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Mondkolumne 

Neumond und Sonnenfinsternis in den Zwillingen: Der totale Reset

Eine sichtbare Sonnenfinsternis, wie wir sie am 10. Juni erleben, ist etwas Besonderes. Und hat eine magisch-transformative Wirkung, schreibt unsere Astrologin Alexandra Kruse.

Am Mittag des 10. Juni ist es so weit: Am Mittag knabbert der Zwillingsmond zärtlich an der Zwillingssonne – gegen den Mittag (12.53 Uhr) kann man mit etwas Glück sogar sehen, dass der Mond sich ein Stückchen vor die Sonne schiebt und nascht. Eine sichtbare Sonnenfinsternis – die letzte war am 20. März 2015 – ist etwas Besonderes, hat eine magisch-transformative Wirkung. Und zeigt Schatten und tiefe Gefühle deutlicher als sonst. Nicht umsonst gibt es alte Kulturen, die die Zeiträume um die Finsternisse als bedrohlich empfanden. Angeblich soll man in diesen Tagen besser keine Kinder zeugen. Aber das sind nur Gerüchte – wobei wir beim Thema wären. Fakt: Eine Finsternis ist eine Phase schnellen Wandels und der Moment, die Vergangenheit loszulassen und sich selbst zu betrachten.

Als multidimensionales Wesen kommuniziere ich auf allen Kanälen gleichzeitig und so erreichten mich die erstaunlichsten Meldungen: Daten, die sich komplett verabschiedet haben, Zahnärzte, die Zähne irgendwo verloren haben, Menschen, die gebuchte Flüge wegen des falschen Tests nicht antreten durften, andere, die lieber gleich wochenlang im Wald nach ihren Visionen suchten. Merkwürdigste Gerüchte, wildeste Theorien und ja, angeblich ist das amerikanische Militär drauf und dran, die Existenz von Ufos offiziell nicht mehr zu leugnen.

Das Alte funktioniert nicht mehr richtig

Ehrlich gesagt würde es mich gar nicht weiter wundern, wenn jetzt auch noch ein paar gutgebaute Aliens aus den grauen Wolkenbergen erscheinen, in so balenciaga-mässigen Metallic-Oversize-Anzügen, und uns erklären, was hier eigentlich los ist. Wobei man mit Balenciaga wirklich schimpfen muss – die hatten doch anscheinend tatsächlich die Nerven, die Werke einer jungen Künstlerin ungefragt auf ihre Kleider zu drucken. Das finden nicht nur Aliens doof – überhaupt schon sehr erstaunlich, was in dieser Zeit alles an Unrat ans Licht kommt.

Fakt: Das Alte funktioniert nicht mehr so richtig, das Neue aber irgendwie auch nicht und vorwärts, rückwärts, seitwärts bewegen wir uns im Krebsgang, dabei ist die Sonne erst ab dem 21. Juni, kurz vor dem zweiten Vollmond am 24. Juni im Schützen , im Zeichen der Krabbe! Mit der kürzesten Nacht des Jahres, dem Mittsommer, beginnen die Tage allerdings schon wieder kürzer zu werden. Verrückt: Wir haben die erste Hälfte des Jahres hinter uns und damit den Beweis, dass Zeit nun wirklich relativ ist, weil es war ja eben noch Januar, keiner war in der Badi, Pommes gab es nur wenige und diese ersten warmen Nächte haben wir irgendwie verpasst?!

