Neumond im Wassermann am 17. Februar 2026: Ende und Anfang berühren sich
Alte Ordnungen lösen sich auf, das Neue aber ist noch nicht greifbar, schreibt unsere Astro-Fee über den Neumond im Wassermann am 17. Februar 2026. Was uns sonst noch erwarten könnte.
- Von: Alexandra Kruse
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So richtig keinen Bock mehr. Ich finde, diese Zeit hat die garstige Eigenschaft, alles in eine sich multidimensional spiegelnde Eisfläche zu verwandeln. Wir wissen nicht mehr ganz genau, wo oben und unten ist, geschweige denn, was wahr ist und was «irgendwie» schon immer komisch war.
Auf einmal ist zu viel Realität. Und nein, ich rede nicht vom offensichtlich narzisstischen Dschungelkönig, irgendwelchen Akten oder davon, dass wir offensichtlich in einer Simulation leben. Aber keine Sorge, wenn du dich gerade müde, dünnhäutig oder überfordert fühlst: Das ist keine persönliche Krise, das ist eine Übergangsreaktion!
Wenn es nach mir ginge, könnten wir die Monate Januar und Februar einfach aus dem Kalender streichen. Irgendwie haben sie bisher nicht so viele gute Sachen hervorgebracht.
Blinkende Erkenntnisse
Wobei das eigentlich nicht ganz stimmt: Ich habe mich entschieden, private Readings zu geben. Eine Sache, gegen die ich mich trotz riesiger Nachfrage jahrelang gewehrt habe! Nur, um jetzt ständig überwältigt zu sein von den Feedbacks der Frauen, die auf einmal ihre blinden Flecken (welche die Astrologie gnadenlos aufdeckt) in blinkende Erkenntnisse verwandeln und aus Wunden Wunder machen.
Ansonsten habe ich eine neue Obsession mit Eiskunstlaufen. Und ja, ich schaue tagsüber die Olympischen Spiele und muss ständig weinen, weil mich die internationalen Freudentränen und menschlichen Höchstleistungen so rühren. Sternzeichen: Wurf-Axel.
Und eben die Illusion eines perfekten Paares, das auf perfektem Eis den perfekten Tanz hinlegt. In perfekten Kostümen. Ohne – wie im wahren Leben – auszurutschen und ohne Frontzähne wieder zu sich kommen zu müssen.
Astrologie gerade aus dem Häuschen
Solltest du zwischen den Zeilen zarte Frustration fühlen: richtig. Die Linie zwischen gefühlter Wahrnehmung, perfekter Illusion und Alltag verschwimmt.
Und die nahende Fische-Sonne (ab dem 18. Februar) macht es nicht wirklich besser. Abgesehen davon ist die Astrologie des Moments generell gerade wirklich aus dem Häuschen (deswegen erscheint dieser Text auch überpünktlich, damit niemand sagen kann, von nichts gewusst zu haben!).
Beginnen wir mit dem anstehenden Valentinstag. Valentin war ein frühchristlicher Märtyrer. Er soll im 3. Jahrhundert Liebespaare trotz kaiserlichen Verbots getraut haben und wurde dafür hingerichtet. Der 14. Februar ist sein Gedenktag.
Romantisch wurde das Ganze erst viel später, im Mittelalter, durch höfische Dichtung. Der Blumen-, Karten- und Pralinenzirkus ist eine eher moderne und sehr kapitalistische Erfindung. Valentin war also einer, der Grenzen überschritten hat, weil sie ungerecht waren. Wie passend zur Wassermann-Energie des Moments. Vielleicht könnte er dann jetzt wieder auferstehen?
Kein Tag der rosa Herzchen
Der 14. Februar dieses Jahr gehört dem Saturn und ist passenderweise ein Samstag (denn jeder Samstag gehört planetarisch zum Saturn). Und es wird diesmal eher kein Rosa-Herzchen-Tag, sondern ein Tag der Konsequenz.
Saturn will, dass wir Verantwortung übernehmen für das, woran man glaubt, auch wenn es kostet. Auch das Märtyrertum gehört astrologisch zu Saturn: Einschränkung, Opfer, Standhaftigkeit, Zeit, Geduld. Es ist fast schon ironisch, dass Saturn ausgerechnet an diesem Tag aus dem Fisch (hier war er seit März 2023) in den Widder (bis Mitte April 2028) wechselt.
Der Widder handelt. Saturn verlangt Verantwortung. Zusammen erzählen sie die ursprüngliche Valentins-Geschichte neu: Liebe ist kein Gefühl, das man kauft. Liebe ist eine Handlung, für die man jeden Tag einsteht, auch wenn es unbequem ist und sicher mehr als einfach instagrammable.
