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Neumond im Krebs: Jetzt wollen unsere Gefühle geheilt werden

Mondkolumne 

Neumond im Krebs: Jetzt wollen unsere Gefühle geheilt werden

Was der gefühlvolle Krebs-Neumond mit sich bringt, erklärt unsere Astrologin Alexandra Kruse.

Der Neumond findet dieses Jahr am 10. Juli in der zweiten Dekade Krebs statt. Das Sternzeichen von Lady Diana und Frida Kahlo ist das Zeichen der Familie, des Zuhauses und der Fürsorge. Und das der Kindheitstraumata. Im Krebs geht es auch um das manifestierte Zuhause-Zuhause (also nicht wundern, wenn der Drang aufzuräumen und/oder 376 Duftkerzen zu kaufen grösser ist als sonst!),  aber auch darum, was wir mit dem wahren Zuhause verbinden. Um unser Gefühl von Heimat, Vertrautheit und den – Achtung, noch wichtig – ganz eigenen Wurzeln.

Weil das Ganze im Jahr 2021 stattfindet und wir so langsam aber sicher wohl alle verstanden haben, dass es mehr als eine Idee zum Thema Familie geben könnte, ist dieser Mond eine radikale Einladung zur Neudefinition von Familie und dem, was wir Zuhause nennen. Dazu kommt die Tatsache, dass Venus (female vibes) und Mars (male energy) ein wirklich superheisses Date im Zeichen Löwen haben (am 13. Juli – aber auch schon vorher und nachher!). Wer also eine Affäre plant – go for it.

«Forever in love with myself»

Das Universum lädt uns herzlich dazu ein, das Zuhause mal eben an einem Ort zu suchen, wo der Schlüssel (noch) nicht passt, ausserhalb der eigenen Komfortzone. Beziehungen sollen in erster Linie Freude bringen und nicht nur Arbeit sein. Wenn es nicht die ganze Zeit regnen würde, könnte man sich jetzt tatsächlich in eines von diesen dramatischen Abendkleidern (Balenciaga Haute Couture anyone?!) schmeissen und sich fragen, ob der ideale Zustand nicht doch statt «It’s complicated» «Forever in love with myself» heissen könnte.

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Apropos Wetter: Mich hat vor ein paar Tagen, genauer gesagt, kurz vor dem Vollmond im Steinbock, der das ein oder das andere in meinem sowieso schon bewegten Leben bewegt hat, der Blitz getroffen. Nicht wirklich, aber fast. Ich sass auf einer Yogamatte im Studio (während zuhause ungestört gefühlte Hektoliter Wasser ins Schlafzimmer liefen, aber das ist eine andere Geschichte), hatte den absoluten Bliss State nach einer halben Stunde wildem Gewedel und Gesinge sowas von erreicht, dass der Moment, an dem es gleichzeitig gewaltig donnerte und blitzte, mich fast von besagter Matte fliegen liess und für eine Teilzeiterleuchtung sorgte, die die nächsten Tage konsequent anhielt.

Man könnte sagen, es war ein einziger Trip. Ich co-hostete in der chicsten Branding Agentur des Landes mit der legendären Tamy Glauser (Steinbock!) eine «Blue Lotus Tee Zeremonie», die zur Folge hatte, dass die Teilnehmerinnen von erstaunlichen Wahrnehmungen – Botox hin oder her – im dritten Auge erzählten. Ich besuchte eine Schamanin (Wassermann!), die einst Boutiquen besass, in denen sich Joan Collins (Zwillinge!) einkleidete, die tapfer über alle Stolpersteine stolperte und schliesslich wurde, was sie ist. Ich sass bei konspirativen Dreamlunches mit Birkin Bags und verbrachte einen herrlichen Sommerabend in schönster Begleitung an einem sogenannten Influencer-Tisch, nah an den schönsten Pucci-Roben, die man sich vorstellen kann und dem glitzernden Zürichsee, der an diesem Abend mehr an das Mittelmeer erinnerte als je zuvor.

