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Neumond im Schützen: Mit grossen Schritten in eine neue Welt

Mondkolumne 

Neumond im Schützen: Mit grossen Schritten in eine neue Welt

  • Text: Alexandra Kruse
  • Bild: Stocksy

Heute gibt es eine Sonnenfinsternis und einen gewaltigen Neumond im Schützen. Die «Eclipse Season» dreht alles noch mal um, bringt die eine oder andere eher unbequeme Wahrheit ans Licht und markiert einen deutlichen Neubeginn, schreibt unsere Astrologin Alexandra Kruse. Jetzt gilt es, im Innen und Aussen aufzuräumen – und es sich so gut gehen zu lassen, wie es irgendwie geht.

So. Da ist sie also, die totale Sonnenfinsternis im eigentlich so lichtvoll-optimistischen Feuerzeichen Schütze, mit dem Neumond am Montag, den 14. Dezember 2020, ganz genau um 17.17 Uhr (eine Gedenkminute, ein kurzes Innehalten wäre sicher nicht verkehrt). Die «Eclipse Season» sind Wochen, die noch einmal alles umdrehen, korrigieren und die ein oder andere eher unbequeme Wahrheit ans Licht bringen und einen deutlichen Neubeginn markieren.

Auch das Verdrängte, Ignorierte meldet sich – wie zum Beispiel die Tatsache, dass genau jetzt gerade wirklich viele Menschen super einsam und ausgeschlossen sind, vielleicht sogar allein sterben werden. Jeder von uns ist in der einen oder anderen Weise konfrontiert. Keine Ausnahmen. Es wackelt und schüttelt. Ich habe in den letzen Tagen von gebrochenen Herzen, Hüften und Schultern, unheilbar kranken Papas oder resoluten Grossmüttern gehört, die auf Besuch verzichten und das erste Weihnachten ohne den eben verstorbenen Mann aus Gründen der Vernunft lieber allein verbringen wollen, als ihren Kindern eine Reise zuzumuten. Und einem still geborenen Baby. Und von ein paar Mutigen, die immer noch den Glühwein vermissen. Gott segne sie alle.

Und ja – es ist so verdammt dunkel. Zäh. Mühsam. So dunkel wie lang nicht mehr. Ich hab es letzte Woche knapp geschafft, dem Sohn Fried Rice, wahlweise einen Stapel Brot zu servieren. Zum guten Glück ist er ein eher anspruchsloser Steinbock mit unglaublich grosser Empathie für den emotionalen Zustand (s)einer Mutter. Der Deal: Wir achten aufeinander. Auch wenn das heisst, das einer am Badewannenrand des Anderen wirklich flache Witze erzählt. Und aufpasst, dass das Wasser nicht zu heiss oder zu kalt ist. «Mama», sagt er dann. «Wir haben es so gemütlich. Draussen ist es finster, wir hören Musik und bald ist Weihnachten.» Alles eine Frage der Perspektive. Und des grosszügigen Einsatzes von Liebe, Badeschaum und Lametta.

Die neue Mondphase, die dann bis zum nächsten Neumond am 13. Januar 2021 dauert, wird noch mal einiges ans Licht bringen und im selben Moment ein himmlischer Lichtblick sein. Weihnachten, Hanukka, was auch immer – Hauptsache Lampen an. Der Himmel wird für kristallklaren Durchblick sorgen, im Kollektiv und im Privaten. Es ist und bleibt eine magische Zeit, vollkommen egal ob man an den heiligen Geist, Jesus oder Kanye West glaubt.

Sonne, Mond und die Labertasche aka unser Kommunikationsplanet Merkur stehen im Schützen – das IST eine Zeit des Lichts, der Freude, des Zusammenkommens, in welcher Form auch immer. Da im Moment so richtig nichts mit Zusammenkommen ist, IRL schon mal eher gar nicht, kann die wahre Reise nur nach innen gehen – es besteht die Möglichkeit für tiefe Erkenntnisse und krasse Erleuchtungen. Der Schütze zielt mit seinem metaphysischen Bogen ja ganz konkret in die Zukunft und entwickelt gern, manchmal zwar latent utopische, immer aber optimistische und freundlich-idealistische Vorstellungen, die dann der Steinbock auf ihre realistisch-gesellschaftliche Umsetzung prüft.

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Diese Finsternis ist deshalb so wichtig, weil sie der kosmische Vorbote der Jupiter-Saturn-Konjunktion im Wassermann am 21. Dezember 2020 ist. Diese Begegnung ist so was wie das Streichholz an der Rakete und jetzt schon Legende. Es gibt Leute, die sprechen gar vom «Stern von Bethlehem». Man kann die beiden Planeten übrigens ganz wunderbar dabei beobachten, wie sie sich am Abendhimmel jeden Tag immer näher kommen. Saturn und Jupiter wechseln gerade aus dem Steinbock in den Wassermann, bewegen sich von der Erde in die Luft. Aus der Materie in den Geist. Der Sturm des Lebens, er wird weitergehen, es gibt kein Zurück und doch wird es anders. Die Frage ist, wie und mit welcher Haltung wir dem Neuen begegnen. Es sind einfach auch ganz physisch die dunkelsten Stunden des Jahre bis zur Sonnenwende am 21. Dezember – ab dann werden die Tage wieder länger. Das Licht wird wiedergeboren. Und lässt sich nicht in Quarantäne stecken. Es ist schlicht in jedem von uns.

Was jetzt zu tun ist: Ganz klar – am Besten so wenig wie möglich bis nichts. Das zurückbringen, was es zurückzubringen gibt, das längst aufgeschobene Gespräch führen und alles konsequent versorgen. Aufräumen im Innen und Aussen. Und bitte wirklich ganz klarmachen, was man 2021 nicht mehr haben möchte. Und dies dann wegsperren. Auf einen Zettel schreiben und verbrennen.

Und es sich so gut gehen zu lassen, wie es eben irgendwie geht. Wahrheit oder Pflicht spielen. Real von un-real unterscheiden. Und einfach echt nicht alles glauben. Vielleicht mal wieder ein richtiges Buch lesen. Mit gutgemeinten Manifestationsaktionen bitte unbedingt bis zum nächsten Vollmond am 30. Dezember warten (in meinem Zeichen Krebs  – ich freu mich, eventuell kommt uns endlich ein Ufo holen). Die zwölf heiligen Nächte, die sogenannten Rauhnächte, ab dem 24. Dezember eignen sich sehr gut, um seine ganz persönliche Version von 2021 auf den Weg zu bringen. Jede Nacht steht dabei für einen Monat – man kann in diesen Nächten, die «ausserhalb der Zeit» und «zwischen den Jahren» liegen, einiges anstellen. Räuchern, Orakeln, Schreiben, Tanzen. Einfach bitte nicht streiten. Let love rule.

Der Song zur aktuellen Mondphase:

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