Sicherheit und Freiheit geraten aneinander
Zwei Tage später, am 16. Februar, wird es dann noch ein bisschen unentspannter: Die Sonne im Wassermann steht im Quadrat zu Uranus im Stier. Das bringt maximale Nervosität, Unruhe, aber auch plötzliche Erkenntnisse. Sicherheit und Freiheit geraten aneinander.
Am 17. Februar erreicht diese Phase ihren Orgasmus mit dem Neumond und der ringförmigen Sonnenfinsternis im letzten Grad des Wassermanns. Das ist astrologisch ein Hardcore Schwellenmoment. Ende und Anfang berühren sich. Alte Ordnungen lösen sich auf (und das müssen sie auch, denn so kann es ja nicht weitergehen!). Das Neue aber ist noch nicht greifbar. Wir spüren Abschied, ohne genau zu wissen, wovon.
Und dann, am 20. Februar, der eigentliche Wendepunkt: Die fast schon unglaubliche Konjunktion von Saturn und Neptun am Nullpunkt des Widders. Zwei Neuanfangs-Prinzipien treffen sich gleichzeitig: der Frühlingspunkt als symbolischer Start von allem – und die Konjunktion selbst.
Nicht schnelle Lösungen, sondern lange Umbrüche
Ein 36-jähriger Zyklus endet, ein neuer beginnt. Historisch sind das keine Momente für schnelle Lösungen, sondern für lange Umbrüche. Was seit Saturns Eintritt in die Fische 2023 schleichend zerfallen ist und sich 2025 deutlich zugespitzt hat, wird hier final. Der alte Traum löst sich auf, der neue hat noch keine Form.
Neptun vernebelt, Saturn fordert Klarheit. Zusammen verlangen sie etwas Unbequemes: Visionen werden zu Aufträgen, Wunschdenken zu Verantwortung. Keine Flucht in Ideale. Kein Wegdriften in Spiritualität als Ausrede. Sondern aktive Teilnahme an dem, was entstehen will – Schritt für Schritt, roh, ernst, tragfähig. Und ja: Wir sind dabei alle noch sehr, sehr müde.
Der Song zu dieser Mondphase:
5 Tipps für diesen Neumond:
1.
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I can buy myself flowers
Das hat uns Miley Cyrus beigebracht. Gut. Machen wir auch. Aber wirklich NICHT am Valentinstag. Vorher ja, nachher ja. Aber wir unterstützen kein kapitalistisches System, das auf Ausbeutung basiert. Glaubt ihr nicht? Gut, dann googelt bitte mal «Rosenhandel Afrika» und ihr werdet feststellen, dass die Realität hinter dem Strauss unter Umständen nicht so rosig aussieht. Romantische Gesten bleiben natürlich erlaubt. Bewusst konsumierte auch. Nur bitte ohne rosarote Scheuklappen.
2.
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Türen knallen
Und das ist kein Drama, sondern Physik. Die Tage rund um eine Sonnenfinsternis sind nicht easy. Sie sind extrem. Türen öffnen sich. Andere schliessen sich. Und zwar nicht langsam, sondern schlagartig. Das ist kein Zeichen dafür, dass etwas «schiefgelaufen» ist, sondern dafür, dass sich etwas entscheidet. Wer jetzt versucht, alles offen zu halten, verliert Energie. Manchmal ist ein klares Zu besser als hundert Vielleichts.
3.
3.
News, News, News
Ja, es ist mit noch mehr Newsflut zu rechnen. Der Planet rüttelt sich, Systeme wackeln, Schlagzeilen überschlagen sich. Wichtig: Mitfühlen, ja. Mitleiden, nein. Informiert bleiben, aber nicht 24/7 im Nervensystem-Burnout landen – das bringt niemandem auch nur irgendwas. Ausschalten ist kein Wegsehen, sondern Selbstschutz. Und ja: Wut ist erlaubt. Sie ist oft der ehrlichere Kompass als Angst.
4.
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Dieser Neumond steht im Wassermann
Sein Grundprinzip ist nicht Nostalgie, sondern Zukunft. Nicht flicken, sondern neu entwerfen. Das ist keine Einladung zum Eskapismus, sondern zum Perspektivwechsel. Es wäre also tatsächlich ein guter Moment, gedanklich ein paar Aliens einzuladen und die Revolution zu planen. Oder zumindest ein anderes Modell von Zusammenleben, Arbeit, Beziehung. Wassermann denkt weiter. Auch wenn es vielleicht erst mal seltsam aussieht. Das muss so!
5.
5.
Bewegung statt Gefallen, Richtung statt Anpassung
Mit dem Neumond beginnt das chinesische Neujahr und das Jahr des Pferdes. Diese Zeit will keine glatten Lösungen, sondern innere Klarheit. Nicht alles muss schön sein, aber ehrlich. Wer allen gefallen will, fällt vom eigenen Kurs. Besser eine klare Linie als ein dekoriertes inneres Chaos. Das trägt. Und bringt dich weiter.