschblütenzweigen von einem Kirschbaum, der seit Jahrzehnten auf der Park Avenue stand – zwischen der Kirche, in der Jackie Kennedy getauft wurde, und Scarlett Johanssons Triplex (ein Duplex, einfach mit einem Stock mehr).

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"Jackie Kennedys Geist hat mich tage- und nächtelang durch die Stadt, die niemals schläft, geführt"

Apropos Jackie Kennedy: Ich lüge nicht, wenn ich an dieser Stelle verrate, dass es ihr Geist war, der mich tage- und nächtelang durch die Stadt, die niemals schläft, geführt hat. Ich sah aus dem Fenster meines Hotelbetts (The Mark, Zimmer 409) ihr «Breakfast Nook», in dem sie einst Toast ass und dabei über den Central Park blickte.

Das Finale: In einer Bar sagte ein sehr netter Mensch vollkommen aus dem Nichts zu mir: «And this is where Jackie used to—» Weiter kam er nicht. In dem Moment, als er ihren Namen sagte, ging einfach das Licht aus. Wir mussten nicht weiterreden. Der Fall war klar. Magic.

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"Wir erleben gerade die leise, aber sehr reale Apokalypse des Patriarchats"

Ich musste zu meiner Beruhigung direkt zu Gabriela Hearst und mit den im Store anwesenden Kristallen (aus ihrer persönlichen Sammlung!) über die Kraft des Tarots und Handwerk sprechen. Und vor der Epstein-Villa für Gerechtigkeit beten. Mit einem Forsythienzweig in der Hand, den ich vorsorglicherweise in der Frick Collection gestohlen hatte. Ein kleiner Rembrandt wäre auch OK gewesen! Oder Diana als Statue!

Der gelbe Strauch jedenfalls symbolisiert Frühling, Hoffnung und Neuanfang, da er nach dem Winter als einer der ersten blüht – auch in zerstörten Landschaften. Nach Kriegen. Nach Zusammenbrüchen. Oder eben nach dem, was wir gerade alle live erleben: die leise, aber sehr reale Apokalypse des Patriarchats.

Ehrlich: kein Wunder, dass ich danach ein paar Tage die berühmte weisse Wand anstarren musste.

Ostara-Mond: Neubeginn, Gleichgewicht, Durchbruch

Der Vollmond, der uns jetzt erwartet, will exakt dasselbe: Gerechtigkeit und Durchbruch. Es ist der Ostara-Mond.

Ostara markiert im Jahreskreis den Übergang in den Frühling – eine Zeit, die ganz traditionell mit Erneuerung, Aufbruch und Gleichgewicht assoziiert wird. Was nicht mehr trägt, wird sichtbar. Was Leben will, setzt sich durch.

Der Vollmond, der den Frieden will. Der Mond, der uns tatsächlich sagt, wann wir Ostern feiern: immer am ersten Sonntag nach eben diesem Frühlingsvollmond.

Schon lange, lange bevor es den christlichen Osterzirkus gab, wurden rund um den Frühlingsvollmond grosse Feste gefeiert – für Wiedergeburt, Fruchtbarkeit und die Rückkehr des Lichts. Zyklisches Leben ist älter als jede Institution.

Waage trifft Widder: Beziehung vs. Selbstbehauptung

Der Vollmond im Sternzeichen der Waage will Ausgleich – und zerschlägt dafür auch mal ein bisschen Porzellan (das Gute!).

"Wenn die Verantwortung den Chat verlassen hat, bringt dieser Waage-Vollmond die Gespräche, die wir eigentlich vermeiden wollten"

Es geht ans Eingemachte. Das Kleingedruckte unserer Beziehungen wird plötzlich glasklar lesbar. Wenn irgendwo ein Machtungleichgewicht Regie führt oder Verantwortung (mal wieder) den Chat verlassen hat, dann bringt dieser Waage-Vollmond genau die Gespräche, die wir eigentlich vermeiden wollten.