Jetzt schön sorgfältig und vor allem im Jetzt bleiben

So, jetzt aber schön sorgfältig und vor allem im Jetzt bleiben, was mir im Moment ähnlich schwerfällt, wie einen halbwegs klaren Gedanken zu fassen, geschweige denn konzentriert einer Tätigkeit nachzugehen. An dieser Stelle: Danke liebes Universum, dass ich keine Herzchirurgin geworden bin. Selbst Taxifahrerin wäre vermutlich schon zu gefährlich – mein momentaner Idealzustand ist nach wie vor zwischen Bett und Bad – wahlweise wäre mir so ein Floating Tank am liebsten. Die sogenannte Realität spricht dagegen – denn das vermeintliche soziale Leben fängt langsam, aber sicher wieder an zu toben. Ich habe es immerhin schon zu einem unglaublich feinen Zwillinge-Geburtstag ins Restaurant Gül geschafft, einen Ort, den man nicht genug loben kann. Und ich habe eine fantastische Ausstellung im Löwenbräu-Areal gesehen.

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Wobei ich wirklich feststellen musste, dass mein intellektuelles Kunstgehirn – das durchaus mal vorhanden war – auf ein vollkommen intuitives, nach absolut keinen Regeln funktionierendes Sossengehirn umgestellt hat. Zum Glück bietet das Museum zur Ausstellung regelmässige Feldenkrais-Lektionen an – diese Bewegungen in Zeitlupe haben, unglaublich, aber wahr, tatsächlich zu einer anderen Wahrnehmung geführt. Neue Perspektiven und neue Räume. Ein gutes Beispiel für die Cyberspace-Energie der Zwillinge, die sich in diesen Tagen in ihrer reinsten Essenz zeigt. Was nicht immer nur angenehm, fröhlich und lustig ist, zumal ein Zwilling eben selten allein kommt, man also konstant mehr als eine Stimme im Kopf hat, mehrere Persönlichkeiten quasi – und das Ganze auch noch in Lichtgeschwindigkeit. Meine Nerven.

Sonnenfinsternisse sind immer Schicksalsmomente

Diese Juni-Zeit ist dazu da, die beiden wunderschönen Silben «Re» in so zirka alles zu integrieren, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Re-trospektive, Re-Organisation, Re-sume, dazu genug Ruhe und noch mehr Ruhe und Re-flektion, auf all das, was sich in den letzten Monaten so zeigen durfte. Und das, was sich in den nächsten Monaten zeigen darf – nicht vergessen: Sonnenfinsternisse sind immer Schicksalsmomente, die vorwärts und retour wirken.

Die Idee ist, so neugierig, offen und flexibel wie möglich zu bleiben, sich nicht weiter zu wundern und immer wieder das Krönchen richten. Und zu schauen, was an neuen Ideen entsteht – mit der konkreten Umsetzung allerdings noch ein bisschen zu warten. Und unsere eigenen (alten) Geschichten und die der anderen auf ihren Wahrheitsgehalt immer wieder konsequent zu überprüfen, neu zu schreiben, uns nicht ablenken zu lassen. Die Art und Weise, wie wir Informationen weitergeben und mit unserem Umfeld teilen und was wir mit unserer #Flüsterpost so anstellen. Aus einem ewigen Ja kann jetzt ein klares Nein werden – und umgekehrt.

Der rückläufige Merkur zeigt seine Fratze ganz besonders

Der rückläufige Merkur (bis zum 23. Juni) zeigt seine Fratze im Moment tatsächlich ganz besonders (Verzögerungen Planänderungen, Missverständnisse …): Weil die Sonne im Zwilling steht und Merkur der Planet des Zeichens ist, verdichten sich die Symptome der Rückläufigkeit um ein Vielfaches. Was sehr anstrengend sein kann – aber auch sehr lehrreich. Vor allem für diejenigen unter uns, die Astrologie (und/oder Ufos) tatsächlich immer noch für ein Hirngespinst einiger weniger halten. Ich werde jedenfalls noch ein paar Mal im Bademantel «E. T.» schauen, weiterhin mein Barbie-Panini-Album (Jahrgang 1983) vermissen, versuchen, meine eigene Wahrheit nicht zu ignorieren, und so lang vom Balkon morsen, bis mich endlich ein Alien entdeckt. Und abholt. Sollte dies also mein letzter Text gewesen sein: Ich melde mich. Aus anderen Dimensionen.

Der Song zur Mondphase:

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