Die Mutter-Kind-Beziehung

Und ich war auf der Strasse – denn wer, wie ich, mitten im Kreis 4 wohnt, weiss, dass man die Feste feiern muss, wie sie fallen und während der EM nicht an Schlaf zu denken ist. Egal, wer gewinnt, es gibt immer Anlass zum Hupen. Da ist es klüger, mit dem Flow zu gehen und ebenso laut mitzufeiern. Alles nicht weiter erstaunlich, wenn ich nicht nur gefühlte Minuten später barfuss in einem verrückten Designerkleid auf dem Sofa des raumschiffartigen Headquarters der FIFA gesessen hätte. Dazu kam es, weil Kosmo, der gute Junge, vollkommen unerwartet mit seiner Fussballmannschaft, der gefürchteten «Wengi Gang», den dritten Rang von 32 Schülermannschaften erkämpfte. Es scheint also zu funktionieren, seinen Sohn mit einer Schweizer Fahne nachts auf die Fanmeile zu schleppen, auch wenn er am nächsten Morgen müde ist. Euphorie kann man nicht studieren, die muss man fühlen. Fertig.

Das Sternzeichen Krebs symbolisiert wie kein anderes Zeichen die Mutter-Kind-Beziehung und wenn eine Sache sehr klar ist, dann dass Kinder mehr brauchen als nur eine gute «Versorgung». Sie brauchen Abenteuer, Inspiration und ab und zu eben auch einen Event, der vielleicht verhindert, dass das Kind am nächsten Morgen «fit» ist. Fit zu sein ist in diesen Tagen sowieso overrated. Ich jedenfalls fühle, dass diese unglaubliche Eventdichte, die wir uns gerade alle kollektiv wieder zumuten, nicht nur dienlich ist.

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Der Neumond im Zeichen der Krabbe ist die perfekte Einladung, mal kurz wieder runterzukommen, auszuschalten, auszuschlafen, bei sich zu sein und sich seinen tiefsten Tälern zu widmen. Seinem ganz eigenen Lala-Land, dem Dreamspace, den Dingen, die man sieht, wenn man die Augen schliesst. Und sich zu überlegen, was man (und was eben nicht!) seiner Mutter zu verdanken hat, der Frau, die mutig genug war, uns ins Leben zu bringen, unter Umständen, die vielleicht super waren. Vielleicht aber auch nicht.

Das Erstaunliche ist ja, dass wir unbewusst so oft dieselben Muster wiederhohlen, die uns an unserem eigenen Aufwachsen am meisten gestört haben. Im Zeichen Krebs geht es um unsere (früh-)kindlichen Konditionierungen und die Rollen, mit der uns unsere Familie gelabelt hat. Die Zeit der Krebssonne generell und der Neumond, der quasi die Essenz dieser Zeit ist, erinnert uns an vieles – es fallen einem lauter Dinge ein, die wir als schon lange erledigt betrachtet haben. Wie stand es einst auf der schönen Celine-Jacke: «I Have Nostalgia For Things I Probably Have Never Known» – das ist es. Plötzlich erinnert man sich daran, wie man vor 15 Jahren in der «Rock am Ring»-Frontrow mit einem Unbekannten geknutscht hat.

Sich selbst eine gute Mutter sein

Wir alle sind die Kinder von Kindern und Kindeskindern und herzlich eingeladen, unsere Version von Familie zu manifestieren, die hoffentlich bunter und einzigartiger ist, als alles, was wir uns vorstellen können. Uns zu überlegen, wie wir uns selber eine gute Mutter sein können, was uns und unseren Vibe nährt, was uns am Leben hält. In meinem Fall sind das Lieder, die mir gesungen werden, Pakete, die auf magische Art und Weise vor meiner Tür landen, das Gefühl, dem Leben bedingungslos zu vertrauen und der unerschütterliche Glaube daran, dass alles gut so ist, wie es eben ist. Der Mond ist mal voll und mal leer. Mal sind wir glücklich, dann wieder nicht. Alle Gefühle haben ihre Berechtigung, auch wenn sie noch so «falsch» scheinen. Eines ist jedenfalls sicher: Nichts ist für immer und wir sind alle nur zu Besuch hier. Also: Raus mit den Gefühlen!

Der Song zur Mondphase:

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Myriam Kouassi

Genau eso isches.