Die Waage schaut uns mit ihren grossen, venusischen Augen an und fragt nicht: «Ist alles schön?» Sie fragt: «Ist es wahr?»

Gleichzeitig sitzt auf der anderen Seite ein überfülltes Widder-Abteil – mit verschränkten Armen, superwütend und vor einem brennenden Haus – und sagt: «Ich mache das jetzt auf meine Weise.»

Und schon knallt’s.

Spiegel der Beziehungen: Bin ich genug?

Waage bedeutet immer auch den Blick auf die anderen. Und mit diesem Vollmond schauen wir genau hin – und stellen uns gleichzeitig die unausweichlichen Fragen:

Bin ich genug? Warum bekomme ich nicht XYZ? Warum öffnen sich für mich nicht dieselben Türen wie für andere?

Und genau hier wird es eng. Unbequem wie zu kleine Schuhe.

Wichtig: Die Waage ist nicht nur cute, nicht nur ästhetisch, nicht nur pink. Sie ist eine erfahrene Juristin. Ihr Prinzip lautet: Ausgleich durch Bewusstwerdung. Ihr Thema ist Beziehung – zu anderen, aber auch zu uns selbst. Zu unseren Entscheidungen. Zu unseren Werten.

Der Gegenpol: Radikale Ehrlichkeit des Widders

Dem gegenüber steht der Widder: roh, direkt, unapologetic. Eine Energie, die keine Lust mehr hat, sich anzupassen, nur damit etwas «funktioniert». Die fragt: Wie viel Anpassung ist längst Selbstverrat?

Die Waage erinnert uns daran, dass Beziehung Arbeit ist. Der Widder erinnert uns daran, dass wir uns dabei nicht verlieren dürfen.

Ungleichgewichte erkennen: Frühling ist Wahrheit

Diese Ostertage bringen nicht nur bunte Eier (Fruchtbarkeitssymbol, idealerweise mit Kaviar), sondern vor allem Klarheit. Wir sehen, wo Gleichgewicht nur gespielt ist. Wo «Kompromiss» in Wahrheit Dauerverzicht bedeutet. Wo Beziehungen auf wackeligem Fundament stehen. Und wenn wir ehrlich sind, wissen wir längst, was – und vor allem wer – gemeint ist.

Frühling ist Durchbruch. Nein ist ein ganzer Satz.

Der Song zu dieser Mondphase:

Fünf Impulse zum Vollmond

1.

1.

Nicht überreagieren

Achtung vor dramatischen Impulsen: alles hinschmeissen, auswandern, Haare abschneiden, radikal neu anfangen. Die Energie ist intensiv – aber nicht jeder Impuls ist eine Wahrheit. Balance ist das Zauberwort. Im Zweifel: sieben Tage im Bett. Funktioniert erstaunlich gut.

2.

2.

Druck braucht Ausdruck

Die Widder-Energie staut sich. Und was keinen Ausdruck findet, entlädt sich unkontrolliert. Also: bewegen, schwitzen, schreien, boxen. Wut gehört nicht ins Herz – sie will durch den Körper.

3.

3.

Ehrlich loslassen

Was gehen will, darf gehen. Auch Beziehungen, die wir nur noch aus Gewohnheit oder People-Pleasing aufrechterhalten. Wir lieben, wir lernen – und wir verzeihen. Vor allem uns selbst.

4.

4.

Realität statt Inszenierung

Andere Leben wirken gerade besser, schöner, klarer. Sind sie aber nicht. Social Media ist eine optische Täuschung. Nicht jedes Bild erzählt die Wahrheit.

5.

5.

Balance statt Selbstverrat

Wir prüfen: Wo geben wir zu viel? Wo verlieren wir uns? Und wo ist es Zeit, uns selbst wieder ernst zu nehmen? Echte Balance entsteht nicht durch Anpassung – sondern durch Ehrlichkeit.

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